Kunst-Notizen

Das Verbindungsnetz „Trama“

Eine Woche lang findet im Goethe-Institut Buenos Aires ab Samstag, 29.10., bis einschließlich Sonntag, 5.11., das Internationale Kolloquium „Trama“ statt, bei dem verschiedene Formen künstlerischer (Eigen-)Initiativen und Verbindungen interkultureller Kooperation in Lateinamerika vorgestellt werden. „Trama“ wurde ursprünglich von einer Gruppe argentinischer Künstler ins Leben gerufen, die mittlerweile ein weltweites Netz aufgebaut haben. An dem jetzt stattfindenden Treffen nehmen 70 argentinische Künstler und Kulturmittler sowie 22 geladene Gäste aus den lateinamerikanischen Nachbarländern teil. Der Eintritt ist jeweils frei. Programm unter www.proyectotrama.org oder www.goethe.de/buenosaires.

Kunst als Instrument der Erinnerung

Vom 1. bis 4.11.wird in Buenos Aires – erstmals in spanischer Sprache – das Internationale Kolloquium „El arte: representación de la memoria del terror“ abgehalten. Künstler und Theoretiker wollen hier einen Diskussionsraum schaffen, in dem Strategien von Kunst und Literatur hinterfragt werden, die sich bemühen, „das Unaussprechliche auszusprechen“, mit dem Ziel, ein kollektives Erinnerungsarchiv nationaler Katastrophen zu schaffen. Idee und Koordination des Projekts stammen von Eugenia Bekeris. Teilnehmer sind u.v.a. der deutsche Künstler Horst Hoheisel und die argentinischen Künstlerinnen Claudia Contreras und Marga Steinwasser. Austragungsorte sind die Nationalbibliothek und das Centro Cultural San Martín. Der Eintritt ist frei. Infos unter www.memoriadelterror.com.ar.

Chilenischer Blick auf argentinische Kunst

Am Mittwoch, 2.11., um 18.30 Uhr, hält der chilenische Kunstkritiker und Kurator Justo Pastor Mellado im Rahmen des Projekts „Intercampos“ im „Espacio Fundación Telefónica“, Arenales 1540, den Vortrag „La poderosa expansión de obras de baja visibilidad: una lectura chilena de una (cierta) escena argentina“. Die Koordination liegt bei Patricia Hakim. Der Eintritt ist frei.- Infos unter www.fundacion.telefonica.com.ar.

Kalender / Agenda

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Ausstellungs-Kalender 29.10.05-05.11.05

Ausstellungszentren

  • Centro Cultural Recoleta, Junín 1930 (Di-Fr 14-21, Sa, So und feiertags 10-21 Uhr, Eintritt 1 Peso): Dani Yako, „Fotografías 1980-2005“ (Saal C). 30.9.-30.10. / „Planeta Fútbol“, Fotos. Organisiert von Goethe-Institut und Magnum Photos, mit Werken u.a. von Cartier-Bresson, Abbas, Parr, List (Saal 12). 6.10.-30.10. / Mario Pucciarelli, „Muestra antológica 1957-1966. Kuratorin: Patricia Rizzo (Säle 4 und 5). 14.10.-6.11. / Leonel Alexander Marchesi, „Divina Excéntrica“ (Saal 7). 14.10.-6.11. / „En la palma de la mano“, Künstler der 80-er Jahre, Werke von Eduardo Médici, Matilde Marín, Remo Bianchedi, Roberto Elía, Ana Eckell, Fernando Fazzolari (Saal 10). 14.10.-13.11. / Jacques Bedel, „Ficciones“, Skulpturen, Zeichnungen, Gemälde, Graphiken, Bücher, Objekte und Architekturmodelle. Kuratorin: Corinne Sacca-Abadi (Cronopios-Saal). 25.10.-8.12. / Selby Hickey, „Dípticos“ (Prometheus-Saal). 25.10.-27.11. / Maggie de Koenigsberg, Gemälde (Saal 12). Eröffnung: 3.11., 19 Uhr. Bis 27.11. / Lucas Varela, „Estupefacto“ (Espacio Historieta). Eröffnung: 3.11., 19 Uhr. Bis 27.11.
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Fundación Klemm mal zwei

Macció und Travnik

Von Susanne Franz


Rómulo Macció, Lista sábana, 2005, Öl auf Leinwand, 200 x 200 cm

Bis 28. Oktober kann man in der Fundación Federico Jorge Klemm noch zwei besonders schöne Ausstellungen bewundern: Einmal im Hauptsaal riesige, wilde Gemälde des Altmeisters Rómulo Macció aus dem Jahr 2005; und im früher “Espacio Cinco” genannten Vorraum eine Fotografieausstellung des renommierten Künstlers und Kurators Juan Travnik.

