Kalender / Agenda

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Ausstellungs-Kalender 29.09.07-06.10.07

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Am heutigen Samstag und morgen, Sonntag, 30.9., wird die Installation “Moebius Display” des argentinischen Künstlers Martín Bonadeo im Espacio Living des Centro Cultural Recoleta im Rahmen des Festivals onedotzero gezeigt.

Ausstellungszentren

  • MALBA (Museo de Arte Latinoamericano de Buenos Aires), Av. Figueroa Alcorta 3415 (Do-Mo und feiertags 12-20 Uhr, Di geschlossen, Mi bis 21 Uhr, Eintritt frei. An anderen Tagen: Eintritt 12 Pesos, Lehrer und über 65-Jährige 6 Pesos, Studenten, Kinder unter 12 Jahren und Behinderte gratis): Douglas Gordon, „Timeline | Línea de tiempo“, Videoinstallationen. Kurator: Klaus Biesenbach. Führungen: Mi, Do und Fr 17, Sa und So 18 Uhr. 30.8.-5.11. / Joaquín Torres-García, „Aladdin. Juguetes transformables“. Kuratoren: Jimena Perera und Alejandro Díaz. 30.8.-5.11. / Marta Minujín, „Los meses del año“ (Terrasse). 7.12.-September 2007. / Sergio Avello, „Volumen“ (Explanade). 7.12.-September 2007. / „Intervención 5“: Cecilia Szalkowicz, „Todo es posible“. 28.6.-Mai 2008.
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Agenda / Kalender

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Agenda de Muestras 29/09/07-06/10/07

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Hoy sábado y el domingo 29 se presenta la instalación “Moebius Display” del artista argentino Martín Bonadeo en el Espacio Living del Centro Cultural Recoleta dentro del Festival onedotzero.

Centros de exposiciones

  • MALBA (Museo de Arte Latinoamericano de Buenos Aires), Av. Figueroa Alcorta 3415 (Jue-Lun y feriados 12-20 hs, martes cerrado, Miércoles hasta 21 hs, entrada libre. Los otros días: entrada 12 pesos, docentes y mayores de 65 años 6 pesos, estudiantes, menores de 12 años y discapacitados gratis): Douglas Gordon, “Timeline | Línea de tiempo”, videoinstalaciones. Curador: Klaus Biesenbach. Visitas guiadas: Miércoles, jueves y viernes a las 17 hs. Sábados y domingos a las 18 hs. 30.08.-05.11. / Joaquín Torres-García, “Aladdin. Juguetes transformables”. Curadores: Jimena Perera y Alejandro Díaz. 30.08.-05.11. / Marta Minujín, “Los meses del año” (Terraza). 8.12.-septiembre de 2007. / Sergio Avello, “Volumen” (Explanada). 8.12.-septiembre de 2007. / “Intervención 5”: Cecilia Szalkowicz, “Todo es posible”. 28.06.-mayo de 2008.
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Drei Festival-Wochen – Ein Resümee

Das VI. Internationale Theaterfestival von Buenos Aires war rundum gelungen

Von Christina Liebl

Drei Wochen voll Kunst, Musik, Theater und Tanz gingen am Sonntag zu Ende. Vom 4. bis zum 23. September hatte das VI. Internationale Festival von Buenos Aires mit hochrangigen internationalen Künstlern aufgewartet, das Beste an nationalem Schauspiel und Kunst präsentiert, Autorenlesungen veranstaltet und nebenher mit Karaoke- und Kostümpartys oder Milongas und Filmvorführungen für Unterhaltung rund um die Uhr gesorgt. Dieses Jahr war auch ein Treffpunkt und eine Videothek im Centro de Exposiciones eingerichtet worden. Das Festival stand jedem offen und bot neben den recht teuren internationalen Stücken auch eine Vielzahl an kostenlosen, argentinischen Beiträgen.

Insgesamt fanden 155 Vorstellungen statt, die von mehr als 100.000 Besuchern gesehen wurden. Großen Anklang fanden vor allem die internationalen Ensembles, welche beinahe ein Drittel der Zuschauer für sich beanspruchen konnten und die mit wenigen Ausnahmen auch viel Beifall fanden. Elf Länder zeigten Stücke in den Theatersälen der Stadt. Für das Gelingen der elf internationalen Beiträge sorgten 226 Künstler, während 294 Schauspieler, Tänzer und Musiker Argentinien repräsentierten. Abgesehen von ein paar Pannen, beispielsweise der Ausfall der Auftaktveranstaltung, die aufgrund von technischen Schwierigkeiten verschoben werden musste, oder Stromausfall im Theater Sarmiento, verlief das Festival dank eines 169-köpfigen Teams ohne Störungen.

