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Ausstellungskalender vom 12/10/2014

Von Susanne Franz

LogoBAPKommende Woche findet in Buenos Aires zum 10. Mal die auf Fotografie spezialisierte Messe “Buenos Aires Photo” statt. 26 Galerien zeigen die Werke ihrer Künstler, Ehrengast ist die peruanische Fotografin Milagros de la Torre.

Man kann Buenos Aires Photo vom 17. bis zum 20. Oktober, von 13.30 bis 20.30 Uhr, im Centro Cultural Recoleta, Junín 1930, Buenos Aires, besuchen. Der Eintritt kostet 70 Pesos, 35 Pesos müssen Rentner, Kinder unter 12 und Universitätsstudenten hinblättern. Am Montag, dem 20. Oktober, ist der Eintritt für alle frei.

Die Ausstellungen der Woche:

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Agenda A-Z

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Agenda de Muestras del 12/10/2014

Por Susanne Franz

LogoBAPLa Feria Especializada en Fotografía “Buenos Aires Photo” celebrará su décima edición la semana próxima. 26 galerías expondrán las obras de sus artistas, y la peruana Milagros de la Torre será artista invitada.

Buenos Aires Photo se puede visitar del 17 al 20 de octubre, de 13.30 a 20.30 horas, en el Centro Cultural Recoleta, Junín 1930, Buenos Aires. La entrada cuesta 70 pesos, y 35 pesos para jubilados, menores de 12 años y estudiantes universitarios. El lunes 20 la entrada será gratuita para todos.

Las muestras de la semana:

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Ran an die Waffen!

Die Schau “Krieg & Propaganda 14/18″ im Hamburger Museum für Kunst und Gewerbe zeigt, dass der Erste Weltkrieg auch eine Propagandaschlacht nie gekannten Ausmaßes war

Von Nicole Büsing und Heiko Klaas

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Eine Kinovorstellung irgendwo in den USA im Jahre 1917. Die Ära des Tonfilms ist noch nicht angebrochen. Kino aber ist bereits “Big Business”. Viele Millionen Menschen strömen täglich in die Lichtspielhäuser. Doch bevor der Stummfilmpianist in die Tasten haut, hat in den Zeiten des Weltenbrandes erst noch ein anderer seinen Auftritt. Rund 75.000 sogenannte “Four MinuteMen” heizten der US-amerikanischen Öffentlichkeit gegen Ende des Ersten Weltkriegs vornehmlich in Kinos, aber auch in Theatern oder Kirchen ein, um Rekruten anzuheuern, die Zuhörer von der Notwendigkeit des Krieges zu überzeugen und für die Zeichnung von Kriegsanleihen zu werben. Vier Minuten nur, und alles musste gesagt sein. Prägnant, emotional und mitreißend. Hier wurde sozusagen die moderne PR- und Werbekampagne geboren.

In Deutschland ging man zur selben Zeit noch wesentlich archaischer zur Sache: Besonders beliebte patriotische Kollektivveranstaltungen waren “Nagelungen”. Millionen Menschen beteiligten sich daran, auf öffentlichen Plätzen Nägel in klobige Holzstatuen deutscher Helden einzuschlagen. Je nach Geldbeutel erwarb man eiserne, silberne oder goldene Nägel – demonstrierte Entschlossenheit und finanzierte so den Kriegsfortgang.

Diese und viele andere Beispiele von Kriegspropaganda während des Ersten Weltkriegs stehen im Zentrum der Ausstellung “Krieg & Propaganda 14/18″, die jetzt im Hamburger Museum für Kunst und Gewerbe anhand von über 400 Exponaten aus dem Deutschen Reich, Frankreich, England, den USA, Russland, Italien und Österreich-Ungarn vor Augen führt, mit welch ausgeklügelten, patriotischen, mitunter aber auch perfiden Mitteln auf allen Seiten an Heldenlegenden und Gräuelgeschichten gestrickt wurde, wie der Gegner diffamiert und die eigene Bevölkerung zum Weitermachen angestachelt wurde.

