“Passwort vergessen”

Kunstaktion in Kassel

Am 4. September 2010 wird um 10 Uhr ein “Passwort” per E-Mail oder Fax an über 70 Künstler und Künstlerinnen versendet. Bis 16 Uhr haben sie Gelegenheit, bis zu vier Bilder im DIN-A4-Format rund um das “Passwort” zu zeichnen oder zu malen und per E-Mail/Fax zu senden oder vorbeizubringen. Im kunsTTempel werden die Arbeiten sofort präsentiert und nach Einbruch der Dunkelheit im Außenraum projiziert. Dokumentation im Internet unter Kunsttempel bzw. www.passwortvergessen.blogger.de

Über 20 der teilnehmenden Künstler und Künstlerinnen kommen aus Argentinien. Im nächsten Jahr ist die gleiche Aktion in Kooperation in Argentinien geplant.

Künstlerinnen/Künstler:

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Erfolgsverwöhntes Filmerduo

Interview mit Gastón Duprat und Mariano Cohn

Von Valerie Thurner

Das erfolgreiche Filme- und Fernsehmacher-Duo Gastón Duprat und Mariano Cohn hat den TV-Kanal Ciudad Abierta der Stadt Buenos Aires entwickelt, gegründet und geführt. Zusammen haben Cohn und Duprat über 20 Experimentalfilme und -videos kreiert. Ihre bisherigen Spielfilme erhielten zahlreiche Auszeichnungen, wie “Enciclopedia” (1998), “Yo Presidente” (2006) und “El artista” (2008). “El hombre de al lado” (2009) wurde beim 24. Filmfestival von Mar del Plata als bester argentinischer Langspielfilm prämiert und gewann außerdem innerhalb des Wettbewerbs “World Dramatic” in Sundance den Preis für die beste Kamera. Der Film wurde im Mai/Juni 2009 in der “Casa Curutchet” gedreht, dem einzigen Gebäude des berühmten Architekten Le Corbusier auf dem amerikanischen Kontinent. In einem Interview gaben die beiden Auskunft über ihre Arbeit.

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Silberkunst im MNAD

“Emilio Patarca, maestro orfebre” wurde am 23. August eröffnet

Von Katharina Köhler

Im Museo Nacional de Arte Decorativo wurde in Anwesenheit zahlreicher wichtiger Persönlichkeiten, Journalisten und Stammkunden des Künstlers am 23. August die Ausstellung “Emilio Patarca, maestro orfebre” eröffnet. Der Direktor des Museums, Alberto G. Bellucci, richtete zunächst einige anerkennende Worte an den Silberschmiedemeister Patarca, den er in keineswegs abwertender Weise nicht als Künstler sondern als begabten Handwerker bezeichnete. Die Qualität und der Glanz der von Patarca geschaffenen Werke spiegele laut Bellucci den Geist des Schöpfers und damit eine bescheidene, offene, optimistische und großzügige Persönlichkeit wider.

Gezeigt werden Werke des argentinischen Silberkünstlers Emilio Patarca, der 1956 in Buenos Aires geboren wurde.

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“Der Himmel auf Erden”

Ausstellung von Martín Bonadeo in der Katholischen Universität wirft viele Fragen auf

Von Susanne Franz

“Was bedeutet eigentlich der Himmel für Euch?”, fragte Martín Bonadeo die Mitglieder des IPIS der Katholischen Universität von Buenos Aires (UCA), wo der Künstler als Dozent tätig ist. Im IPIS (Instituto para la Integración del Saber/Institut für die Einbeziehung des Wissens) sitzen akademische Führungskräfte, die sich mit dem Universitätsleben übergeordneten philosophischen Fragen auseinandersetzen. In dieses Gremium trug Bonadeo seine Idee, an der Universität eine Ausstellung über den Himmel zu konzipieren.

Bei einem Brainstorming kamen viele interessante Gedanken zusammen, die Bonadeo als Ausgangspunkt für die Schau “El cielo en la tierra” benutzt hat. Man liest sie auf einer Textwand im Eingang des “Pabellón de Bellas Artes” im Erdgeschoss der UCA, bevor man die Ausstellung betritt.

Der Gedankengang beginnt beim physikalisch messbaren “Himmel” und geht dann ins Abstrakte über – der Himmel wird als Mythos, als Ort der Götter oder des Paradieses bezeichnet, und interessanterweise als etwas, das Wissenschaftler und Philosophen nicht so gut beschreiben können wie Dichter oder Künstler.

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Kalender / Agenda

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Ausstellungskalender 28/08/10-04/09/10

Von Susanne Franz

Ab dem 2. September wird die 10. Expotrastiendas erstmals im Messezentrum La Rural stattfinden. Die Jubiläumsausgabe der Kunstmesse unter der Leitung von Álvaro Castagnino macht es sich zur Aufgabe, bildende Kunst zu fördern und zu verbreiten und es Künstlern zu ermöglichen, ihre Werke Sammlern, Käufern und der breiten Öffentlichkeit zu präsentieren.