Zum Ausklang fand am vergangenen Sonntag dann im Centro de Exposiciones die Abschluss-Party statt. Mit maskierten Künstlern und Tänzern auf der Bühne wurde für Stimmung gesorgt und im Publikum ließen sich auch Mitglieder der internationalen Theatergruppen sehen. Zu elektronischer Musik wurde getanzt und in gelöster Atmosphäre das insgesamt sehr gelungene Festival gefeiert.

Erschienen im “Argentinischen Tageblatt” vom 29.09.07.

Bollywood im Wartesaal

Der deutsche Beitrag „Big in Bombay“ beschließt VI. Internationales Theaterfestival von Buenos Aires

Von Christina Liebl

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Sturm im Glashaus – Konsum und Angst werden in „Big in Bombay“ thematisiert.

Ein Wartesaal. Menschen, die nichts zu tun haben, die sich unterhalten oder schweigen, sitzen in einem gläsernen Raum und warten. Von diesem Ausgangspunkt aus entstehen jedoch Bewegungen: Tänzer, Sänger und Musiker bilden Einzelgruppen, so dass man kaum noch weiß, wohin man blicken soll oder welcher Szene man Aufmerksamkeit schenken soll. Erst wenn die typisch schrille, indische Popmusik ertönt, das Ensemble in eine synchrone Choreographie übergeht und im Stil von Bollywoodfilmen mit Hand-, Kopf- und Augenbewegungen das Publikum zu hypnotisieren und verführen scheint, kehrt Harmonie ein.

Doch diese Gruppentänze dauern nur kurz und schon zerbricht wieder alles, um Themen wie Terror, Naturkatastrophen, Paranoia tänzerisch und schauspielerisch in den Raum zu stellen.
Passend zum Aufführungsland beispielsweise fügt das Ensemble Dorky Park unter der Leitung der in Berlin lebenden Argentinierin Constanza Macras einen auf Deutsch vorgetragenen Wortschwall über Politik und Geschichte Argentiniens, Peronismus und Menem ein, der sich in den stampfenden Schritten der Tänzer verliert und dessen Ende ungehört bleibt. Im Wartesaal erzählt kurz darauf ein Mitglied des Ensembles auf Englisch, wie organisiert Disneyworld doch sei und dass bei einer Naturkatastrophe der unterirdische Arbeitertrupp als einzige überleben würden. An späterer Stelle wird dieses Thema wieder aufgenommen, als die Darsteller einer nach dem anderen zusammenbricht und von einem einzigen Tänzer zu einem Menschenhaufen aufgestapelt werden. So endet der erste Teil mit Assoziationen über eine Katastrophe. Und auch am Ende kämpfen die Darsteller in dem Glasraum gegen einen Sturm an.
Filmausschnitte unterbrechen immer wieder und zeigen, wie die Gruppe in Disneyland unterwegs ist, dann mit Mickey-Mouse-Masken in Indien über die Straße schlendert oder eine junge Frau über ihre Todesängste beim Reisen spricht.

In „Big in Bombay“ verwandeln sich die Tänzer zu immer neuen Charakteren, schlüpfen in neue Masken, um sich mit einem Schlag wieder alle zu den fröhlichen Klängen indischer Popmusik zu gruppieren. In rascher Folge werden neue Szenen angedeutet und Assoziationen angeboten. Die Darsteller bewegen sich in einer Welt aus Müll, Konsum und gleichzeitiger Angst, in der am Ende jeder alleine bleibt, aber alles schon mal erlebt hat: „Wir kennen uns doch?“

Erschienen im “Argentinischen Tageblatt” vom 29.09.07.

Schwerelos unter dem Lotushimmel

Das Butoh-Tanzwerk “Kagemi” war eines der Höhepunkte des VI. Internationalen Theaterfestivals von Buenos Aires

Von Susanne Franz

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Tranceähnlicher Theatergenuss: „Kagemi“ aus Japan.

