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	<title>Kunst in Argentinien / Arte en Argentina &#187; Allgemein / General</title>
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	<description>von / por Susanne Franz</description>
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		<title>Einmal hin und zurück</title>
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		<pubDate>Fri, 27 Jan 2012 17:15:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>site admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein / General]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8220;Semanario Israelita&#8221;-Herausgeber und &#8220;Tageblatt&#8221;-Redakteur Werner Max Finkelstein in Berlin gestorben Von Sebastian Loschert &#8220;Welch ein abenteuerlicher Lebensweg!&#8221;, bewunderte die Frankfurter Allgemeine Zeitung 2005, als sie Werner Max Finkelstein in seiner Berlin Wohnung besuchte. Dass er seinen Lebensabend in Berlin verbringen würde, hätten seine Eltern bei seiner Geburt im ostpreußischen Gumbinnen im Jahr 1925 noch vermuten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>&#8220;Semanario Israelita&#8221;-Herausgeber und &#8220;Tageblatt&#8221;-Redakteur Werner Max Finkelstein in Berlin gestorben</p>
<p><em>Von Sebastian Loschert</em></strong></p>
<p><a href="http://www.kunstinargentinien.com/images/2012/02/gorlinsky11.jpg"><img src="http://www.kunstinargentinien.com/images/2012/02/gorlinsky11.jpg" alt="" title="gorlinsky11" width="250" height="174" class="alignleft size-full wp-image-10265" /></a>&#8220;Welch ein abenteuerlicher Lebensweg!&#8221;, bewunderte die Frankfurter Allgemeine Zeitung 2005, als sie Werner Max Finkelstein in seiner Berlin Wohnung besuchte. Dass er seinen Lebensabend in Berlin verbringen würde, hätten seine Eltern bei seiner Geburt im ostpreußischen Gumbinnen im Jahr 1925 noch vermuten können – aber kaum das wechselvolle Leben, das dazwischen lag: Flucht um die halbe Welt, unzählige Jobs in Dschungel, Mine und Großstadt. Dann Posten als Chefredakteur und Herausgeber in Buenos Aires. Schließlich, 1999, im Alter von 74 Jahren, Rückkehr mit einer neuen Liebe nach Berlin.</p>
<p>Es waren der Machtantritt der Nazis und der Boykott jüdischer Geschäfte, die die Familie Finkelstein 1935 dazu zwangen, Gumbinnen und ihr gutgehendes Geschäft zu verlassen und nach Berlin zu ziehen. Ab 1938 wurde für Juden jedoch auch dort die Luft zu dünn zum Atmen. Der 14-jährige Max wurde deshalb mit dem Kindertransport nach Schweden geschickt, was für ihn der Beginn einer langen Odyssee werden sollte.</p>
<p>Erst zwei Jahre später sollte Finkelstein seine Mutter in La Paz wiedersehen, nachdem er alleine eine Zug- und Schiffsreise über die Sowjetunion, Asien und Nordamerika bis Bolivien unternahm. Doch diese Reise, ebenso wie die folgenden sieben Jahre in Bolivien, erlebte er eher als spannendes Abenteuer denn als Schicksalsschlag. Die teils unglaublichen Geschichten, die er bei seinen Jobs im Gefängnis von La Paz oder auf Alligatorenjagd in Trinidad erlebte und die er auch in der Redaktion gerne zum Besten gab, lassen sich in seiner Biographie &#8220;Jude, Gringo, Deutscher&#8221; nachlesen.<span id="more-10261"></span></p>
<p>In Bolivien sind er und seine Emigranten-Clique jedoch immer Fremde geblieben. Mehr Offenheit erhoffte man sich stattdessen vom europäischeren Buenos Aires. Tatsächlich schien er dort nach seiner Einreise zu Fuß über die &#8220;Grüne Grenze&#8221; heimisch zu werden: Er gründete eine Familie, hatte zwei Kinder. Und bewarb sich 1963 auf eine Anzeige des &#8220;Argentinischen Tageblatts&#8221;: &#8220;Für mich war klar, dass ich nun diese Chance ergreifen und mich auf die Stelle bewerben musste!&#8221; Er bekam den Posten, obwohl ein Akademiker gesucht und Finkelstein ohne jeden Schulabschluss war.</p>
<p>Ein Beispiel für seine arbeitsame Unbekümmertheit gibt Finkelstein in seiner Biographie: Als er über eine Rede des damaligen Präsidenten Arturo Illia zum &#8220;Tag der Industrie&#8221; berichten sollte, und diese Aufgabe mit seinem geplanten Wochenendausflug ans Meer kollidierte, entschloss er sich kurzerhand, &#8220;das übliche Gerede zu einem derartigen Anlass selbst zu schreiben&#8221;. Am Montag wurde ihm dann offenbart, dass das Tageblatt als einzige Zeitung die Rede des Präsidenten brachte: Illia hatte sie nämlich abgesagt.</p>
<p>Sein Lebenswerk sollte jedoch eine andere Zeitung werden. Denn 1979 wurde ihm die Verantwortung für das &#8220;Semanario Israelita&#8221; übertragen, das er in den folgenden zwei Jahrzehnten beinahe im Alleingang auf die Beine stellte, zum Schluss auch aus der eigenen Tasche mitfinanzierte. Als &#8220;Unabhängiges Jüdisches Wochenblatt&#8221; sollte es das gesamte, vielstimmige Bild der &#8220;Immigrantenschicksalsgemeinde&#8221;, wie er es nannte, darstellen. Für seinen Einsatz für die Verständigung zwischen Juden und Deutschen erhielt er 1993 das Verdienstkreuz Erster Klasse.</p>
<p>Doch trotz alledem konnte sich Finkelstein auch in Buenos Aires nicht richtig einleben: &#8220;Wir waren immer die Gringos&#8221;, sagte er in einem Interview 2001 über die Emigranten erster Generation. Eine neue Liebe gab dann den Anstoß dafür, wieder nach Deutschland zurückzukehren und schweren Herzens den Abschiedsartikel seines Semanario mit dem Wort &#8220;Aus!&#8221; zu überschreiben. Im Semanario lernte er die 49 Jahre jüngere Praktikantin Kerstin Schirp kennen, beide verliebten sich ineinander und fassten den Entschluss, nach Berlin zurückzukehren. Dort diktierte er ihr seine Biographie. &#8220;Ich bin nach Hause zurückgekehrt!&#8221;, lautet der letzte Satz. Er war dort beim Jüdischen Museum und, bis zuletzt, beim Berliner Arbeitskreis Jüdischer Sozialdemokraten aktiv.</p>
<p>In dieser Woche ist das tatenreiche Leben zu Ende gegangen. Werner Max Finkelstein, 20 Jahre lang Macher des &#8220;Semanario Israelita&#8221; in Buenos Aires und über 25 Jahre lang Journalist und Redakteur im &#8220;Argentinischen Tageblatt&#8221;, ist am Diestag im Alter von 86 Jahren in Berlin gestorben.</p>
<p><strong>Foto:</strong><br />
Werner Max Finkelstein (2.v.l.) in der Redaktion des &#8220;Argentinischen Tageblatts&#8221;. Vorne Chefredakteur Peter Gorlinsky.</p>
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		<title>Ein Abend mit der Pachamama</title>
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		<pubDate>Sat, 14 Jan 2012 14:31:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>site admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein / General]]></category>