Während Macció wie immer direkt die Emotionen anspricht und den Besucher im wahrsten Sinne des Wortes “überwältigt” – und das, obwohl er für seine Begriffe Farben und Flächen hier sparsam einsetzt -, sind die Fotos Travniks ruhige und entspannende Landschaften, die neben dem offensichtlichen Abbild auch ein inneres Panorama darzustellen scheinen. Selbst die durchlöcherte Front der HSBC-Bank, an der enttäuschte Sparer nach der Wirtschaftskrise ihre Wut ausließen, bleibt bei Travnik elegantes Understatement.

(Rómulo Macció, „Retratos de la pintura“ / Juan Travnik, Fotos. Fundación Federico Jorge Klemm/Academia Nacional de Bellas Artes, Marcelo T. de Alvear 626. Mo-Fr 11-20 Uhr. Bis 28.10.)


Juan Travnik, Claromecó, 2004, 120 x 60 cm, 1. Preis Fundación Federico Jorge Klemm 2004


Juan Travnik, HSBC Buenos Aires, 2005, 120 x 60 cm

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Ausstellungs-Kalender 22.10.05-29.10.05

Ausstellungszentren

  • Centro Cultural Recoleta, Junín 1930 (Di-Fr 14-21, Sa, So und feiertags 10-21 Uhr, Eintritt 1 Peso): Dani Yako, „Fotografías 1980-2005“ (Saal C). 30.9.-30.10. / „Planeta Fútbol“, Fotos. Organisiert von Goethe-Institut und Magnum Photos, mit Werken u.a. von Cartier-Bresson, Abbas, Parr, List (Saal 12). 6.10.-30.10. / Mario Pucciarelli, „Muestra antológica 1957-1966. Kuratorin: Patricia Rizzo (Säle 4 und 5). 14.10.-6.11. / Leonel Alexander Marchesi, „Divina Excéntrica“ (Saal 7). 14.10.-6.11. / „En la palma de la mano“, Künstler der 80-er Jahre, Werke von Eduardo Médici, Matilde Marín, Remo Bianchedi, Roberto Elía, Ana Eckell, Fernando Fazzolari (Saal 10). 14.10.-13.11.
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Leuchtende Holzschnitt-Gemälde

Exzellente Retrospektive von Eduardo Iglesias Brickles im Museo Sívori

Von Susanne Franz
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Im gegenüber dem Rosengarten im Palermo-Park gelegenen Museo Eduardo Sívori zeigt der Ausnahmekünstler Eduardo Iglesias Brickles eine Auswahl seiner „Holzschnitt-Gemälde“ aus verschiedenen Phasen seiner kreativen Laufbahn. Der 1944 in der Provinz Corrientes geborene Künstler hat begleitend zu der hervorragend montierten Ausstellung auch ein zweisprachiges Buch veröffentlicht (Spanisch-Englisch), das man dort erwerben kann, in dem sein Leben und Werk mit reichem Bildmaterial, Artikeln von Kritikern wie Fabián Lebenglik oder Miguel Briante und einer interessanten Biographie illustriert wird.

Der Herausgeber Alberto Petrina schreibt dort über Iglesias Brickles, den er als einen der bedeutendsten zeitgenössischen argentinischen Künstler bezeichnet: „Ein herausragender Graphiker und nicht minder herausragender Maler, erreicht seine künstlerische Meisterschaft in beiden Disziplinen die höchste Ausdruckskraft in seinen Holzschnitt-Gemälden. Auf diesen leuchtenden Holz-Oberflächen ergeben die Strenge der Zeichnung, die Kraft der Farbe und die Schärfe des Schnitts eine neuartige Form und gehen eine synthetische, machtvolle Verbindung ein.“­ Bis zum 31. Oktober kann man die sehr empfehlenwerte Ausstellung noch besuchen.
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(Eduardo Iglesias Brickles, „Acerca de las teorías conspirativas“, Holzschnitt-Gemälde. Museo Eduardo Sívori, Av. Infanta Isabel 555. Di-Fr 12-18, Sa und So 10-18 Uhr. Bis 30.10.­)

Erschienen im “Argentinischen Tageblatt” am 15.10.05.