Es sind die Bilder, die sprechen: Große weiße Lotusblüten stehen auf der Bühne. Am Boden zur Linken ist ein Kreis aus schwarzem Sand, daneben befindet sich ein weißes Quadrat. Ein Tänzer – der Choreograph und Leiter der Butoh-Tanzgruppe Sankai Juku, Ushio Amagatsu – betritt den Kreis und beginnt, die an magische Rituale gemahnenden, langsamen Bewegungen des Butoh-Tanzes zu vollführen, die alle Muskeln des menschlichen Körpers in einem einzigen metaphysischen Fluss miteinander in Einklang zu bringen scheinen. Der Tänzer betritt das Quadrat und hinterlässt als Spur die schwarzen Abdrücke seiner Schritte. Die Lotusblüten schweben nach oben und bilden bis zum Schluss des in mehrere Bilder aufgeteilten Tanzstücks einen Himmel über der Bühne. Sechs weitere Tänzer treten auf und die sieben tanzen nun die unterschiedlichen Szenen alle gemeinsam, einzeln oder in kleineren Gruppen. Mit kahlrasiertem Kopf, weiß geschminkten Gesichtern und Armen und langen weißen Gewändern sind sie geschlechtslos, zeitlos – und schwerelos, obwohl sie mit keinerlei “Tricks” oder Illusionismus arbeiten. Ihre tänzerische Perfektion und die spirituelle Dichte ihrer Körper erwecken den Eindruck, als ob sie sich wie von einer Schnur gezogen fortbewegten oder sich von einem Ort der Bühne an den anderen zauberten. Sie erscheinen einmal zerbrechlich, dann wieder wie riesige muskelbepackte Monstren. Sie wirken klein – und plötzlich “wachsen” sie in die Höhe und scheinen über dem Boden zu schweben.

Abgesehen von den lautlosen, langsamen Bewegungen der Körper, die den Zuschauer in eine Art Trance versetzen, sind die Bewegungen der Arme und Hände von zentraler Bedeutung. “Die rechte Hand fragt, die linke antwortet”, schreibt Ushio Amagatsu im Programmheft. Der Körper kann mit einer Geste, der Bewegung der Muskeln, zugleich das kleinste und das größte Geheimnis des Universums ausdrücken. Bei aller Perfektion dieser außerordentlichen Butoh-Tanzgruppe bringt doch jeder einzelne Integrant seine Individualität und Authentizität zum Ausdruck: Jeder bewegt die Hände anders, hat andere Fragen, andere Antworten.

Die einzelnen Bilder des Tanzstücks “Kagemi” setzen sich mit universellen und konkreten Fragen des menschlichen Strebens nach der Einheit von Körper und Geist auseinander. Unterstützt von der hervorragenden Beleuchtung (Satoru Suzuki) und der das Stück perfekt unterstreichenden Originalmusik (Takashi Kako, Yoichiro Yoshikawa) schenkte die Tanzgruppe Sankai Juku unter ihrem Leiter Ushio Amagatsu, der zu den Pionieren der avantgardistischen japanischen Tanzform gehört, dem argentinischen Publikum den Genuss eines der ungewöhnlichsten und exzellentesten Theatererlebnisse der letzten Jahre.

Erschienen im “Argentinischen Tageblatt” vom 29.09.07.

Von Kastraten, Monstren und anderen Außergewöhnlichkeiten

Teatro de Ciertos Habitantes aus Mexiko zeigte auf dem VI. Internationalen Theaterfestival von Buenos Aires „De monstruos y prodigios“

Von Christina Liebl

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Ein Leben als Star – „De monstruos y prodigios“ erzählte die Geschichte der Kastraten.

Im 17. Jahrhundert in Europa, in der Epoche des Barocks mit ihrem Geschmack für das Außergewöhnliche und Exotische: In dieser Zeit ist der mexikanische Beitrag zum VI Festival Internacional de Buenos Aires, „De monstruos y prodigios“, angesiedelt. Die Darsteller des Teatro de Ciertos Habitantes agieren dabei nicht nur als Schauspieler, sondern auch als Musiker, Sänger oder Tänzer und stellen so ihre vielseitigen Talente unter Beweis.