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		<description><![CDATA[Festival der &#8220;Jornadas de Paz y Dignidad&#8221; im Theater SHA Von Mirka Borchardt Vorne auf der Bühne steht eine Frau in indigener Tracht, sie singt, nein, sie betet im Singsang, begleitet von Trommelschlägen: &#8220;Zuerst singe ich für die Erde, dann singe ich für meinen Vater im Himmel, dann für meinen Bruder, das Wasser, dann für [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Festival der &#8220;Jornadas de Paz y Dignidad&#8221; im Theater SHA</p>
<p><em>Von Mirka Borchardt</em></strong></p>
<p><a href="http://www.kunstinargentinien.com/images/2012/01/arbolito.jpg"><img src="http://www.kunstinargentinien.com/images/2012/01/arbolito.jpg" alt="" title="arbolito" width="250" height="248" class="alignright size-full wp-image-10081" /></a>Vorne auf der Bühne steht eine Frau in indigener Tracht, sie singt, nein, sie betet im Singsang, begleitet von Trommelschlägen: &#8220;Zuerst singe ich für die Erde, dann singe ich für meinen Vater im Himmel, dann für meinen Bruder, das Wasser, dann für meinen Bruder, die Luft&#8230;&#8221; Huch, frage ich mich, in was für einer Esoterik-Veranstaltung bin ich denn hier gelandet?</p>
<p>Der Name dieser Veranstaltung freilich weist schon die Richtung: &#8220;Festival de Jornadas de Paz y Dignidad&#8221;, &#8220;Festival der Tage des Friedens und der Würde2. Es geht um die Einigkeit der Völker Amerikas, um die Prophezeiungen der Vorfahren, namentlich des Adlers und des Kondors, und um das Wasser, das lebenspendende Element. Das kann man den Reden, die am Mittwochabend im Saal des Theaters SHA gehalten werden, entnehmen. Viel mehr allerdings auch nicht. Vielleicht ist es mein deutscher Anspruch, vielleicht bin ich zu gewöhnt daran, dass alles einen Zweck verfolgen muss, jedenfalls wundere ich mich sehr: Keine konkreten Forderungen, keine Aufrufe an die Politik, keine zum Geldsammeln. Stattdessen vage Aussagen: &#8220;Die Prophezeiung sagt, die Zeit der Einigkeit sei gekommen.&#8221; &#8211; &#8220;Wir müssen unsere Mutter Erde schützen.&#8221; &#8220;Pachamama&#8221; ist das Wort, das heute Abend am häufigsten fallen wird.</p>
<p>Die &#8220;Jornadas de Paz y Dignidad&#8221; wurden von der nichtstaatlichen Organisation &#8220;Fuego Sagrado de Itzachilatlan&#8221; ins Leben gerufen, einer Vereinigung, die sich für indigene Rechte und für den Naturschutz einsetzt und mittlerweile in zehn verschiedenen Ländern existiert. 1992 rief sie zu einer Gegenveranstaltung zu den Feiern zum 500-jährigen Jubiläum der Entdeckung Amerikas auf: ein Lauf durch ganz Amerika. Von Alaska im Norden und Argentinien und Chile im Süden gleichzeitig starteten die Läufer, um sich bei den Pyramiden von Teotihuacan in Mexiko zu treffen und die Riten der indigenen Ureinwohner und die Einigkeit der Völker zu feiern. Alle vier Jahre wird der Lauf wiederholt, mit unterschiedlichen Routen. Dieses Jahr führt sie bloß in eine Richtung: Am 1. Dezember starteten die Läufer in Mexiko, am 21. März werden sie in Chile ankommen.<span id="more-10079"></span></p>
<p>Zu Ehren der Läufer, und vermutlich zu deren finanzieller Unterstützung &#8211; wobei letzteres nicht gesagt wird, das wäre zu viel des Zweckdenkens &#8211; wird das Festival in Buenos Aires gefeiert. Nicht nur mit Reden und Gebeten, sondern vor allem mit Musik. Nach dem Eingangsgebet füllt sich die Bühne mit zwölf Frauen und Männern mit Panflöten und Trommeln, &#8220;Kaypachamanta&#8221; nennen sie sich. Ein wenig dissonant, aber deswegen nicht weniger mitreißend ist ihre Musik. Langsam kommt das Publikum in Schwung: Meist junge Menschen, aber auch kleine Kinder und ein paar durchaus seriös wirkende ältere Damen und Herren wippen im Takt auf ihren Theatersesseln.</p>
<p>Bei der nächsten Band &#8220;Arbolito&#8221; wippen die ersten im Stehen vor ihren Sitzen. Ein Gemisch aus argentinischer, bolivianischer und uruguayischer Folklore spielen die fünf Musiker, und zwar gar nicht schlecht. Auch hier fehlt die Mutter Erde natürlich nicht: &#8220;Pachamama, Mutter Erde, Mutter aller Farben, Mutter aller Liebe&#8221;, singen sie, ein paar Zuschauer kennen offensichtlich den Text, im Raum vor der Bühne tanzen fröhlich ein paar dreadbelockte Menschen. Schade, dass das hier in einem Theatersaal und nicht in einer Konzerthalle oder unter freiem Himmel stattfindet, denke ich.</p>
<p>Dann der Höhepunkt des Abends: Die Band &#8220;Karamelo Santo&#8221;, eine über die Grenzen Lateinamerikas hinaus bekannte Band, Cumbia im Rockformat. Nun ist es mit dem Wippen auf den Sitzen vorbei, die Menschen strömen vor die Bühne, bis nach hinten füllen sich die Gänge an den Seiten des Saals, die Kinder werden auf die Schultern gehoben, das Publikum singt lauthals mit, in der Mitte vor der Bühne wird im Takt gesprungen. Es braucht keine Konzerthalle.</p>
<p>Und plötzlich kommt mir auch das Gerede von Einigkeit und Energie gar nicht mehr so abgedroschen vor.</p>
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		<title>Abschied nach 46 Jahren</title>
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		<pubDate>Fri, 23 Dec 2011 23:15:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>site admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein / General]]></category>

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		<description><![CDATA[Galerie Atica schloss ihre Pforten Von Susanne Franz Die letzte Ausstellung des Jahres 2011 war der Künstlerin Reni Duplaa gewidmet. Vielleicht hätte man es schon aus dem Namen erahnen können &#8211; es handelt sich dabei um eine Kunstfigur, und ihr Werk ist eine Zusammenarbeit der Künstler Jorge Meijide und Mirta Kupferminc. Ein kreatives Spiel, eine [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Galerie Atica schloss ihre Pforten</p>
<p><em>Von Susanne Franz</em></strong></p>
<p><a href="http://www.kunstinargentinien.com/images/2011/12/atica.jpg"><img src="http://www.kunstinargentinien.com/images/2011/12/atica.jpg" alt="" title="atica" width="250" height="363" class="alignleft size-full wp-image-9941" /></a>Die letzte Ausstellung des Jahres 2011 war der Künstlerin Reni Duplaa gewidmet. Vielleicht hätte man es schon aus dem Namen erahnen können &#8211; es handelt sich dabei um eine Kunstfigur, und ihr Werk ist eine Zusammenarbeit der Künstler Jorge Meijide und Mirta Kupferminc.</p>
<p>Ein kreatives Spiel, eine interessante Kombination, doch dass diese Exposition die letzte in der Galerie Atica war, überschattete alles andere, und man konnte am vergangenen Samstag, dem 17. Dezember, die Werke nicht so recht genießen, als Mónica Goldschläger de Carrizo Carricarte nach 46 Jahren ununterbrochener Tätigkeit die Tore ihrer angesehenen Kunstgalerie ein letztes Mal öffnete.</p>
<p>Und ein letztes Mal füllten sich die Räume sowie der Patio-ähnliche Gang in der Libertad 1240 mit Wegbegleitern, Freunden, Galeristen-Kollegen, Kunstkritikern und vielen, vielen Künstlern, die sich von Mónica, ihrem Mann Adolfo, ihrem Sekretär Rubén und ihrem Hündchen Noemí verabschieden wollten.</p>