Mit Werken von namhaften Künstlern verschiedener Generationen wie Fernando Fader, Antonio Berni, León Ferrari, Martín Blaszko, Milo Lockett u.a. werden auf der Expotrastiendas 2010 Galerien wie Centoira, Teresa Anchorena, De Santi, Budich-Giesso, Brandy, GrilloArt (Punta del Este), Sacha Davila (Córdoba) und Arte Privado (Rosario) vertreten sein.

Es werden die Gewinnerwerke der vier AAGA (Asociación Argentina de Galerías de Arte)-Expotrastiendas-Awards gezeigt, u.a. von Lux Lindner, Mariana Heredia, Augusto Zanela, Florencia Levy, Kiki Lawrie und Nicolás Tombetta.

Die Messe findet vom 2. bis 6. September von 12 bis 22 Uhr in La Rural (Av. Santa Fe und Av. Sarmiento) im Pabellón Ocre statt.

Ebenfalls am kommenden Donnerstag wird eine Ausstellung mit Textilkunst von Silvina Trigos in Recoleta eröffnet (Foto).

Die Ausstellungen der Woche:

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Agenda / Kalender

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Agenda de Muestras 28/08/10-04/09/10

Por Susanne Franz

La Feria de Arte Expotrastiendas celebra los 10 años de su creación. Se realizará del 2 al 6 de septiembre en su nueva sede de La Rural, bajo la dirección de Álvaro Castagnino.

Con obras de notables artistas pertenecientes a varias generaciones, como Fernando Fader, Antonio Berni, León Ferrari, Eduardo Pla, Milo Lockett, Luis Wells y otros, estarán presentes galerías como Centoira, Teresa Anchorena, De Santi, Brandy, Los Coleccionistas, GrilloArt (Punta del Este), Sacha Davila (Córdoba), Arte Privado (Rosario).

Se expodrán las obras ganadoras de las cuatro ediciones del Premio AGAA-Expotrastiendas, entre otros de Lux Lindner, Mariana Heredia, Augusto Zanela, Florencia Levy, Kiki Lawrie y Nicolás Trombetta.

Expotrastiendas 2010 se llevará a cabo en La Rural, Pabellón Ocre, Av. Santa y Av. Sarmiento, del 2 al 6 de septiembre, de 12 a 22 hs.

El jueves también se inaugurará una muestra de obras textiles de Silvina Trigos en Recoleta (ver foto).

Las muestras de la semana:

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Teuerster argentinischer Künstler aller Zeiten

Helmut Ditsch stellt historischen Rekord auf

Von Katharina Köhler

Helmut Ditschs Gemälde “El Mar II” wurde von einem spanischen Unternehmen für einen Rekordpreis gekauft, welcher die 800.000 Dollar, die für Antonio Bernis vielbeachtetes Werk “Desocupados” gezahlt wurden, noch übertrifft. Das sechs Meter lange und anderthalb Meter hohe Bild zeigt den Atlantik, von der irischen Küste aus betrachtet, und wurde mit etwa 600 verschiedenen Blautönen innerhalb von sechs Monaten fertiggestellt. Während der Arbeit an dem Kunstwerk erkrankte seine Frau an Krebs und verstarb kürzlich. Ein Schicksalsschlag, der Spuren in der Arbeit hinterlassen hat.

In den späten 80er Jahren verließ Helmut Ditsch, enttäuscht von den Kunstgalerien und Kritikern, Argentinien. Jetzt, nachdem er zum teuersten argentinischen Künstler aller Zeiten geworden ist, will er zurückkehren.

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Aufruf zu Umweltschutz und Nachhaltigkeit

Ausstellung der deutschen Fotografin Lisa Franz im Konsulat der Deutschen Botschaft

Von Susanne Franz

Seit 10 Jahren reist die junge deutsche Fotografin Lisa Franz regelmäßig nach Buenos Aires, seit 1 ½ Jahren lebt sie hier. Immer noch fasziniert von der kulturellen Vielfalt und den Möglichkeiten, mit denen die pulsierende Metropole sie einst angelockt hatte, fuhr sie Anfang dieses Jahres zum ersten Mal in den Süden Argentiniens – und kam verändert zurück. Waren zuvor Porträts das Hauptaugenmerk ihrer künstlerischen Arbeit gewesen, trat nun die Landschaft in den Vordergrund. “Ich war überwältigt von der monumentalen Schönheit der Natur dieses Landes”, sagte Lisa Franz bei der Eröffnung ihrer Ausstellung im Konsulat der Deutschen Botschaft in Buenos Aires am Dienstagabend. “Aber als ich nach Buenos Aires zurückkam, stellte ich fest, dass hier in der Stadt keinerlei Spuren dieser Natur anzutreffen waren, dass der Rest des Landes für die Hauptstadt keine Rolle spielte.” So beschloss sie, in der anlässlich des Bicentenarios konzipierten Foto-Ausstellung für die Botschaft, beide Welten miteinander zu verbinden.

