Zusammenfinden von Theorie und Praxis (2003)

Das Werk der deutschen Künstlerin Edith Matzen Hirsch

Von Susanne Franz

Werk von Edith Matzen Hirsch

Eigentlich ist sie als Malerin ausgebildet, doch schafft sie am liebsten Graphiken, Objekte und Künstlerbücher. Im Grunde genommen ist sie analytische Denkerin, dennoch ist es für sie von entscheidender Bedeutung, wie sich das Material anfühlt, mit dem sie ihre Werke herstellt. Im Prinzip ist sie Minimalistin, doch schöpft sie aus einem großen Gefühlspotenzial, das sie auf das Wesentliche reduziert.

In Deutschland geboren und herangewachsen, lebt sie seit über 50 Jahren in Argentinien.

Die Künstlerin Edith Matzen Hirsch wurde 1938 in Bollingstedt, einem kleinen Ort in Schleswig-Holstein geboren. 1950 wanderte sie als 11-Jährige mit ihren Eltern nach Argentinien aus. Heute sieht sie hier ihre Heimat, obwohl sie in ihrem Leben zunächst noch viele Reisen unternehmen musste.

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Kalender / Agenda

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Ausstellungs-Kalender 25.6.05-2.7.05

Ausstellungszentren

  • Centro Cultural Borges, Viamonte/San Martín (Mo-Sa 10-21, So 12-21 Uhr, Eintritt 3 Pesos, Studenten und Rentner 1,50 Pesos; Warhol: Eintritt 9 Pesos, Studenten und Rentner 5 Pesos, Kinder unter 12 Jahren 3 Pesos): 45 Jahre „Diseño Shakespear“. 2.6.-26.6. / Carlos Wetzler, Fotos. 2.6.-26.6. / Daniela Jozami, „Bolero“ Gemälde. 2.6.-26.6. / Andy Warhol, graphisches Werk, Dokumente und Filme. 7.6.-2.10. / „Premios Trabucco 2005“, Gemälde und Zeichnung. 10.6.-3.7.
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Agenda / Kalender

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Agenda de la semana 25/6/05-2/7/05

Centros de exposiciones

  • Centro Cultural Borges, Viamonte/San Martín (Lun-Sab 10-21, Dom 12-21 hs, entrada 3 pesos, estudiantes y jubilados 1,50 pesos; Warhol: entrada 9 pesos, estudiantes y jubilados 5 pesos, chicos menores de 12 años 3 pesos): 45 años “Diseño Shakespear”. 2.6.-26.6. / Carlos Wetzler, fotos. 2.6.-26.6. / Daniela Jozami, “Bolero”, pinturas. 2.6.-26.6. / Andy Warhol, obra gráfica, documentos, películas. 7.6.-2.10. / “Premios Trabucco 2005″, pintura y dibujo. 10.6.-3.7.
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“Es gibt keine perfekte Welt” (2002)

Eine Anthologie der Künstlerin Ana Eckell im Centro Cultural Recoleta

Von Susanne Franz

Werk von Ana Eckell

Ana Eckell ist viel gereist und hat in der ganzen Welt ihre Werke ausgestellt. Sie hat Argentinien auf der Biennale von Paris 1984 vertreten und 1985 in Sao Paulo, und sie zeigt Teile der „Wände”, die sie bei diesen renommierten internationalen Kunst-Treffen präsentierte, nun im Rahmen der anthologischen Ausstellung „La voz del agua” im Centro Cultural Recoleta; dazu Gemälde mit vorgebauten Schachteln, die bei der Biennale ARCHE in Buenos Aires 1983 zu sehen waren, ihre „blaue Periode” von 1987/88, ihre Produktion der 90er Jahre, bekannt von einer bedeutenden Ausstellung im „Museo Nacional de Buenos Artes”, bis hin zu sehr zurückgenommenen Bildern von 2000 und 2001, in denen die Künstlerin, in deren Werk das Übereinanderschichten von verschiedenen Perspektiven und Ebenen eine Hauptrolle spielt, wie durch einen Nebel Konturen und Szenen erahnen lässt.