Vor einem denkbar einfachen Bühnenbild, in dem nur ein Klavier dauerhaft zu sehen war, präsentierten sich siamesische Zwillinge, Kastraten und ein Zentaur als eigenwillige Protagonisten. Mit vielen komödiantischen Effekten und Sarkasmus wird die Geschichte der Kastraten von einem siamesischen Doktorenpaar erzählt. Um seine schöne Sopranstimmen auch als Erwachsener erhalten zu können, wird der Sänger bereits im Kindesalter zur Operation gezwungen und lebt fortan als Protegé ranghoher Personen ein Leben in Luxus. Im Gegensatz dazu steht ein Sklave, der wie ein Tier abgerichtet ist und von den beiden Doktoren auch so behandelt wird. Alles ändert sich mit dem Zeitalter der Aufklärung – auf der Bühne sichtbar durch den lautstarken Auftritt Napoleon Bonapartes – in dem Kastraten und andere „Monster“, darunter auch die siamesischen Zwillinge, als unmenschlich erklärt werden und sowohl ihre Stellung als auch ihr Ansehen verlieren. Der Sklave ist nicht mehr Sklave, sondern übernimmt die Rolle des Erzählers, und die Zwillinge gehen von nun an als einarmige Einzelpersonen durchs Leben. So sieht sich ein jeder der Darsteller, abgesehen vom vorherigen Sklaven, degradiert und seiner Identität beraubt.

Das Ensemble unter der Leitung von Claudio Valdés Kuri verstand es, das Publikum zum Lachen zu bringen und trotz Klamaukszenen vor allem durch schauspielerisches Leistung in ihren Bann zu ziehen. Erstaunlich war vor allem die Sopranstimme Javier Medinas, die er mit humoristischer Mimik bestens zu ergänzen wusste. Insgesamt gelang den Mexikanern ein sehr gelungener Beitrag, der durch eine perfekte Mischung an Können und Komik überzeugte.

Erschienen im “Argentinischen Tageblatt” vom 29.09.07.

Ganz neue Töne

Arditti Quartett begeisterte auf dem VI. Internationalen Theaterfestival von Buenos Aires mit zeitgenössischen Kompositionen

Von Christina Liebl

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Im Rahmen den VI. Internationalen Festivals von Buenos Aires trat am 15. September im Theater Coliseo das Arditti Quartett auf. Die Streicherensemble, 1974 vom ersten Geiger Irvine Arditti gegründet, hat sich ausschließlich auf zeitgenössische Komponisten spezialisiert. Die anderen Mitglieder des Quartetts sind Ashot Sarkissjan, ebenfalls Violine, Ralf Ehlers mit der Viola und der Cellist Lucas Fels. Einige der vorgetragenen Werke sind in der Zusammenarbeit der Musiker mit den Komponisten entstanden.

Vor leider nur halb gefüllten Rängen überzeugten die Musiker mit ihrer Darbietung die Zuschauer, die sich auf das Erlebnis ganz neuer Klänge einließen. Das Programm begann mit dem Streichquartett von James Clarke aus dem Jahr 2003, welches speziell für das Arditti Quartett geschrieben wurde. Das Stück des bedeutenden englischen Komponisten, dessen Grundlage ein Folkloretanz ist, arbeitet mit rhythmischen Brüchen und Assonanzen. Es folgte das im Jahr 2005 komponierte Streichquartett Nr. 5 von Pascal Dusapin, welches leisere und sanftere Töne anschlug. Das letzte Stück vor der Pause, Tetras (1983) von Iannis Xenakis beeindruckte durch ein breites Spektrum an Geräuschen und Klängen, die sich mit oder ohne Bogen erzeugen lassen.

Den Auftakt zur zweiten Hälfte machte das jüngste Werk, Quartett Nr. 5, komponiert vergangenes Jahr von Brian Ferneyhough. Auffällig an dieser Komposition im Stil der „neuen Komplexität“ waren die Pausen zwischen den einzelnen Phrasen und Sequenzen. Helmut Lachenmanns Quartett Nr. 3 „Grido“ (2001) bildete einen beeindruckenden Abschluss und gab einen Einblick in die Möglichkeiten der Geräuscherzeugung und die Vielfalt der Effekte, die sich mit Saite und Bogen erzielen lassen. Teilweise kaum noch wahrzunehmende Töne, ein leises Streichen des Bogens über die Saite oder ein kaum zu hörendes Anzupfen sind nur ein paar Beispiele aus der Klangvielfalt.