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Ausstellungs-Kalender 15.10.05-22.10.05

Ausstellungszentren­

  • Centro Cultural Recoleta, Junín 1930 (Di-Fr 14-21, Sa, So und feiertags 10-21 Uhr, Eintritt 1 Peso): Inés White, „Desplazamientos“, Fotos (Saal 15). 22.9.-16.10. / Dani Yako, „Fotografías 1980-2005“ (Saal C). 30.9.-30.10. / Ricardo Longhini, „Democracia Argentina, fracaso de la memoria humana“ (Saal J). Seit 30.9. / „Planeta Fútbol“, Fotos. Organisiert von Goethe-Institut und Magnum Photos, mit Werken u.a. von Cartier-Bresson, Abbas, Parr, List (Saal 12). 6.10.-30.10. / Mario Pucciarelli, „Muestra antológica 1957-1966. Kuratorin: Patricia Rizzo (Säle 4 und 5). 14.10.-6.11. / Leonel Alexander Marchesi, „Divina Excéntrica“ (Saal 7). 14.10.-6.11. / „En la palma de la mano“, Künstler der 80-er Jahre, Werke von Eduardo Médici, Matilde Marín, Remo Bianchedi, Roberto Elía, Ana Eckell, Fernando Fazzolari (Saal 10). 14.10.-13.11.­
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Schweigende Macht der Farben

Alfredo Planks erste Ausstellung seit fünf Jahren in Buenos Aires

Von Susanne Franz

Auf dem nackten Körper einer Frau steht in roten Buchstaben ein Gedicht von Friedrich Hölderlin: „Ein Zeichen sind wir, / deutungslos, schmerzlos sind wir / und haben fast die Sprache in der Fremde verloren.“ Das Gemälde „La mujer ilustrada“ (Die beschriftete, oder auch, im Doppelsinn: Die gebildete Frau) des Künstlers Alfredo Plank, 1937 in Buenos Aires als Sohn deutscher Eltern geboren und im Herzen waschechter Münchner, ist eines seiner jüngsten Werke, die er in seiner ersten Ausstellung seit fünf Jahren in Buenos Aires in der Galerie Agalma zeigen wird. Agalma hatte Plank dieses Jahr im Mai auch auf der wichtigsten Messe zeitgenössischer Kunst in Argentinien, arteBA, in ihrer Künstlerpalette. Am 12. Oktober eröffnet sie nun seine bedeutende Einzelausstellung, die Plank „Amor-Arte-Pasión“ (Liebe-Kunst-Leidenschaft) genannt hat. Ein Titel, unter dem man eigentlich sein ganzes Künstlerleben zusammenfassen kann, in beliebiger Reihenfolge.­

Die Liebe spielt natürlich die Hauptrolle.

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Ausstellungs-Kalender 08.10.05-15.10.05

Ausstellungszentren

  • Centro Cultural Recoleta, Junín 1930 (Di-Fr 14-21, Sa, So und feiertags 10-21 Uhr, Eintritt 1 Peso): Inés White, „Desplazamientos“, Fotos (Saal 15). 22.9.-16.10. / Dani Yako, „Fotografías 1980-2005“ (Saal C). 30.9.-30.10. / Ricardo Longhini, „Democracia Argentina, fracaso de la memoria humana“ (Saal J). Seit 30.9. / „Planeta Fútbol“, Fotos. Organisiert von Goethe-Institut und Magnum Photos, mit Werken u.a. von Cartier-Bresson, Abbas, Parr, List (Saal 12). 6.10.-30.10. / „En la palma de la mano“, Künstler der 80-er Jahre, Werke von Eduardo Médici, Matilde Marín, Remo Bianchedi, Roberto Elía, Ana Eckell, Fernando Fazzolari (Saal 10). Eröffnung: 14.10., 19 Uhr. Bis 13.11.­
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Agenda / Kalender

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Agenda de Arte 08/10/05-15/10/05

Centros de exposiciones

  • Centro Cultural Recoleta, Junín 1930 (Mar-Vie 14-21, Sab, Dom y feriados 10-21 hs, entrada 1 peso): Inés White, “Desplazamientos”, fotos (Sala 15). 22.9.-16.10. / Dani Yako, “Fotografías 1980-2005″ (Sala C). 30.9.-30.10. / Ricardo Longhini, “Democracia Argentina, fracaso de la memoria humana” (Sala J). Desde 30.9. / “Planeta Fútbol”, fotos. Muestra organizada por el Goethe-Institut y Magnum Photos, con obras de (entre otros) Cartier-Bresson, Abbas, Parr, List (Sala 12). 6.10.-30.10. / “En la palma de la mano”, artistas de los años 80, obras de Eduardo Médici, Matilde Marín, Remo Bianchedi, Roberto Elía, Ana Eckell, Fernando Fazzolari (Sala 10). Inauguración: 14.10., 19 hs. Hasta 13.11.­
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La religión y el arte

La muestra de Omar Panosetti y Diego Perrotta en Bahía Blanca

Por Susanne Franz

Arte y religión no son tan diferentes entre sí. Ambas tratan de ir más allá de lo experimentable y lo experimentado. Ambas son el camino, nunca el fin. En el caso imposible de encontrar lo deseado, no habría más necesidad de ellas.

No hay una buena razón para creer en el arte. Hay que tener fe. Hay que tener fe para crear. Omar Panosetti y Diego Perrotta son artistas que tienen fe en el mundo y en la vida. No son “artistas religiosos”, pero su arte está atravesada por las preguntas existenciales del ser humano, y por las distintas expresiones de la religión en la sociedad.