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Begegnung mit einer Pop Art-Legende

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Andy Warhol im Centro Cultural Borges

Von Susanne Franz

Provokativ und hintergründig hat Andy Warhol die Existenz der Kunst und des Künstlers immer wieder auf den Prüfstein gestellt. Indem er mit dem Talent eines genialen Werbestrategen die Methoden der Massenmedien anwendete und maximierte, ironisierte er sie. Persönlich wusste er sich als Ikone der Pop Art gekonnt zu vermarkten, und so verwandelte er sich schon zu Lebzeiten in eine Legende – ein wandelndes Extrem zwischen seinem Oberklassen-Snobismus und seinen Vorlieben für die Abgründe der Gesellschaft. Das Publikum liebte ihn, weil er Glamourstars wie Marilyn Monroe oder Jackie Kennedy noch glanzvoller als im “wirklichen Leben” darstellte, und weil er die kleinen Dinge des Lebens in den Stand der Kunst erhob. Das berühmteste Beispiel sind seine Serien mit den Campbell’s-Dosensuppen (1968/69).

Die Andy Warhol-Ausstellung im Centro Cultural Borges macht dem argentinischen Publikum erstmals über 100 Graphiken und Dokumente des Künstlers zugänglich.

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Encuentro con una leyenda del Pop Art

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Andy Warhol en el Centro Cultural Borges

Por Susanne Franz

Con su obra y su existencia, Andy Warhol hizo evidente cuestiones centrales sobre el significado del arte y la personalidad del “artista”. De manera provocadora y sutil, y con el talento de un estratega genial del marketing, usó los métodos de los medios masivos, maximizándolos, para así ironizar sobre ellos. Supo venderse de manera insuperable como ícono del Pop Art, y se transformó ya en vida en una leyenda, un extremo viviente entre su esnobismo y sus gustos oscuros por los abismos de la sociedad. El público lo amaba, porque glorificó aun más las figuras del glamour como Marilyn Monroe o Jackie Kennedy, dándoles más belleza incluso que en la “vida real”. Y porque transformó en arte las pequeñas cosas de la vida cotidiana. Ejemplo célebre de esto son sus series con las sopas en lata Campbell’s (1968/69).

La muestra de Andy Warhol en el Centro Cultural Borges acerca por primera vez al público argentino más de 100 gráficas y documentos del artista.

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Kalender / Agenda

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Ausstellungs-Kalender 18.6.05-25.6.05

Ausstellungszentren

  • Centro Cultural Borges, Viamonte/San Martín (Mo-Sa 10-21, So 12-21 Uhr, Eintritt 3 Pesos, Studenten und Rentner 1,50 Pesos; Warhol: Eintritt 9 Pesos, Studenten und Rentner 5 Pesos, Kinder unter 12 Jahren 3 Pesos): Pedro Roth, Fotos. 1.6.-19.6. / 45 Jahre „Diseño Shakespear“. 2.6.-26.6. / Carlos Wetzler, Fotos. 2.6.-26.6. / Daniela Jozami, „Bolero“ Gemälde. 2.6.-26.6. / Andy Warhol, graphisches Werk, Dokumente und Filme. 7.6.-2.10. / „Premios Trabucco 2005“, Sparten Gemälde und Zeichnung. 10.6.-3.7.
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Agenda de la semana 18/6/05-25/6/05

Centros de exposiciones

  • Centro Cultural Borges, Viamonte/San Martín (Lun-Sab 10-21, Dom 12-21 hs, entrada 3 pesos, estudiantes y jubilados 1,50 pesos; Warhol: entrada 9 pesos, estudiantes y jubilados 5 pesos, chicos menores de 12 años 3 pesos): Pedro Roth, fotos. 1.6.-22.6. / 45 años “Diseño Shakespear”. 2.6.-26.6. / Carlos Wetzler, fotos. 2.6.-26.6. / Daniela Jozami, “Bolero”, pinturas. 2.6.-26.6. / Andy Warhol, obra gráfica, documentos, películas. 7.6.-2.10. / “Premios Trabucco 2005″, categorías pintura y dibujo. 10.6.-3.7.
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Alptraumhaft poetisch (1997)

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Armando Sapias kleine große Zeichnungen

Von Susanne Franz


“Sueños de grandeza”.