Unter höchstem Einsatz des Materials, was sich beispielsweise durch immer wieder reißende Bogensaiten zeigte, bot das Arditti Quartett modernsten Musikgenuss. Mit der technisch feinen Umsetzung der zeitgenössischen Werke überzeugten die Streicher, dass sich die Auseinandersetzung mit neuen Klängen durchaus lohnt und wurden mit Bravorufen gefeiert.

Erschienen im “Argentinischen Tageblatt” vom 29.09.07.

Deutsche Fotografie im MNAD

Subjektive Fotografie – Der deutsche Beitrag 1946-1963

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Bis zum 14. Oktober präsentiert das Goethe-Institut Buenos Aires im Museo Nacional de Arte Decorativo (MNAD) die Ausstellung “Subjektive Fotografie – Der deutsche Beitrag 1946-1963” des ifa (Institut für Auslandsbeziehungen). Eine ’subjektive fotografie’ (kleingeschrieben und in bauhaustypografie gesetzt) ist eine Formel, die Otto Steinert, einer der aktivsten deutschen Fotografen nach dem Zweiten Weltkrieg benutzte. Er prägte den Begriff für die Sammlung fortschrittlicher, formbewusster Schwarz-Weiß-Fotografie seiner Zeit. Steinerts Ausstellungen ’subjektive fotografie’ der fünfziger Jahre waren international. Da der deutsche Beitrag aber initial war und ein Kernstück darstellte, wird er in dieser Ausstellung gesondert vorgestellt.

Im MNAD, Av. del Libertador 1902, dienstags bis sonntags von 14-19 Uhr, montags geschlossen. Eintritt frei. Infos auf der Webseite des Goethe-Instituts.

Fotografía alemana en el MNAD

Fotografía subjetiva. La contribución alemana. 1948-1963

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En el Museo Nacional de Arte Decorativo (MNAD), se podrá ver hasta el 14 de octubre la exposición “Fotografía subjetiva. La contribución alemana. 1948-1963”. Esta muestra presentada por el Instituto Goethe en Buenos Aires, fue organizada por el Instituto para las Relaciones con el Extranjero/Alemania (IfA) y presenta 165 fotos de fotógrafos alemanes como Otto Steinert, Monika von Bach, Hermann Claasen, Robert Häusser, Peter Keetman, Adolf Lazi, Herbert List y Stefan Moses entre otros. Se trata de artistas pertenecientes a la llamada “fotografía subjetiva” que trabajaron entre los años 1948 y 1963.

El término “fotografía subjetiva” fue reutilizado por Steinert como un retorno a la “nueva fotografía” introducida en la década de 1920 por fotógrafos de la Bauhaus y pioneros de la fotografía experimental, y a la vez como una reorientación de la fotografía hacia sus posibilidades más expresivas y creativas. Esto fue calificado por los nazis como “arte degenerado” en 1933 y fue prohibido generando un vacío hasta después de 1945.

Los “fotógrafos subjetivos” buscaron contrarrestar los abusos que habían cometido los nazis con la fotografía -conceptos pseudo ideales de patria, familia, raza, guerra y trabajo- introduciendo experimentos, estructuras duras, además de poner en tela de juicio la existencia humana y técnica mediante la introducción de efectos surrealistas, simbolismos o abstracciones.

En la actualidad, los paralelismos entre la “fotografía subjetiva” y la pintura contemporánea abstracta, no objetiva, surrealista e informal, se hacen más evidentes que durante los años inmediatamente posteriores a 1945. En cuanto a su importancia histórica, existe un amplio consenso en considerarla como una de las tendencias características de la fotografía de posguerra.

En el MNAD, Av. del Libertador 1902. De martes a domingos de 14 a 19 hs. Lunes cerrado. Entrada libre Informaciones en el sitio del Instituto Goethe.

Nota encontrada en el blog Noktambularte.

Pippo Delbono im Doppelpack

VI. Internationales Theaterfestival von Buenos Aires: Publikum strafte “Il silenzio” ab und bejubelte “Racconti di giugno”

Von Christina Liebl

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Der Regisseur und Schauspieler Pippo Delbono.