<p>Atica war bekannt dafür, sich besonders für Künstler einzusetzen, die aus den Bereichen Zeichnung, Skulptur, Graphik oder auch Textilkunst und Keramik stammen, die im Kunstbetrieb nicht so große Anerkennung finden wie der große Bruder Malerei und die in den letzten Jahren hoch geschätzte Fotografie. Das heißt nicht, dass die Galerie nicht auch mit diesen Kunstrichtungen arbeitete. So vertrat Atica den erfolgreichen argentinisch-koreanischen Maler Cho Yong Hwa sowohl auf der Kunstmesse arteBA als auch in Einzelausstellungen. Eine Schau mit Fotografien von Hermenegildo Sábat zeigte eine unbekanntere Seite des großen Karikaturisten.</p>
<p>Mit ihrem kultivierten Background, ihrem Gespür für Kunst, ihrer Vielsprachigkeit &#8211; unter anderem spricht sie hervorragend Deutsch &#8211; und ihrer Fähigkeit zum Netzwerken gehört Mónica Goldschläger de Carrizo Carricarte zu einer &#8220;alten Garde&#8221; von Galeristen, die man ungern vom Platz treten sieht. Der argentinische Kunstbetrieb wird sie vermissen.</p>
<p><strong>Foto:</strong><br />
Mónica in den 90ern mit dem Bildhauer Alberto Bastón Díaz.</p>
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		<title>Geheimnissen auf der Spur</title>
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		<pubDate>Tue, 20 Dec 2011 19:22:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>site admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein / General]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Bremer Kunsthalle zeigt eine große Ausstellung zum mitunter rätselhaften Werk des norwegischen Malers und Grafikers Edvard Munch Von Nicole Büsing und Heiko Klaas Genaues Hinschauen bringt manchmal verborgene Schätze zum Vorschein. So im Jahre 2005 in der Kunsthalle Bremen. Das Osloer Munch Museum hatte die Bremer Kollegen gebeten, das 1899 entstandene Gemälde &#8220;Das Kind [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Die Bremer Kunsthalle zeigt eine große Ausstellung zum mitunter rätselhaften Werk des norwegischen Malers und Grafikers Edvard Munch</p>
<p><em>Von Nicole Büsing und Heiko Klaas</em></strong></p>
<p><a href="http://www.kunstinargentinien.com/images/2011/12/Munch11.jpg"><img src="http://www.kunstinargentinien.com/images/2011/12/Munch11.jpg" alt="" title="Munch11" width="250" height="300" class="alignleft size-full wp-image-9946" /></a>Genaues Hinschauen bringt manchmal verborgene Schätze zum Vorschein. So im Jahre 2005 in der Kunsthalle Bremen. Das Osloer Munch Museum hatte die Bremer Kollegen gebeten, das 1899 entstandene Gemälde &#8220;Das Kind und der Tod&#8221; einmal genauer zu untersuchen. Man benötige gewisse Angaben für das Werkverzeichnis des Künstlers. Was sich bei der Untersuchung des Bildes durch eine Bremer Restauratorin herausstellte, glich einer kunsthistorischen Sensation. Unter der bereits 1918 für 20.000 Mark erworbenen Leinwand befand sich nämlich noch eine zweite.</p>
<p>Und auf dieser versteckte sich ein zwar undatiertes und unsigniertes, eindeutig aber Edvard Munch zuzuordnendes Gemälde. Das &#8220;Mädchen und drei Männerköpfe&#8221;, so der sachlich beschreibende Titel, den die Bremer ihrer Neuentdeckung gegeben haben, und &#8220;Das Kind und der Tod&#8221; bilden jetzt den Nukleus einer großen Munch-Schau in der Kunsthalle Bremen. Dorothee Hansen, die Kuratorin der Schau &#8220;Edvard Munch &#8211; Rätsel hinter der Leinwand&#8221;, versammelt 76 Werke, darunter 36 Gemälde sowie 40 Arbeiten auf Papier. Munchs zentrale Werkgruppe &#8220;Lebensfries&#8221; steht im Fokus der Schau, die durchaus keine leichte Kost für genüsslich schwelgende Kunsttouristen bereithält. Vielleicht ist sie gerade deshalb so sehenswert.<span id="more-9945"></span></p>
<p><a href="http://www.kunstinargentinien.com/images/2011/12/Munch55.jpg"><img src="http://www.kunstinargentinien.com/images/2011/12/Munch55.jpg" alt="" title="Munch55" width="250" height="213" class="alignright size-full wp-image-9952" /></a>Munch war im Leben vom Tod umgeben. Seine Mutter starb, als er fünf war, an Tuberkulose. Und wenige Jahre später, Munch war jetzt 14, wurde auch seine Schwester Sophie von der damals kaum beherrschbaren Infektionserkrankung dahingerafft. Er selbst litt unter manisch-depressiven Schüben, die einerseits seine Lebensgier entfachten, andererseits aber auch seinen Lebenswillen permanent auf die Probe stellten. Dass sein Werk auch heutzutage jüngere Künstler fasziniert, spricht für seine Modernität und Zeitlosigkeit. Maler wie Daniel Richter, Tal R oder André Butzer jedenfalls outen sich gerne als Fans des melancholischen Norwegers.</p>
<p>Munchs &#8220;Lebensfries&#8221; ist keine klar definierte, auf eine bestimmte Zahl von Werken festgelegte Bilderfolge. Vielmehr handelt es sich um Arbeiten, auf denen sich der Maler über einen Zeitraum von mehr als 30 Jahren hinweg mit Ereignissen aus der eigenen Biografie auseinandergesetzt hat. &#8220;Genau genommen sind die Bilder meist Notizen &#8211; Dokumente &#8211; Skizzen &#8211; Themen. Darin liegt ihre Stärke&#8221;, so Munch über sein Langzeitprojekt. Pubertät, Begierde, Masken, Liebe, Tod, Trauer, Angst und immer wieder die Kindheit. Diese acht Kapitel gliedern den Rundgang durch die Bremer Ausstellung.</p>
<p><a href="http://www.kunstinargentinien.com/images/2011/12/Munch2.jpg"><img src="http://www.kunstinargentinien.com/images/2011/12/Munch2.jpg" alt="" title="Munch2" width="500" height="462" class="aligncenter size-full wp-image-9955" /></a></p>
<p>Ein schwarzes Farbband, auf das die Arbeiten gehängt sind, dient als visuelle Klammer. Im Mittelpunkt also: Das fast 100 Jahre lang übersehene, für Munchs symbolistische und innovative Bildsprache so typische, in gedeckten Erdtönen gemalte Bild &#8220;Mädchen und drei Männerköpfe&#8221;. Ein junges unbekleidetes Mädchen an der Schwelle zur Frau sitzt in der rechten Bildecke. Vor ihr schweben, verbunden von einer schlauchartigen, geheimnisvollen grünen Linie, die Köpfe dreier Männer in verschiedenen Lebensaltern. Wie so oft greift Munch auch hier die Themen weibliche Pubertät und männliches Begehren auf. Die den männlichen Blicken ausgesetzte Femme fragile, charakterisiert durch eine Mischung aus verhaltener Erotik, Kränklichkeit und Morbidität, geistert prominent durch seinen Bilderkosmos. Ebenso der Tod. Und nicht selten treffen sich die beiden.</p>