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In Berlin: “Realidad y Utopía”

Argentiniens künstlerischer Weg in die Gegenwart

Die argentinische Kunst mit ihrer reichhaltigen und komplexen Geschichte hat sich zwischen den Phasen der Diktaturen, Krisen und der demokratischen Neuordnung zu einem wichtigen Medium der Gesellschaftskritik und der politischen Stellungnahme entwickelt. Die Kunstszene von Buenos Aires gilt als eine der vitalsten des neuen Jahrzehnts.

Am 1. Oktober wird in der Akademie der Künste in Berlin die Ausstellung “Realidad y Utopía” eröffnet, ein Projekt des Organisationskomitees für die Teilnahme Argentiniens als Ehrengastland zur Frankfurter Buchmesse 2010 (COFRA).

Das Ausstellungsprojekt präsentiert erstmals in Deutschland eine umfangreiche Werkschau moderner und zeitgenössischer Kunst aus Argentinien. Arbeiten von mehr als 70 Künstlern werden zu sehen sein.

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Das Buch als Objekt des Schaffens und Erinnerns

Ausstellung “Jüdisches Leben in Argentinien” im Jüdischen Museum Berlin

Von Katharina Köhler

Organisiert durch das “Organisationskomitee für die Teilnahme Argentiniens als Ehrengast der Frankfurter Buchmesse 2010″ (COFRA) des Ministeriums für Auslandsbeziehungen, internationalen Handel und Kultur in Zusammenarbeit mit der AMIA (Asociación Mutual Israelita Argentina) und der Botschaft der Republik Argentinien in Deutschland wird seit dem 23. Juli die Ausstellung “Jüdisches Leben in Argentinien. Beiträge zum 200-jährigen Jubiläum” in Berlin gezeigt.

Am 18. Juli 1994 explodierte vor dem jüdischen Gemeindezentrum AMIA im Zentrum von Buenos Aires eine Autobombe. Bei diesem Anschlag, für den die Hisbollah und argentinische Rechtsextremisten verantwortlich gemacht werden, starben 85 Menschen, mehr als 300 wurden verletzt, und eine der wichtigsten jüdischen Bibliotheken wurde zerstört. Sie beherbergte äußerst wertvolle jiddische und hebräische Handschriften und Bücher, von denen einige 50 Jahre zuvor vor der Zerstörung durch die Nazis gerettet worden waren und als letzte Zeugnisse der vernichteten jüdischen Kultur Osteuropas galten. Der Terrorakt zerstörte außerdem das Zentralarchiv der jüdischen Immigration nach Argentinien und Lateinamerika und somit eine der wichtigsten Grundlagen der jüdisch-lateinamerikanischen Geschichtsschreibung.

So verwundert es nicht, dass das Buch als Objekt des Schaffens und Erinnerns als inhaltliches wie gestalterisches Leitmotiv der von Elio Kapszuk und Ana E. Weinstein kuratierten Ausstellung des jüdischen Argentiniens gewählt wurde.

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Kalender / Agenda

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Ausstellungskalender 21/08/10-28/08/10

Von Susanne Franz

Am 18. August wurde in der Galerie Wussmann in San Telmo die Ausstellung “PentaPack” der talentierten Künstler Matías Dinenzon, Lino Divas (Werk auf dem Foto), Luciana Malfatti, Ramiro Oller und Nicolás Ozuna eröffnet. Die zwischen 26 und 31 Jahre jungen Künstler verbindet, dass sie bei Carlos Bissolino am IUNA ihr Kunststudium absolviert haben. Sie alle haben bereits eine erstaunliche Anzahl an Ausstellungen vorzuweisen. Bei Wussmann zeigen sie Werke, die durch ihre Frische, die Kraft der Farben und ihr rigoroses Stilempfinden beeindrucken.

In diesen Tagen drängt die Musik die Kunst in den Hintergrund. Maestro Daniel Barenboim hält sich in seiner Geburtsstadt Buenos Aires auf, um sein 60. Bühnenjubiläum zu begehen (sein erstes Konzert gab er im zarten Alter von sieben Jahren). Nachdem er vergangene Woche Abend für Abend das Publikum im Teatro Colón verzaubert hat (die Konzertreihe geht bis zum 25. August), gibt er am heutigen Samstag um 15 Uhr zusammen mit seinem berühmten West-östlichen Divan-Orchester ein Gratis-Freiluftkonzert am Obelisken im Herzen von Buenos Aires.

Auch das Internationale Tangofestival (13.-31. August) mit hunderten Tanz- und Musikveranstaltungen ist in vollem Gange. Am Sonntag werden die Tanzweltmeisterschaften in den Kategorien “Tango Salón” und “Tango Escenario” ausgetragen.

Kunst und Musik werden sich in der Ausstellung von José Luis Anzizar bei Elsi del Rio am kommenden Dienstag die Hand reichen: Um 19.30 Uhr werden mit einem Live-Konzert auch die Feiern zum 10. Geburtstag der Galerie fortgeführt..

Die Ausstellungen der Woche:

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