Filme unter Pinien

Starke deutsche Präsenz beim Filmfest “Pantalla Pinamar”

Von Susanne Franz

pantallapinamar11Schon zum 11. Mal wird in diesem Jahr das europäisch-argentinische Filmfestival “Pantalla Pinamar” veranstaltet. Der beliebte Küstenort Pinamar mit seinen duftenden Pinienwäldern ist vom 7. bis zum 14. März Gastgeber des internationalen Treffens für Filmliebhaber. Deutschland ist in diesem Jahr besonders stark vertreten: Eröffnet wird das Filmfest mit “Phoenix” (spanischer Titel: “Ave Fénix”) von Christian Petzold. Das Drehbuch schrieb Petzold u.a. gemeinsam mit dem vor kurzem verstorbenen Harun Farocki. Erzählt wird die Geschichte einer entstellten Holocaustüberlebenden, die – nicht wiederzuerkennen nach einer Gesichtsoperation – im zerstörten Nachkriegs-Berlin ihren Mann sucht, der sie möglicherweise an die Nazis verraten hat. Eine der Darstellerinnen, die deutsche Schauspielerin Nina Kunzendorf, wird in Pinamar persönlich anwesend sein. Desweiteren wird der Film “Westen” von Christian Schwochow gezeigt. Er erzählt von einem schwierigen Neuanfang nach einer Ausreise aus der ehemaligen DDR. Als dritter deutscher Beitrag läuft “Zeit der Kannibalen”, eine tiefschwarze Satire aus der Welt der Hochfinanz. Von den deutschen Filmkritikern wurde der Streifen zu Recht zum besten Film des Jahres 2014 gekürt. Der Regisseur Johannes Naber ist ebenfalls in Pinamar zu Gast.

Die Filme werden im Complejo Oasis (Av. Shaw) gezeigt, der Eintritt kostet 15 Pesos. Ein Zehner-Abo ist für 100 Pesos zu haben. Alle weiteren Informationen rund ums Festival finden Sie auf der Webseite des Festivals.

Kalender / Agenda

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Ausstellungskalender vom 28/02/2015

Von Susanne Franz

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Nur noch an diesem Wochenende hat man die Gelegenheit, die hervorragende Ausstellung “Antonio Berni: Juanito y Ramona” im Malba zu besuchen. Morgen ist der letzte Tag der Schau, die bereits 140.000 Menschen angezogen hat. Sie liegt damit auf dem dritten Platz der Publikumsrenner im Malba, nach Yayoi Kusama und Andy Warhol.

Die Ausstellungen der Woche:

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Agenda de Muestras del 28/02/2015

Por Susanne Franz

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Último fin de semana para ver “Antonio Berni: Juanito y Ramona” en el Malba. La excelente muestra cierra domingo 1 de marzo, y ya fue vista por más de 140.000 personas. De esa manera, se posiciona como la tercera más vista en la historia del Museo, detrás de las muestras de Yayoi Kusama y Andy Warhol.

Las muestras de la semana:

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Ringo Starr spielt gratis in Buenos Aires

Ex-Beatle tritt am 1. März auf der Freilichtbühne Pampa Ecke Avenida Figueroa Alcorta auf

Von Michaela Ehammer

God is in my life, says Ringo StarrRingo Starr (74), Sänger, Liederkomponist, Schauspieler und früherer Schlagzeuger der Beatles, geht wieder auf Tournee – gerockt wird unter anderem auch in Buenos Aires. Im Rahmen des “Movistar Free Music Festival” am 1. März wird der Ex-Beatle mit seiner “All Starr Band” auftreten, die aus Steve Lukather (Toto), Richard Page (Mr. Mister), Gregg Rolie (Santana), Todd Rundgren, Gregg Bissonette (David Lee Roth) und Warren Ham besteht.

Starr gastiert bereits zum dritten Mal in vier Jahren in der Stadt des Tangos, wo er seine Fans mit den größten und bekanntesten Hits sowie Songs aus seinem neuen Album, das Ende März erscheinen soll, verzaubern will.

Marielouise Alemann gestorben

Am Mittwoch starb die Pionierin der Filmkunst in Buenos Aires

Von Susanne Franz

marielouise2Sie war eine eine bedeutende Kulturschaffende, ehemalige Mitarbeiterin des Argentinischen Tageblatts und die zweite Ehefrau des damaligen Tageblatt-Direktors Ernesto T. Alemann: Im Alter von 87 Jahren ist am Mittwoch, dem 25. Februar 2015, Marielouise Alemann in Buenos Aires verstorben.

Aus dem Kulturleben der argentinischen Hauptstadt ist die einzigartige Persönlichkeit nicht wegzudenken: Sie machte sich als Theater- und Performance-Künstlerin sowie als Filmemacherin einen Namen. Die Pionierin der experimentellen Filmkunst kann als eine der Begründerinnen der Videokunst in Argentinien angesehen werden. Von 1979 bis 1985 war sie Programmdirektorin der Filmabteilung des Goethe-Instituts Buenos Aires.