<p>Die Bremer Ausstellung gruppiert etliche Darstellungen fiebriger Todesängste, Verstorbener und Trauernder rund um das in der Kunsthalle beheimatete Bild &#8220;Das Kind und der Tod&#8221;. Das weltberühmte Werk &#8220;Der Schrei&#8221;, auf dem die Ohnmacht des Menschen vor seinen Urängsten in einer eindrucksvollen Geste eingefroren wird, ist natürlich auch zu sehen &#8211; allerdings als Lithografie, nicht als Gemälde. Eine wissenschaftlich hervorragend erarbeitete Ausstellung, die dem Betrachter einiges abverlangt, ihn dafür aber auch mit den selten in dieser Fülle ausgestellten, faszinierenden Werken eines der bis heute einflussreichsten Maler der frühen europäischen Moderne belohnt.</p>
<p><a href="http://www.kunstinargentinien.com/images/2011/12/Munch77.jpg"><img src="http://www.kunstinargentinien.com/images/2011/12/Munch77.jpg" alt="" title="Munch77" width="250" height="338" class="alignright size-full wp-image-9948" /></a>
<ul>
<li>&#8220;Edvard Munch &#8211; Rätsel hinter der Leinwand&#8221;</li>
<li>Kunsthalle Bremen</li>
<li>15.10.2011-26.2.2012</li>
<li>Di 10-21 Uhr</li>
<li>Mi-So 10-18 Uhr</li>
<li>Heiligabend und Silvester geschlossen</li>
<li>1. und 2. Weihnachtstag 10-18 Uhr</li>
<li>Neujahr 13-18 Uhr</li>
<li>Katalog: DuMont Buchverlag, 200 S., ca. 200 Farbabb., 29 Euro (Museum), 34,95 Euro (Buchhandel)</li>
<li><a href="http://www.kunsthalle-bremen.de/">Webseite der Kunsthalle Bremen</a></li>
</ul>
<p><strong>Fotos von oben nach unten:</strong></p>
<p>Edvard Munch, &#8220;Das Kind und der Tod&#8221;, 1899, Öl auf Leinwand, 100 x 90 cm.</p>
<p>Edvard Munch, &#8220;Männerkopf in Frauenhaar&#8221;, 1896, Lithographie, Kreide, Kratzer, 380 x 444 mm.</p>
<p>Edvard Munch, &#8220;Mädchen und drei Männerköpfe&#8221;, 1895-1898, Öl auf Leinwand, 90 x 100 cm.</p>
<p>Edvard Munch, 1885, unbekannter Fotograf.</p>
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		</item>
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		<title>Ein Erwachen der Sinne</title>
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		<pubDate>Fri, 09 Dec 2011 20:09:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>site admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein / General]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8220;Diálogo en la Oscuridad&#8221; ab Januar wieder im Kulturzentrum Ciudad Cultural Konex Von Laura Wagener Die außergewöhnliche Ausstellung, welche in Deutschland unter dem Namen &#8220;Dialog im Dunkeln&#8221; bekannt ist, feiert ihren Erfolgszug seit 1988 in mittlerweile 180 Orten in über 30 Ländern Europas und Asiens sowie in den USA. Die Idee der Ausstellung ist es, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>&#8220;Diálogo en la Oscuridad&#8221; ab Januar wieder im Kulturzentrum Ciudad Cultural Konex</p>
<p><em>Von Laura Wagener</em></strong></p>
<p><a href="http://www.kunstinargentinien.com/images/2011/12/dialogo.jpg"><img src="http://www.kunstinargentinien.com/images/2011/12/dialogo.jpg" alt="" title="dialogo" width="250" height="126" class="alignleft size-full wp-image-9861" /></a>Die außergewöhnliche Ausstellung, welche in Deutschland unter dem Namen &#8220;Dialog im Dunkeln&#8221; bekannt ist, feiert ihren Erfolgszug seit 1988 in mittlerweile 180 Orten in über 30 Ländern Europas und Asiens sowie in den USA. Die Idee der Ausstellung ist es, Berührungsängste, Vorurteile und Stereotypen zwischen &#8220;behinderten&#8221; Blinden und &#8220;nicht-behinderten&#8221; Sehenden abzubauen, also eine ebenbürtige Kommunikation zwischen beiden Seiten herzustellen. Dabei basiert die Ausstellung auf dem Prinzip des deutsch-jüdischen Philosophen Martin Buber: &#8220;Der einzige Weg zum Lernen ist die Begegnung&#8221;.</p>
<p>In der Umsetzung bedeutet dies, dass die Rollen von Blinden und Sehenden umgedreht werden: Ein blinder Leiter führt eine kleine Gruppe Sehender durch eine Art Parcour von Situationen; durch den Wald, über eine Brücke, in ein Geschäft usw. Das Besondere daran: All dies geschieht in vollkommener und absoluter Dunkelheit. Die Teilnehmer, welche sich normalerweise vor allem auf ihre Augen verlassen, müssen sich nun mit Hilfe ihres Tastsinns, Nase, Ohren und Blindenstocks durch die Situationen manövrieren. Orientierung und Sicherheit bietet dabei der blinde Führer, der die Gruppe durch seine Stimme und bei Bedarf Berührungen durch die verschiedenen Abschnitte der Ausstellung leitet und dabei auf Gerüche, Wind, Texturen aufmerksam macht.</p>
<p>Im Laufe der Führung stellt der Teilnehmer fest, dass die Welt der Blinden nicht weniger reich an Eindrücken ist, sondern im Zweifel sogar facettenreicher, da die anderen Sinnesorgane viel bewusster genutzt werden und so mehr Details in allen Situationen wahrgenommen werden, da nicht der visuelle Eindruck der prominenteste ist. In jedem Fall wächst nach dieser Erfahrung der eigenen Unbeholfenheit in der Welt der Blinden der Respekt vor dem, was diese Menschen jeden Tag leisten, enorm. Martin Buber behält also Recht.</p>
<p>Sommerpause im Dezember, ab Januar wieder im Kulturzentrum Ciudad Cultural Konex, Sarmiento 3131, Buenos Aires, donnerstags 17-22 Uhr, freitags 15-17.30 Uhr, samstags 10-17.30 Uhr, sonntags 14-20.30 Uhr Tickets bei Ticketek oder im Konex. Eintritt: 50 Pesos. Zugelassen ab 8 Jahren. Weitere Informationen auf der <a href="http://www.dialogoenlaoscuridad.org/">Webseite der Veranstaltung</a>.</p>
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		<title>7. Geburtstag / Cumplimos 7</title>
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		<pubDate>Mon, 05 Dec 2011 10:02:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>site admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein / General]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8220;Kunst in Argentinien&#8221; feiert heute seinen 7. Geburtstag! ¡&#8221;Kunst in Argentinien&#8221; cumple 7 años!]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>&#8220;Kunst in Argentinien&#8221; feiert heute seinen 7. Geburtstag!</p>
<p><em>¡&#8221;Kunst in Argentinien&#8221; cumple 7 años!</em></strong></p>
<p><a href="http://www.kunstinargentinien.com/images/2011/12/sieben.jpg"><img src="http://www.kunstinargentinien.com/images/2011/12/sieben.jpg" alt="" title="sieben" width="500" height="775" class="aligncenter size-full wp-image-9769" /></a></p>
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		<title>&#8220;Über&#124;Gabe&#8221; mit Florencia Almirón im Kunstverein Hildesheim</title>
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		<pubDate>Sat, 29 Oct 2011 00:14:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>site admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein / General]]></category>