Dennis Conrad, der Kurator der europaweit einzigen Ausstellung, die sich jetzt explizit dem Thema Propaganda im Ersten Weltkrieg widmet, stellt fest: “Vor 100 Jahren wurde der Grundstein einer multimedialen Öffentlichkeitsbeeinflussung gelegt. Man nutzt während der Kriegsjahre alle zur Verfügung stehenden Medien, um die Meinung der Öffentlichkeit zu lenken.” Die Hamburger Ausstellung versammelt Plakate, Filme, Kinderspielzeug, patriotischen Nippes, Postkarten und viele andere Druckerzeugnisse und Objekte, die den Krieg in jeden Winkel des Alltagslebens trugen. Am Beispiel von Generalfeldmarschall Paul von Hindenburg, dem Chef der Obersten Heeresleitung, etwa wird gezeigt, wie der Kriegsherr zur positiven “Marke”, ja, zum Mythos fetischisiert wird. Ob auf Seifenschachteln, Zigarrenkisten oder Bildpostkarten: Vor dem markanten Konterfei des zum “Russenbezwinger” hochstilisierten, bärbeißigen Pickelhaubenträgers gab es im Alltag kein Entrinnen.

UnclesamIn Ländern ohne Wehrpflicht, wie etwa England oder den USA, war die Propagandamaschinerie vor ganz andere Probleme gestellt. Hier galt es, Freiwillige für den Kriegseinsatz im Namen von Freiheit und Demokratie zu rekrutieren. James Montgomery Flaggs weltberühmtes Uncle-Sam-Plakat mit dem ausgestreckten Zeigefinger und der Aufforderung “I Want Youfor U.S. Army” wird flankiert von zahlreichen weiteren, grafisch prägnanten Beispielen aus dem angelsächsischen Raum, die letzten Endes auch die Grundlagen für eine moderne Werbeästhetik im zivilen Leben bildeten.

Einen besonderen Schwerpunkt legt die Hamburger Schau auch auf die Präsentation von Filmen und auditiver Propaganda. Im Hauptraum der Schau können Spiel- und Dokumentarfilme betrachtet und an zahlreichen Hörstationen patriotische Reden und Durchhaltelieder angehört werden. Die überaus sehenswerte, mit großer kuratorischer Sorgfalt zusammengestellte Ausstellung regt zudem dazu an, historische Propagandamechanismen, Zensurmaßnahmen und Strategien der Bildmanipulation mit den heutigen Methoden staatlicher und massenmedialer Beeinflussung zu vergleichen. Viel mehr kann eine Ausstellung zum Ersten Weltkrieg eigentlich kaum leisten.

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Ausstellungskalender vom 04/10/2014

Von Susanne Franz

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Nur noch 3 Tage verbleiben, um im Malba die bedeutende Ausstellung “Le Parc Lumière” zu besuchen, in deren Rahmen eine Auswahl von 17 Lichtinstallationen des großen argentinischen Künstlers Julio Le Parc aus der Sammlung Daros Latinamerica Zürich gezeigt werden. Zum Abschluss der Schau wird das Ensemble “Klub der Klang” am Montag, 6. Oktober, um 18.30 Uhr, eine Improvisation zu Klangwerken des CLAEM (Centro Latinoamericano de Altos Estudios Musicales) aufführen.

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Agenda de Muestras del 04/10/2014

Por Susanne Franz

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Quedan solamente tres días para visitar en el Malba la exposición “Le Parc Lumière”, una selección de 17 instalaciones lumínicas históricas del gran artista argentino, pertenecientes a la colección Daros Latinamerica, Zúrich. Como cierre de la exposición, el lunes 6 de octubre a las 18,30 horas, el ensamble Klub der Klang llevará a cabo una improvisación sobre obras sonoras del CLAEM (Centro Latinoamericano de Altos Estudios Musicales).

Las muestras de la semana:

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Puristische Show im Espacio Kamm

Am 4.10. Künstlergespräch mit Gruppalli/de Paoli

Von K.M.

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Der Kunstraum Espacio Kamm in Palermo schärft weiter sein Profil, indem er sein Konzept verfolgt, Künstler einzuladen, die ihre Ateliers für eine Zeit in die Ausstellungsräume in der Calle Mario Bravo verlegen. Hier arbeiten die Künstler in und für den Espacio Kamm und setzen sich mit seinen spezifischen Gegebenheiten konzeptionell auseinander.

