Sommer im Malba
Das Museum hat im Januar und Februar interessante Angebote für Kinder und Jugendliche
Von Susanne Franz
Am 18. Januar hat das auch in diesem Jahr spannende Sommerferienproramm für Familien im Malba-Museum begonnen, das bis zum 19. Februar läuft. Im Rahmen der interaktiven Führungen mit speziell geschultem Personal wird u.a. der Rundgang “Un día con Andy Warhol” (Ein Tag mit Andy Warhol) angeboten. Kinder von 4-10 Jahren sollen hier spielerisch an das Werk des berühmten Pop Art-Künstlers herangeführt werden, dessen von Philip Larratt-Smith kuratierte Ausstellung noch bis zum 22. Februar im Malba zu sehen ist. Die Führungen enden mit einem Workshop, in dessen Rahmen die Kinder ihre eigenen Werke produzieren können.
Lesen Sie weiter / Seguir leyendo »

Dame auf g5 schlägt Bauer auf f6. Dieser Schachzug war die Lösung für das Lieblingsschachproblem Francisco Benkös. Der Deutsch-Argentinier war ein Komponist auf 32 schwarzen und 32 weißen Feldern. Er stellte Schachfiguren zum Tanz auf dem Schachbrett zusammen, damit andere darüber nachdenken konnten, wie der Gegner in drei Zügen matt zu setzen sei. Die Aufstellungen veröffentlichte er unter anderem in der “Schwalbe”. Diese Fachzeitschrift wurde vom gleichnamigen Schachclub in Berlin herausgegeben, der sich ausschließlich der Lösung von Schachproblemen widmete.
In den drei Monaten seit der Eröffnung der Andy Warhol-Ausstellung im Malba haben 140.000 Besucher die Exposition besucht. Sie ist somit die meistbesuchte Ausstellung in der Geschichte des Museums, nach “Berni y sus contemporáneos” (2005), “Guillermo Kuitca. Obras 1982-2002” (2003) und “Dadá y surrealismo” (2004).
Werner Herzog ist bekannt für seine Hassliebe zu Klaus Kinski, wie er sie in “Mein liebster Feind” beschrieben hat. Sein Werk bietet weit mehr. Viele seiner Dokumentarfilme sind bislang eher unbekannt. Einige werden ab dem 22. Januar im Leopoldo Lugones-Saal des Teatro San Martín zu sehen sein. Der Complejo Teatral de Buenos Aires widmet ihm einen Zyklus mit dem Titel “Caminar sobre hielo y fuego: los documentales de Werner Herzog”. In Kooperation mit dem Goethe-Institut und der Fundación Cinemateca Argentina wurden 24 Filme aus dem Werk des kürzlich zum Jurypräsidenten der Berlinale 2010 erkorenen Regisseurs ausgewählt.
“Al Museo en Calesita” – das ist der Titel einer neuen Ausstellung für Kinder und Erwachsene auf dem Anwesen der Dirección General de Museos. Anlässlich der Eröffnung gaben sich Regierungschef Mauricio Macri und Kulturminister Hernán Lombardi die Ehre. Zur offiziellen Feier hatte das Kulturministerium eingeladen und hätte diese besser “Mit dem Karussell ins Rampenlicht” betitelt. In legerer Sommermode gekleidet, posierten Macri und Lombardi ausgiebig vor Presse- und Fernsehkameras. Zunächst mit Holzpferden in der mageren Ausstellung, dann mit der Tangolehrerin, die an den kommenden Wochenenden Kinder unterrichten wird, zuletzt natürlich vor der neuen “Calesita de la Munich” mit eigens bestellter Kulisse, die mit Schulbussen angekarrt wurde.
Erste gute Nachricht im „Bicentenario“, der diesjährigen argentinischen Zweihundertjahrfeier: Der Film „El secreto de sus ojos“ von Juan José Campanella mit Ricardo Darín und Soledad Villamil ist auf der „Shortlist“ der neun Finalisten im Kampf um den Oscar für den besten fremdsprachigen Film. Am 2. Februar wird bekanntgegeben, welche fünf Kandidaten in die Endrunde kommen… Der argentinische Streifen muss es mit hochkarätigen Konkurrenten aufnehmen, darunter Michael Hanekes Meisterwerk „Das weisse Band“.
Ich wünschte, ich wäre in Bariloche. Nicht nur, weil es ein märchenhaft schöner Ort ist, sondern weil dort gerade die Ausstellung „KOL (Homo Sapiens)“ von Mónica Giron eïngeweiht wurde. „KOl (Homo Sapiens)“ ist eine Open-Air-Installation aus Granitblöcken und Steinen und wurde extra für den Ausstellungsort, den „Paseo de las Colectividades“ (Passage der Gemeinschaften), geschaffen. Homo sapiens ist der Mensch, der denkt, lernt, Theorien aufstellt und philosophiert, der an sich arbeitet und sich entwickelt. Das haben alle Gemeinschaften, die über die Jahrhunderte hinweg San Carlos de Bariloche geprägt haben, gemeinsam, von den Mapuches oder Tehuelches über Einwanderer verschiedener europäischer Länder bis hin zu Chilenen und Syrern, und natürlich Argentiniern und Criollos. Weitere Infos bei 