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		<description><![CDATA[Aspekte des Schenkens, Bereitstellens und des Tauschens Für das zweiteilige Projekt &#8220;Über&#124;Gabe: Angebot, Austausch und Gegenseitigkeit als künstlerische Strategie&#8221; hat der Kunstverein Hildesheim Positionen eingeladen, die Aspekte des Schenkens, Bereitstellens und des Tauschens thematisieren. In der Ausstellung &#8220;Über&#124;Gabe&#8221; vom 29. Oktober bis 17. November 2011 präsentieren acht Künstler Installationen, Videos, Fotografien, Performances und Künstlergespräche zum [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Aspekte des Schenkens, Bereitstellens und des Tauschens</strong></p>
<p><a href="http://www.kunstinargentinien.com/images/2011/11/Flor.jpg"><img src="http://www.kunstinargentinien.com/images/2011/11/Flor.jpg" alt="" title="Flor" width="250" height="419" class="alignleft size-full wp-image-9568" /></a>Für das zweiteilige Projekt &#8220;Über|Gabe: Angebot, Austausch und Gegenseitigkeit als künstlerische Strategie&#8221; hat der Kunstverein Hildesheim Positionen eingeladen, die Aspekte des Schenkens, Bereitstellens und des Tauschens thematisieren. In der Ausstellung &#8220;Über|Gabe&#8221; vom 29. Oktober bis 17. November 2011 präsentieren acht Künstler Installationen, Videos, Fotografien, Performances und Künstlergespräche zum Thema.</p>
<p>Im Gegensatz zur ökonomischen Transaktion, die durch den Tausch von Geld gegen Ware abgeschlossen wird und keine Erwiderung nach sich zieht, erscheint das Geschenk jenseits ökonomischer Logiken prinzipiell unbezahlbar und kann nur durch ein Gegengeschenk erwidert werden. Der Austausch von Gaben basiert folglich auf intersubjektiven Prinzipien. Ausgehend von der Ebene direkter zwischenmenschlicher Interaktion soll im Rahen von &#8220;Über|Gabe&#8221; über die gesellschaftlichen Implikationen des Gabentauschs nachgedacht werden. Dem zugrunde liegt die Annahme, dass der Austausch von Geschenken auf komplexen Strukturen sozialer Systeme wie Machtverhältnisse, Intentionen, Konventionen, Abhängigkeiten und Geltungsbedürfnisse referiert.<span id="more-9566"></span></p>
<p>In der Ausstellung &#8220;Über|Gabe&#8221; im Oktober präsentiert der Kunstverein Hildesheim das Thema in Form künstlerischer Beiträge. Den Auftakt des Projekts bildete im Juli 2011 das &#8220;Gastmahl&#8221;, ein diskursives Begegnungsformat, bei dem sich Künstler, Kunsttheoretiker und Gäste zum Thema des Gebens, Nehmens und Erwiderns in Kunst und Leben austauschten. Während des Ausstellungszeitraums vom 29. Oktober bis 17. November werden nun dieselben Künstler sowie zusätzliche Positionen im Kehrwiederturm Installationen, Videos, Fotografien, Performances und Künstlergespräche präsentieren.</p>
<p>Die Installationen &#8220;Just another ordinary day&#8221; von Julia Dick und &#8220;Schenk mich&#8221; von Katharina Sandner fordern den Betrachter zum aktiven Austausch mit seinem Umfeld heraus. Die für ihre partizipativen Performances bekannten Künstlerinnen haben ihre Solo-Arbeiten eigens für &#8220;Über|Gabe&#8221; entwickelt. Das Video der Intervention &#8220;I just want to give you money&#8221; des Medienkünstlers Iván Argote thematisiert das Misstrauen gegenüber der &#8220;milden Gabe&#8221;. Die junge argentinische Künstlerin Florencia Almirón hingegen arbeitet in ihren Fotografien mit dem Farb- und Formenreportoire von Gabentischen und Geschenkverpackungen.</p>
<p>In seinem Projektbüro am Ostertor 12 zeigt Markus Gustav Brinkmann fünf Arbeiten unter dem Titel &#8220;Keine gute Tat&#8221;. Jede einzelne und alle zusammen sind das Angebot an die Bürger und Bürgerinnen, ihm Geld zu geben. Markus Gustav Brinkmann hat beobachtet, dass es der höchste Wert unserer Gesellschaft ist, möglichst viel Geld für möglichst wenig Gegenleistung zu bekommen. Artifiziell überspitzt Markus Gustav Brinkmann diesen Zustand, indem er die Gegenleistung auf Null setzt. Markus Gustav Brinkmann nimmt nur noch. Dafür ist ihm jede Begründung recht.</p>
<ul>
<li><a href="http://www.kunstverein-hildesheim.de/">Kunstverein Hildesheim</a></li>
<li>Kehrwiederturm</li>
<li>Am Kehrwieder 2</li>
<li>31134 Hildesheim</li>
<li>29. Oktober bis 17. November</li>
</ul>
<p><strong>Foto:</strong></p>
<p>Florencia Almirón, &#8220;Banquet woman&#8221;, 2007.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Vivaldi vom Feinsten</title>
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		<pubDate>Fri, 28 Oct 2011 12:06:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>site admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein / General]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8220;Senatori de la Gioiosa Marca&#8221; im Teatro Colón Von Theresia Sprinzl Man geht durch die Tür und ist in einer anderen Welt, fern von all dem, was einen vielleicht bedrückt oder beschäftigt. Man setzt sich auf seinen Platz und wartet gespannt, bis der erste Ton durch den vollbesetzten Raum klingt. Und dieser hatte es in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>&#8220;Senatori de la Gioiosa Marca&#8221; im Teatro Colón<br />
<em><br />
Von Theresia Sprinzl</em></strong></p>
<p><a href="http://www.kunstinargentinien.com/images/2011/11/mozarteum29.jpg"><img src="http://www.kunstinargentinien.com/images/2011/11/mozarteum29.jpg" alt="" title="mozarteum29" width="250" height="178" class="alignleft size-full wp-image-9537" /></a>Man geht durch die Tür und ist in einer anderen Welt, fern von all dem, was einen vielleicht bedrückt oder beschäftigt. Man setzt sich auf seinen Platz und wartet gespannt, bis der erste Ton durch den vollbesetzten Raum klingt. Und dieser hatte es in sich und überzeugte sofort. Das Streicherensemble &#8220;Senatori de la Gioiosa Marca&#8221; unter der Leitung von Francesco Fanno spielte am Montag und am Dienstagabend im Teatro Colón Werke von Antonio Vivaldi, veranstaltet vom Mozarteum Argentino.</p>
<p>Die Streicher zeigten im ersten Stück laut und impulsiv ihr Können. Danach blieben sie im Hintergrund. Die Aufmerksamkeit lag bei den Solisten. Die Mezzosopranistin Manuela Custer, in ihrer Erscheinung dominant, zeigte, dass ihre Stimme facettenreich sein kann. Sowohl die tiefe als auch die hohe Lage schien für sie kein Problem zu sein. Doch erst am Schluss taute sie richtig auf und zeigte, dass für die musikalische Darbietung mehr als eine perfekte Stimme notwendig ist.<span id="more-9536"></span></p>
<p>Ein wenig Unsicherheit spürte man bei Susanna Moncayo von Hase in der hohen Lage. Aber das fiel kaum ins Gewicht, da ihre unverwechselbare, kräftige, tiefe und warme Stimme gleich beim ersten Ton den Zuhörer in ihren Bann zog. Die Sopranistin Gemma Bertagnolli sang schwierige Koloraturen, die sie perfekt beherrschte.</p>
<p>Durch die Flötistin Dorothee Oberlingen und den Lautenspieler Ivano Zanenghi wurde der Abend deutlich aufgelockert. Positiv überraschte der Erzähler Filippo Plancher, der das Leben Antonio Vivaldis während des Konzerts auf eine sehr angenehme Weise vortrug. Hier könnten sich die deutschen Opern- und Konzerthäuser ein Beispiel nehmen.</p>