Nach den Ausstellungen “About Wall” (Site-specific-Wandarbeiten) und “Exósfera” (ein Ausstellungs-Experiment mit Cyanotypie) besetzen die argentinischen Künstler Bruno Gruppalli und Santiago de Paoli die Räume.

Intensiv beschäftigen sich beide mit dem Thema der Setzung, lange wird an der Verortung von Stühlen, Flaschen und Alltagsgegenständen im Raum gesucht. Die puristisch anmutende Show öffnet auf den zweiten Blick (durch die Verwendung von Sojabohnen und einer Arbeit aus gesalzenem Fleisch) eine Beziehung zur argentinischen Wirklichkeit und hat als Referenzrahmen den “realismo argentino”.

Was es genau mit den Modellstühlen auf sich hat und welche Überlegungen die Künstler zu dieser Ausstellung geführt haben, wird im “Conversatorio”, das diesen Samstag, den 4. Oktober um 18 Uhr stattfindet, erörtert. Die Kunstkritikerin Lucrecia Palacio ist eingeladen, um mit den Künstlern und dem Publikum zu diskutieren, die Veranstaltung wird moderiert von den Direktoren des Espacio Kamm, Kirsten Mosel und Julián León Camargo.

Die Ausstellung ist bis zum 17. Oktober 2014 zu sehen. Öffnungszeiten: Do und Fr 16-20 Uhr und nach Voranmeldung, Tel.: 011 15-6151-1704. Espacio Kamm, Mario Bravo 1136, Palermo, Buenos Aires.

Foto:
Ausstellungsansicht Bruno Gruppalli/Santiago de Paoli im Espacio Kamm.

Mit eiskaltem Humor auf Oscar-Kurs

Argentinien schickt “Relatos salvajes” ins Rennen um den besten nicht-englischsprachigen Film

Von Michaela Ehammer

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Am Dienstag wurde von der “Academia de las Artes y Ciencias Cinematográficas de la Argentina” der nationale Vertreter im jährlichen Rennen um den Auslandsoscar bekanntgegeben: “Relatos salvajes”. Die bitterböse Episoden-Komödie voller schwarzem Humor von Damián Szifron ging schon bei den diesjährigen Filmfestspielen von Cannes, Toronto und Telluride als Publikumsliebling hervor. Zudem wurde er als Bester Lateinamerikanischer Film beim Spanischen Goya-Filmpreis ausgezeichnet.

“Relatos salvajes” ist ein wilder Episodenfilm, der aus sechs Geschichten besteht, die zwar inhaltlich nicht zusammenhängen, thematisch aber trotzdem verknüpft sind. Im ersten Teil entdecken die Reisenden in einem Flugzeug, dass sie alle denselben gescheiterten Musiker kennen. In der zweiten Episode muss sich eine Kellnerin mit einem Wüstling aus ihrer Vergangenheit auseinandersetzen. Die dritte Geschichte sorgt nicht nur für Aggressivität im Straßenverkehr, sondern auch für allgemeine Heiterkeit. Im nächsten Teil wird ein Familienmann gezeigt, wie er sich mit Abschleppwagen und Strafzetteln auf eher unorthodoxe Weise herumschlägt. In der vorletzten Episode geht es um die schmutzigen und traurigen Einzelheiten bei einer Fahrerflucht. Am Schluss findet die frischgebackene Braut während der Hochzeitsfeier heraus, dass ihr Angetrauter sie betrogen hat. Ihre Entrüstung darüber nimmt eine überraschende Wende und bringt so manchen Gast ins Krankenhaus. Ein knallharter Film, der das Leben auf gröbste Weise widerspiegelt und damit glasklar zeigt: Jeder dreht einmal durch!

Am 15. Januar 2015 gibt die “Academy of Motion Picture Arts and Sciences” in Los Angeles bekannt, welche fünf Filme in die Endauswahl für den besten nicht-englischsprachigen Film kommen. Bisher sind bereits Beiträge aus 69 Ländern eingereicht worden. Für Deutschland wird das Schiller-Epos “Die geliebten Schwestern” von Dominik Graf an den Start gehen, Österreich schickt die ORF-Koproduktion “Das finstere Tal” von Andreas Prochaska ins Rennen, für die Schweiz bewirbt sich “Der Kreis” von Stefan Haupt. Die Oscar-Verleihung ist dann am 22. Februar 2015.