En su instalación “Cayetano”, Omar Panosetti imprime sobre remeras imágenes de San Cayetano, al que muchos argentinos piden trabajo en su día, el 7 de agosto. Se forman largas filas ante su altar en el barrio de Liniers, donde los peticionantes dejan estampitas de santos y otros regalos. Con mucho cariño, Panosetti ironiza sobre mitos y leyendas de un pueblo que conserva la devoción en medio de su situación desolada. Conviven con las imágenes del Santo referencias a un Monumento al Trabajador en la tradición de la arquitectura monumental socialista, motivos eróticos y anécdotas urbanas. Fe y superstición se combinan en estas remeras, símbolos del “merchandising pop”, una ironía que crea distancia, mientras conmueve la descripción de la situación de quienes no tienen lo más necesario para vivir en dignidad.

La vida y la muerte, lo femenino y lo masculino, lo sagrado y lo profano conviven en la obra de Diego Perrotta. El artista crea un campo de tensión entre los extremos, y lo subraya con sus materiales y motivos, los fuertes colores, los volcanes en erupción, las máscaras amenazadoras. Perrotta muestra varias series de pinturas, empezando con la gran obra “Revés” de 2002, con fuerte expresividad barroca. Alrededor del cuadro hay diecisiete cruces con diversos mensajes que permiten un juego interactivo, porque el espectador, o mejor, “lector” de la obra está invitado a formar mensajes.

“Revés” abre la puerta a la “Serie del Diablo”. Estas composiciones geométricas y lúdicas, pomposas y “naif” a la vez, evocan el arte de los monjes medievales. No es casual que a Perrotta le importen las mismas preguntas éticas y metafísicas. ¿Qué es el mal? ¿Qué es la tentación? Sólo que en la obra de Perrotta no es Dios, sino el Diablo, el protagonista. Así, las preguntas, dudas y planteos antiguos se transforman en preguntas, dudas y planteos de hoy.

Por último, Perrotta muestra la serie “Ciudad del Milagro”, una vuelta a lo monocromático tras tanto despliegue de color. Son edificios abstractos que simbolizan instituciones como la escuela, la iglesia o las fábricas, amenazadas por monstruos silenciosos que las atraviesan y las penetran con sus tentáculos diabólicos. El mundo construido por el hombre no lo protege contra el mal, venga de afuera o de adentro.

No hay una buena razón para creer en el arte. No obstante, Omar Panosetti y Diego Perrotta creen —y crean. Con sus obras nos hacen la vida mucho más respirable. Como Dios manda.

(Prólogo para el catálogo de la muestra “La religión y el arte” de Diego Perrotta y Omar Panosetti en el Museo de Arte Contemporáneo de Bahía Blanca (MAC), Sarmiento 450, Bahía Blanca. Mar-Dom 14-20 hs. Hasta 23.10.)

Tänze in Eisen

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Bastón Díaz’ Skulpturenausstellung „Modelo para des-armar“

Von Susanne Franz

Deskonstruktion und Konstruktion, Dynamik und Stillstand, verspielter Tanz und monumentale Wucht – die Skulpturen des Bildhauers Bastón Díaz bewegen sich mit graziöser Selbstverständlichkeit zwischen den Extremen, ja, vereinen sie jeweils in ein und demselben Werk miteinander. Wie ein Spielzeug, wie ein hingehauchter Entwurf wirkt etwa ein drei Meter hohes Werk aus massiven, riesigen Eisen-Schnitzen, die mit Scharnieren und großen Schrauben verbunden sind. Als ob jeden Moment ein Riesenwesen käme, an ihnen zu drehen, sie im Raum zu bewegen, ihnen eine andere Form, eine andere Bedeutung zu geben. In sich geschlossen, doch geladen mit der Spannung einer potenziellen Veränderung, vermitteln die Werke Bastón Díaz’ eine erwartungsvolle Ruhe.

Seine „Serie del Delta“ begann mit Konstruktionen aus hölzernen Bestandteilen, die an Strandgut erinnern, das an die Ufer des Río de la Plata angeschwemmt wird – „Strandgut von den Schiffen, auf denen wir alle in Argentinien angekommen sind“, sagt Bastón Díaz. In seiner empfehlenswerten Ausstellung, die noch bis zum 8. Oktober geöffnet ist, zeigt er neben den monumentalen Skulpturen auch diese ersten Werke.

Alberto Bastón Díaz, „Modelo para des-armar“. Daniel Maman Fine Art, Av. del Libertador 2475. Mo-Fr 11-20, Sa 11-15 Uhr. Bis 8.10.

Der Artikel erschien am 1.10.05 im “Argentinischen Tageblatt”.