<p>Das sehr abwechslungsreiche und gleichzeitig äußerst anspruchsvolle Konzert war ein Genuss für die Zuhörer, die am Ende lange anhaltenden Beifall spendeten.</p>
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		<title>Die Geburt des Individuums</title>
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		<pubDate>Wed, 19 Oct 2011 19:28:01 +0000</pubDate>
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				<category><![CDATA[Allgemein / General]]></category>
		<category><![CDATA[Tipp der Woche / Recomendación de la semana]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Ausstellung &#8220;Gesichter der Renaissance&#8221; im Berliner Bode-Museum versammelt rund 170 Porträtdarstellungen der italienischen Frührenaissance Von Nicole Büsing und Heiko Klaas &#8220;Alle Frauen im 15. Jahrhundert wollten schön aussehen&#8221;, sagt Keith Christiansen, der Leiter der Abteilung Europäische Malerei am New Yorker Metropolitan Museum. Und, so fügt er hinzu, der &#8220;Magazine Look&#8221;, also unsere von Modemagazinen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Die Ausstellung &#8220;Gesichter der Renaissance&#8221; im Berliner Bode-Museum versammelt rund 170 Porträtdarstellungen der italienischen Frührenaissance</p>
<p><em>Von Nicole Büsing und Heiko Klaas</em></strong></p>
<p><a href="http://www.kunstinargentinien.com/images/2011/10/REN33.jpg"><img src="http://www.kunstinargentinien.com/images/2011/10/REN33.jpg" alt="" title="REN33" width="250" height="341" class="alignleft size-full wp-image-9301" /></a>&#8220;Alle Frauen im 15. Jahrhundert wollten schön aussehen&#8221;, sagt Keith Christiansen, der Leiter der Abteilung Europäische Malerei am New Yorker Metropolitan Museum. Und, so fügt er hinzu, der &#8220;Magazine Look&#8221;, also unsere von Modemagazinen wie Vogue oder Elle geprägte Vorstellung perfekter Schönheit, sei keine Erfindung des letzten Jahrhunderts, sondern ein Ideal, das von den Künstlern der italienischen Renaissance bereits im frühen 15. Jahrhundert vorformuliert wurde. Christiansen hat gemeinsam mit seinem deutschen Kollegen Stefan Weppelmann von den Staatlichen Museen zu Berlin eine Ausstellung zusammengestellt, die in den beiden Kunstmetropolen diesseits und jenseits des Atlantik für Furore sorgen soll.</p>
<p>&#8220;Gesichter der Renaissance&#8221; versammelt rund 170 Bildnisse aus den berühmtesten Museen der Welt: Tafelbilder, Zeichnungen, plastische Darstellungen, Büsten und Porträtmedaillen. Präsentiert werden die kostbaren und überaus lichtempfindlichen Exponate auf schwarz gestrichenen Wänden. Die Gemälde und Zeichnungen hängen jedoch nicht direkt an der Wand sondern auf schwarzen Samtfonds, die ihnen zusätzliche Noblesse verleihen. Individuelle Spotlights lassen die Bilder fast aus sich selbst heraus leuchten. Erstmals in dieser Fülle und Qualität erforscht eine internationale Ausstellung die Geburt des Individuums aus dem Geist der Kunst.<span id="more-9297"></span></p>
<p><a href="http://www.kunstinargentinien.com/images/2011/10/REN66.jpg"><img src="http://www.kunstinargentinien.com/images/2011/10/REN66.jpg" alt="" title="REN66" width="250" height="188" class="alignleft size-full wp-image-9302" /></a>Anbetungsbilder, allegorische Darstellungen einzelner Personen oder Heiliger, Erinnerungsbilder auf Grabplatten: All das gab es natürlich schon vor der Renaissance. Die Etablierung des autonomem Porträts aber war der große Schritt nach vorne. War es bis zum frühen 15. Jahrhundert noch weitgehend unüblich, individualisierte Porträts herzustellen, so entwickelte sich jetzt ein wahrer Boom der Porträtkunst. Fürsten und Kaufleute, Kardinäle und selbstbewusste Bürger ließen sich und die von ihnen angebeteten Frauen auf naturalistische Art und Weise von den besten Künstlern ihrer Zeit porträtieren.</p>
<p>Zum Beispiel der Florentiner Clan der Medici. Unter den Mitgliedern der durch Textilhandel und die Erfindung des modernen Bankwesens zu Reichtum und Macht gelangten Dynastie gehörte es praktisch zum guten Ton, das eigene Konterfei anfertigen zu lassen. Und das keineswegs nur auf Gemälden. Ein wichtiger Bildträger der damaligen Zeit waren auch Porträtmedaillen aus Bronze in höherer Auflage, die man zum Beispiel an Geschäftspartner verschenkte. Die zeitweilige Konjunktur dieser Profilbildnisse, so eine der neuen Erkenntnisse der Ausstellungsmacher, regte die Porträtmalerei überhaupt erst an.</p>
<p>Zu den eindrucksvollsten Beispielen der Schau gehören Sandro Botticellis drei Porträts des jungen Giuliano de’Medici. Die Bildnisvarianten zeigen einen ernsthaft blickenden jungen Mann mit vollen, halblangen schwarzen Haaren und würdevoll niedergeschlagenen Augen. Dass derartige Bilder durchaus auch innerhalb damaliger Strategien des Machterhalts und des Machtausbaus ihre Funktion hatten, legen jüngere Forschungsergebnisse nahe. Giulianos Bruder, der mächtige Lorenzo de’Medici, genannt der Prächtige, suchte seinen Einfluss auf die römische Kurie zu vergrößern. Das Bildnis seines in sich gekehrten, aber dennoch entschlossen wirkenden Bruders wirkt da aus heutiger Sicht fast wie ein Bewerbungsfoto. Erfolg war ihm nicht beschieden. Giuliano kam noch im Entstehungsjahr des Bildes bei einer Verschwörung ums Leben.</p>
<p><a href="http://www.kunstinargentinien.com/images/2011/10/REN55.jpg"><img src="http://www.kunstinargentinien.com/images/2011/10/REN55.jpg" alt="" title="REN55" width="250" height="345" class="alignright size-full wp-image-9303" /></a>Zu den Publikumslieblingen der Schau dürften sicherlich die zahlreichen Profilbildnisse junger, vorzugsweise blonder Frauen werden. Blasser Teint, schlanker Hals und hohe Stirnpartie konstituieren ein Schönheitsideal, das bis heute fortwirkt. Leonardo da Vincis Gemälde &#8220;Dame mit dem Hermelin&#8221; (1489-90) aus dem Krakauer Czatoryski Museum, am Ende des Rundgangs prominent platziert, bildet das Highlight der Schau. Es ist ein Gemälde, das bis heute Rätsel aufgibt. Wohin schaut die merkwürdig ablenkte Dame? Warum wirkt ihre Hand so überproportional groß und um vieles älter? Und vor allem: Was hat es mit dem Hermelin auf sich? Kurator Stefan Weppelmann betont die Sonderstellung dieses Gemäldes: &#8220;Das ist das erste moderne Porträt der Kunstgeschichte. Modern deshalb, weil es wagt, über die Natur hinauszugehen und sich Abstraktionen erlaubt.&#8221;</p>
<p><strong>Auf einen Blick:</strong></p>
<ul>
<li>Ausstellung: Gesichter der Renaissance &#8211; Meisterwerke italienischer Porträt-Kunst</li>
<li>Ort: Staatliche Museen zu Berlin, Bode-Museum</li>
<li>Zeit: 25. August bis 20. November 2011</li>
<li>Öffnungszeiten: Mo-Mi 10-18 Uhr, Do-So 10-22 Uhr</li>