Marielouise Alemann hatte Mut, und sie hatte Stil. Sie bestach nicht nur mit ihrer Schönheit und ihrer Eleganz, sondern vor allem durch ihre Intelligenz und scharfe Beobachtungsgabe, ihre Warmherzigkeit und ihren Sinn für Humor. Im vergangenen Jahr war sie gesundheitlich sehr angeschlagen und in ihrer geliebten Bewegungsfreiheit eingeschränkt gewesen. Vor einer Woche musste sie ins Krankenhaus eingeliefert werden, wo sie am Mittwochmorgen starb.

Marielouise war knapp über 20 Jahre alt, als sie nach Argentinien kam, um ihre Schwester zu besuchen. 1951 heiratete sie Ernesto T. Alemann, mit dem sie die gemeinsame Tochter Katja bekam.

Für das Tageblatt produzierte Marielouise u.a. die wegweisende farbige Wochenbeilage „Die Illustrierte“. Sie steuerte dafür die Fotografien für Titel und Inhalt bei und interviewte in einem glamourösen Rahmen die Damen und jungen Frauen der deutschen Gemeinschaft. Als Filmkritikerin reiste Marielouise Alemann auf die wichtigsten Filmfestivals der Welt und berichtete darüber. Die Filmfanatikerin und -kennerin pflegte Freundschaften mit Regisseuren wie Werner Herzog oder dem verstorbenen Werner Schröter.

Marielouise schrieb außerdem Berichte von ihren zahlreichen Reisen, die sie zum Beispiel durch fast alle Wüstenlandschaften der Welt führten, und bereicherte die Zeitung mit gesellschaftlichen und philosophischen Texten.
Mit Butoh, dem japanischen Tanz der Hoffnung, beschäftigte sich Marielouise Alemann besonders stark, er war der ideale Ausdruck ihrer Ideenwelt. Der Kampf zwischen unsterblicher Seele und sterblichem Körper wird in dem langsamen, meditativen Tanz dargestellt, in dem sich der Tänzer ohne Unterbrechung fortbewegt, als Symbol für die (Lebens-)Reise, auf der der Mensch sich befindet. Nun hat Marielouise ihre letzte Reise angetreten. Sie hinterlässt ihre Tochter, die Künstlerin Katja Alemann, ihre geliebten Enkel Tadeo und Luna, und viele Freunde und Fans.

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Ausstellungskalender vom 21/02/2015

Von Susanne Franz

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Eines der bedeutendsten Werke der zeitgenössischen lateinamerikanischen Fotografie, “El Asado” von Marcos López, ist über das gediegene Museum Larreta hereingebrochen. Mit einer Gruppe verfressener Freunde stellte López in seiner unvergleichlichen grellen Pop-Sprache “Das letzte Abendmahl” von Leonardo da Vinci nach. López’ Werk, ein Widerspruch in sich, steht nun auch noch in einem krassen Kontrast zu dem düsteren, mit kostbaren Tapeten, Möbeln, Gemälden und weiteren Utensilien beladenen Esszimmer der reichen Familie Larreta, deren einstiger Wohnsitz zum Museum mit seinem herrlichen Andalusischen Garten geworden ist.

López’ Werk ist zusammen mit einer Installation zu sehen, die speziell für das Museum Larreta geschaffen wurde. Ein Video zeigt die Ankunft der Fotografie im Museum und Eindrücke von der Langen Nacht der Museen im vergangenen Jahr, als vor den Augen der angeekelt bis amüsiert dreinschauenden Zuschauer eine “Asado/Performance” durchgeführt wurde.

Die Ausstellung ist noch bis zum 15. März zu sehen, montags bis freitags von 13 bis 19 Uhr, samstags, sonntags und feiertags von 10 bis 20 Uhr. Der Eintritt kostet 10 Pesos und ist donnerstags gratis.

Die Ausstellungen der Woche:

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Agenda de Muestras del 21/02/2015

Por Susanne Franz

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Considerada una pieza clave dentro de la fotografía latinoamericana contemporánea, la obra “El Asado” de Marcos López irrumpe en el Museo Larreta.

Es La última cena de Leonardo, pero también es el comedor de una familia de la alta sociedad de las primeras décadas del siglo XX. La apropiación es mucho más osada. Marcos López desacraliza el espacio e invita a los espectadores a compartir este típico plato argentino en un escenario distinguido y señorial que remite al interior de un palacio del Renacimiento español.

La obra está montada junto a una instalación especialmente creada para la muestra en el Larreta. Un video demuestra la llegada de la obra al Museo e imagenes de la Noche de los Museos cuando se hizo un “asado/performance”.

La muestra se exhibirá hasta el 15 de marzo. Días y horarios: lunes a viernes de 13 a 19 horas, sábados, domingos y feriados de 10 a 20 horas. Entrada: $10; Jueves gratis. Es muy recomendable también visitar el Jardín Andaluz del Museo.

Las muestras de la semana:

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