Armando Sapias 1997-er Jahrgang ist starker Tobak. Aber er ist besser denn je, seine Tuschzeichnungen scheinen wie schwerelos und ohne Mühe aus Traumbildern entstanden, und seine Anlehnung an das Comic-Genre tut seiner Ernsthaftigkeit als großer Künstler keinen Abbruch – noch nimmt sie auch nur ein bisschen von dem Schrecken, den diese “kleinen” Zeichnungen zum Ausdruck bringen.

Armando Sapia ist zu dem Format zurückgekehrt, das seine Werke am intensivsten zur Geltung bringt: der relativ kleinformatigen Zeichnung.


“Un domingo en la montaña”.

Noch im letzten Jahr zeigte er in der Galerie Atica auch große Bilder, in denen sein durch impulsive Striche charakterisierter Stil sich ein wenig verlor.

Jetzt beweist Sapia wieder in alter Frische: weniger ist mehr. Blatt für Blatt bietet er dem Zuschauer dichte, alptraumhafte Szenarien von trauriger Poesie. Brennende Häuser, Berge von großen oder kleinen Toten, Menschenmassen, die mit Vorliebe auf sinnlos sich windenden Wegen dahineilen, Stacheldrahtzäune, tote Bäume, inszenierte Autounfälle.

Sapias Bilder sind überbevölkert wie die Erde, bewohnt von monsterähnlichen Roboterwesen, die eifrigst an der Zerstörung ihrer Umwelt arbeiten, nicht hilflose Opfer sind. “Wir sind ganz kurz vor dem Ende angelangt”, mahnen diese apokalyptischen Zeichnungen.

Der Artikel erschien am 4.10.1997 im “Argentinischen Tageblatt”.

Die Zeichnungen stammen von der Homepage Armando Sapias.

Pesadilla poética (1997)

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Los grandes dibujos chicos de Armando Sapia

Por Susanne Franz


“Sueños de grandeza”.

La obra de Armando Sapia del año 1997 golpea fuerte. Pero al mismo tiempo es mejor que nunca. Sus tintas flotan sin gravedad, sin esfuerzo alguno, parecen haber nacido de imágenes soñadas. No desvaloriza su seriedad como gran artista la orientación más fuerte hacia el género del comic —y tampoco se alivia en lo más mínimo el horror que transmiten estos “pequeños” dibujos.

Armando Sapia vuelve con el formato que mejor transmite la intensidad de sus obras: el dibujo relativamente chico.


“Un domingo en la montaña”.

El año pasado mostró —también en la galería Atica— obras más grandes, donde se perdió un poco su estilo caracterizado por trazos instintivos.

Ahora, Sapia da la prueba, con toda frescura, de que menos es más. Hoja por hoja, ofrece al espectador escenas densas, pesadillescas, llenas de triste poesía. Casas en llamas, montañas de muertos, masas de personas que corren sin sentido por calles serpenteantes, tramos de alambre de púa, arboles muertos, choques de autos.

Los dibujos de Sapia son sobrepoblados como la Tierra. Abundan en ellos seres robóticos monstruosos, que trabajan con toda energía en la destrucción del medio ambiente. No son víctimas desamparadas. “Estamos a pocos pasos del fin”, advierten estas obras apocalípticas.

Artículo publicado en el “Argentinisches Tageblatt” del 4/10/1997.

Los dibujos provienen del sitio de Armando Sapia.

Schönheit in der Verzweiflung (2002)

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Leonel Lunas moderne Klassiker

Von Susanne Franz


Bernis „Manifestación”, ins Heute transportiert.

Leonel Lunas digitale Gemälde sind großformatige Foto-Montagen mit zum Teil übermalten Passagen, die sich in der Komposition bis auf zwei Ausnahmen auf Vorbilder aus der argentinischen Kunstgeschichte berufen. Vor allem Antonio Bernis Werk hat es Luna angetan: So inszeniert er vier seiner in der Galerie Luisa Pedrouzo gezeigten Werke in der Tradition der Bemi-Figur Juanito Laguna, indem er als Modell die Galeristin Fernanda Laguna auf einer gigantischen Müllhalde posieren lässt, im Hintergrund einmal die desolate „Skyline” von Buenos Aires, ein anderes Mal ein tristes Vorstadtbild; oder ein tiefroter Himmel, der die Szenerie auf einen anderen Planeten zu verlegen scheint. Dass Humanität und Schönheit in der verzweifeltsten Situation existieren, möchte der Künstler mit diesen sozialkritischen Werken ausdrücken.

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