<li>Katalog: Hirmer Verlag, 432 S., 29 Euro</li>
<li><a href="http://www.smb.museum/smb/gesichter/">Webseite</a></li>
</ul>
<p><strong>Fotos von oben nach unten:</strong></p>
<ul>
<li>Leonardo da Vinci, &#8220;Dame mit dem Hermelin&#8221; (Porträt der Cecilia Gallerani), 1489/90. Krakau, Besitz der Prinz Czartoryski Stiftung, im Nationalmuseum Krakau</li>
<li>Ausstellungsansicht Medici-Raum<br />
<em>(Foto: Klaas)</em></li>
<li>Sandro Botticelli, &#8220;Profilbildnis einer jungen Frau&#8221; (Simonetta Vespucci?), um 1476. Gemäldegalerie, Staatliche Museen zu Berlin</li>
</ul>
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		</item>
		<item>
		<title>Wer war es bloß?</title>
		<link>http://www.kunstinargentinien.com/index.php/2011/10/15/wer-war-es-bloss/</link>
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		<pubDate>Sat, 15 Oct 2011 21:56:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>site admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein / General]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft / Sociedad]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8220;Wir doch nicht!&#8221; &#8230; &#8230; sagen die Politiker. &#8220;Wir hetzen schließlich seit 1 ½ Jahren von einer Sitzung in die nächste, um die Krise in den Griff zu bekommen. Es gäbe sie gar nicht, die Krise, wenn die nimmersatten Banken und anderen Finanzjongleure nicht ständig in unverantwortlicher Weise gegen die Schuldnerländer spekulierten. Getriebene sind wir [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>&#8220;Wir doch nicht!&#8221; &#8230;</strong></p>
<p><a href="http://www.kunstinargentinien.com/images/2011/10/Euro-Krise.jpg"><img src="http://www.kunstinargentinien.com/images/2011/10/Euro-Krise.jpg" alt="" title="Euro-Krise" width="250" height="133" class="alignright size-full wp-image-9284" /></a>&#8230; sagen die Politiker. &#8220;Wir hetzen schließlich seit 1 ½ Jahren von einer Sitzung in die nächste, um die Krise in den Griff zu bekommen. Es gäbe sie gar nicht, die Krise, wenn die nimmersatten Banken und anderen Finanzjongleure nicht ständig in unverantwortlicher Weise gegen die Schuldnerländer spekulierten. Getriebene sind wir Politiker, von den Märkten Getriebene!&#8221;</p>
<p>&#8220;Spekulanten?&#8221;, empören sich die Fondsmanager. &#8220;Solch ein Unsinn! Wir verwalten Spargelder der Bürger und das Vermögen von Pensionskassen und Versicherungen. Sollen wir tatenlos zusehen, wie diese durch zahlungsunfähige Schuldnerländer immer weniger werden?&#8221;</p>
<p>&#8220;Na, na&#8221;, meinen die Banken, &#8220;es ist schon richtig, dass manche von uns sich verzockt hatten und zum Überleben Staatshilfe brauchten. Aber das ist doch nur ein Teil der Geschichte. Der andere Teil ist, dass die Politik in vergangenen Jahrzehnten nicht nur widerstandslos unseren Forderungen nach Deregulierung des Systems nachgab, sie hat uns sogar erlaubt und in vielen Fällen animiert, insolvente Häuslebauer und überschuldete Staaten zu finanzieren, indem sie Hypothekenkredite und solche an (westliche) Staaten von der Risikovorsorge ausnahm. Sollten wir diese Möglichkeiten etwa nicht nutzen? Letzten Endes sind wir private Gesellschaften, unseren Aktionären verantwortlich. Auch von den Rating Agencies haben wir lange keine Warnungen gehört.&#8221;<span id="more-9282"></span></p>
<p>&#8220;Von wegen!&#8221;, ereifern sich die Rating Agencies, &#8220;schon 2004 fingen wir an, Griechenland herabzustufen. Außerdem werden wir nicht müde klarzustellen, dass unsere Wertungen keine Empfehlungen sind, sondern unverbindliche Meinungen. Schließlich verfügen Banken und andere große Marktteilnehmer und auch die staatlichen Aufsichtsorgane über sehr kompetente eigene Risikomanager.&#8221;</p>
<p>&#8220;Das ist völlig richtig&#8221;, schalten sich die Volkswirte ein, &#8220;schon zu Beginn der Währungsunion haben wir darauf hingewiesen, dass die Abwesenheit übereinstimmender Finanz- und Sozialpolitiken in Euroland durch unterschiedliche Zinssätze für Staatsanleihen kompensiert werden müssen. Das wären für einige Länder frühe Überschuldungssignale gewesen. Bloß haben die Märkte diese Signale nicht gegeben. Sie betrachteten Euroland als einen Gesamthafter.&#8221;</p>
<p>&#8220;Oho!&#8221;, entgegnet die EU-Kommission, &#8220;dabei ist eine gegenseitige Haftung in unseren Verträgen expressis verbis ausgeschlossen. Übrigens kann an unserem Risikobewusstsein kein Zweifel bestehen. Schon anlässlich des Beitritts Griechenlands haben wir schwere Bedenken angemeldet. Es waren dann die Nationalstaaten, die in blindem Voluntarismus den Beitritt durchsetzten.&#8221;</p>
<p>Wer war es dann also? Zwei Vorschläge:</p>
<p>Ein gütiges Schicksal, das uns Wohlstandsbürgern in Europa und Nordamerika zwei Jahrzehnte hindurch zu verdrängen erlaubte, dass einige hundert Millionen in die globale Wirtschaft eingetretene intelligente, fleißige und bescheidene Asiaten und Osteuropäer durch ihre Arbeit Anrecht auf einen Teil unseres Wohlstands erwarben, den wir als unangreifbar zu betrachten gewohnt waren.</p>
<p>Ein grausames Schicksal, das uns damit blendete, durch halsbrecherische Finanztransaktionen und massive Kredite an Private, Institutionen und Staaten die drohende Wohlstandsminderung austricksen zu können, welches hierdurch jedoch das Problem nur vergrößerte und seine Lösung in die (vermutlich nicht ferne) Zukunft verlagerte.</p>
<p>Der Leser möge sich einen aussuchen.  </p>
<p>(<strong>Von Friedbert W. Böhm</strong><em>)   </p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Iguazú-Fälle zuf Weltwunder-Kurs</title>
		<link>http://www.kunstinargentinien.com/index.php/2011/10/15/iguazu-falle-zuf-weltwunder-kurs/</link>
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		<pubDate>Sat, 15 Oct 2011 13:05:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>site admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein / General]]></category>

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		<description><![CDATA[Wasserfälle könnten als eines der &#8220;Sieben Neuen Weltwunder&#8221; gewählt werden Von Susanne Franz Die &#8220;Cataratas de Iguazú&#8221; an der argentinisch-brasilianischen Grenze sind auf dem besten Wege, zu einem der &#8220;Sieben Neuen Weltwunder&#8221; gekürt zu werden. Das bereits von der UNESCO zum Naturerbe der Menschheit erklärte landschaftliche Paradies befindet sich unter den 28 Finalisten, aus denen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Wasserfälle könnten als eines der &#8220;Sieben Neuen Weltwunder&#8221; gewählt werden<em></p>
<p>Von Susanne Franz</em></strong></p>