Pippo Delbono und seine Theatergruppe lieferten zum VI. Internationalen Theaterfestival von Buenos Aires gleich zwei Beiträge. Mit “Il silenzio” machte der Italiener den Anfang. Das Stück nimmt seinen Ausgangspunkt in dem Erdbeben, welches die süditalienische Stadt Gibellina im Jahr 1968 beinahe dem Erdboden gleichmachte und zahlreiche Opfer forderte. In Anspielung daran war die Bühne auch mit weißem Sand bedeckt, welcher die Schicht aus Steinen und den Staub über der Stadt darstellen sollte. Vom Schweigen aus Trauer spinnt der Regisseur und Autor des Stücks, Delbono, den Faden weiter. Um die Texte zu diesem Thema, wie beispielsweise von Ludwig van Beethoven, vorzutragen, erscheint der Italiener selbst ständig auf der Bühne, während die anderen Schauspieler in Schweigen verbleiben.

An Anspielungen ist “Il silenzio” reich: Fellinis Meisterwerk “Otto e mezzo” darf da natürlich nicht fehlen, und so wird der Marsch aus der Endszene des Films inszeniert. Ebenso deutet Delbono das Gesetz des Schweigens in Süditalien, das durch die Mafia erzwungen wird, an. Um kritisch auf Machtstrukturen des Landes hinzuweisen, werden Bischof, Pate, Militär und Politiker an einem Tisch versammelt. Aussagekräftig in seiner Stummheit setzt der Regisseur als zentralen Schauspieler Bobò, einen Taubstummen, ein. Obwohl der Beitrag durchaus durchdacht war und einige der Darsteller auch überzeugen konnten, setzte sich in “Il silenzio” vor allem Pippo Delbono in Szene. Da das Stück jedoch wenig Originelles zeigte, waren die Reaktionen des Publikums im Theater Presidente Alvear dementsprechend verheerend, der Applaus spärlich, leise Pfiffe waren zu hören und einige der Besucher kehrten dem Ensemble den Rücken und verließen den Saal.

Weit positiver wurde der Italiener bei seinem Einzelauftritt mit “Racconti di giugno” im kleinen Theater Sarmiento aufgenommen. Nachdem wegen Stromausfalls die Vorstellung verschoben werden musste, füllte sich vergangenen Sonntag der Saal nicht mehr ganz. Dafür hatten sich offensichtlich hauptsächlich Fans eingefunden, die etwas übermotiviert auch mit Zwischenapplaus nicht geizten.

In dem Stück erzählte der Italiener mit viel Selbstironie sein Leben und versuchte die Geschichte durch unterschiedliche Textbeiträge zu bereichern. Dabei überzeugte Pippo Delbono mehr durch sein humoristisches Talent und die Sympathien, die er sich durch den offenen Umgang mit Themen wie Homosexualität und seiner Krankheitsgeschichte als Aids-Infizierter zu gewinnen wusste, als durch die schauspielerischen Einschübe. Als charis-matische Persönlichkeit gewann Delbono das Publikum, während er als Regisseur in Buenos Aires keine Erfolge verzeichnen konnte.

Erschienen im “Argentinischen Tageblatt” vom 22.09.07.

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Szenenbild aus „Il silenzio“.

Kalender / Agenda

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Ausstellungs-Kalender 22.09.07-29.09.07

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Am Freitag, 28.9., wird in der RO Galería de Arte die Ausstellung „NOA“ von Emma Livingstone eröffnet.

Ausstellungszentren

  • MALBA (Museo de Arte Latinoamericano de Buenos Aires), Av. Figueroa Alcorta 3415 (Do-Mo und feiertags 12-20 Uhr, Di geschlossen, Mi bis 21 Uhr, Eintritt frei. An anderen Tagen: Eintritt 12 Pesos, Lehrer und über 65-Jährige 6 Pesos, Studenten, Kinder unter 12 Jahren und Behinderte gratis): Douglas Gordon, „Timeline | Línea de tiempo“, Videoinstallationen. Kurator: Klaus Biesenbach. Führungen: Mi, Do und Fr 17, Sa und So 18 Uhr. 30.8.-5.11. / Joaquín Torres-García, „Aladdin. Juguetes transformables“. Kuratoren: Jimena Perera und Alejandro Díaz. 30.8.-5.11. / Marta Minujín, „Los meses del año“ (Terrasse). 7.12.-September 2007. / Sergio Avello, „Volumen“ (Explanade). 7.12.-September 2007. / „Intervención 5“: Cecilia Szalkowicz, „Todo es posible“. 28.6.-Mai 2008.
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