<p><a href="http://www.kunstinargentinien.com/images/2011/10/iguazu.jpg"><img src="http://www.kunstinargentinien.com/images/2011/10/iguazu.jpg" alt="" title="iguazu" width="250" height="167" class="alignleft size-full wp-image-9294" /></a>Die &#8220;Cataratas de Iguazú&#8221; an der argentinisch-brasilianischen Grenze sind auf dem besten Wege, zu einem der &#8220;Sieben Neuen Weltwunder&#8221; gekürt zu werden. Das bereits von der UNESCO zum Naturerbe der Menschheit erklärte landschaftliche Paradies befindet sich unter den 28 Finalisten, aus denen noch bis zum 11.11. um 11.11 Uhr Greenwich Mean Time (8.11 Uhr argentinische Zeit) über die sieben Gewinner abgestimmt werden kann (u.a. per Internet und SMS). Die 28 Finalisten wurden aus 77 Bewerbern ausgewählt, die aus einer Liste von ursprünglich 450 Weltwunderanwärtern aus dem Jahr 2008 für den Wettbewerb erkoren worden waren. Auch der Schwarzwald in Deutschland steht auf der Liste der 28.</p>
<p>Die Weltwunder-Initiative wurde von der Schweizer Stiftung &#8220;<a href="http://www.new7wonders.com/?lang=es">New Seven Wonders</a>&#8221; (N7W) ins Leben gerufen. Dass deren Vorsitzender Bernard Weber und Geschäftsführer Jean Paul de la Fuente sich zu Wochenbeginn mehrere Tage in Iguazú aufhielten und u.a. medienwirksam mit einem Zeppelin das aus 275 Wasserfällen bestehende Naturparadies überflogen, wurde von den Behörden in Misiones und der Verwaltung der &#8220;Cataratas&#8221; als sehr gutes Zeichen gewertet. Von einem Titel als &#8220;Neues Weltwunder&#8221; erhoffen sich die Verantwortlichen ein noch stärkeres Anwachsen des Tourismus.</p>
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		<title>10 Jahre Spitzenklasse</title>
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		<pubDate>Sat, 17 Sep 2011 17:56:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>site admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein / General]]></category>
		<category><![CDATA[Tipp der Woche / Recomendación de la semana]]></category>

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		<description><![CDATA[Das Malba feiert am 21. September seinen 10. Geburtstag Von Susanne Franz &#8220;Malba: Geburt eines Wunders&#8221; titelte die Autorin vor 10 Jahren im &#8220;Argentinischen Tageblatt&#8221;. Der Unternehmer und Kunstsammler Eduardo Costantini hatte seinen Traum Wirklichkeit werden lassen: Für seine exquisite Sammlung lateinamerikanischer Kunst ließ der feinsinnige Geschäftsmann ein Museum für damals 50 Millionen Dollar bauen. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Das Malba feiert am 21. September seinen 10. Geburtstag</p>
<p><em>Von Susanne Franz</em></strong></p>
<p><a href="http://www.kunstinargentinien.com/images/2011/09/malba12.jpg"><img src="http://www.kunstinargentinien.com/images/2011/09/malba12.jpg" alt="" title="malba12" width="250" height="333" class="alignleft size-full wp-image-8895" /></a>&#8220;Malba: Geburt eines Wunders&#8221; titelte die Autorin vor 10 Jahren im &#8220;Argentinischen Tageblatt&#8221;. Der Unternehmer und Kunstsammler Eduardo Costantini hatte seinen Traum Wirklichkeit werden lassen: Für seine exquisite Sammlung lateinamerikanischer Kunst ließ der feinsinnige Geschäftsmann ein Museum für damals 50 Millionen Dollar bauen. In einem internationalen Wettbewerb gewann ein junges argentinisches Architektenteam den Zuschlag für den lichtdurchfluteten Bau an der Avenida Alcorta. Monatelang gab es Streit mit den Nachbarn, denen das Gebäude zu hoch war und die vor Gericht verbissen gegen das Museum ankämpften. Doch Costantini kam gegen alle Widrigkeiten an, und so geschah es, dass das Museo de Arte Latinoamericano de Buenos Aires kurz vor der Wirtschaftskrise 2001/2002 eröffnet werden konnte: am 21. September 2001. Seit seinen ersten Schritten bis heute führt das Malba die Liste der wenigen Kultureinrichtungen in Argentinien an, die auf höchstem internationalen Standard operieren.</p>
<p>Zur Feier seines 10-jährigen Jubiläums eröffnet das <a href="http://www.malba.org.ar/web/home.php">Malba</a> am kommenden Mittwoch eine Retrospektive des franko-venezolanischen Künstlers Carlos Cruz-Diez, eines Vertreters der Kinetischen Kunst. Im Anschluss gibt es 10 Tage Malba bei freiem Eintritt. Neben der Cruz-Diez-Ausstellung bietet das Museum auch einen neuen Rundgang durch die Sammlung lateinamerikanischer Kunst des 20. Jahrhunderts, mit den wichtigsten Werken des eigenen Museumsschatzes und einer Auswahl an Meisterwerken, die das Museum of Fine Arts, Houston, für diesen Zweck ausgeliehen hat.<span id="more-8893"></span></p>
<p>Die Zahlen sprechen für sich: 3.200.000 Menschen haben das Malba in den 10 Jahren seines Bestehens besucht, im Durchschnitt 350.000 pro Jahr. Mittlerweile gehören 500 Werke zur Museumssammlung, das Doppelte seit Gründung des Malba, darunter sind viele Schenkungen. Mehr als 120 Sonderausstellungen argentinischer, lateinamerikanischer und internationaler Künstler hat das Museum organisiert, 70 Kataloge wurden herausgegeben.</p>
<p>Das Malba spielt mittlerweile auch im literarischen und cinematographischen Kulturbetrieb Argentiniens eine herausragende Rolle. Hervorzuheben neben vielem anderen ist auch der pädagogische Bereich des Museums.</p>
<p>Malba-Gründer Eduardo Costantini ist das noch lange nicht genug: &#8220;Der Blick des Museums ist fest in die Zukunft gerichtet&#8221;, sagte er anlässlich des Jubiläums, und meint damit vor allem die geplante Erweiterung des Malba.</p>
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		<title>Neues Bücher- und Sprachmuseum</title>
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		<pubDate>Sun, 11 Sep 2011 20:30:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>site admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein / General]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8220;Museo del Libro y de la Lengua&#8221; soll Ende September eröffnet werden Von Susanne Franz Die Pläne stammen von Clorindo Testa und Francisco Bullrich, den Architekten des futuristischen Baus der Nationalbibliothek. Zu dieser gehört es auch, das fast fertiggestellte &#8220;Museo del Libro y de la Lengua&#8221; an der Avenida las Heras zwischen Austria und Agüero, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>&#8220;Museo del Libro y de la Lengua&#8221; soll Ende September eröffnet werden</p>
<p><em>Von Susanne Franz</em></strong></p>
<p><a href="http://www.kunstinargentinien.com/images/2011/09/museo-del-libro.jpg"><img src="http://www.kunstinargentinien.com/images/2011/09/museo-del-libro.jpg" alt="" title="museo-del-libro" width="250" height="188" class="alignleft size-full wp-image-8815" /></a>Die Pläne stammen von Clorindo Testa und Francisco Bullrich, den Architekten des futuristischen Baus der Nationalbibliothek. Zu dieser gehört es auch, das fast fertiggestellte &#8220;Museo del Libro y de la Lengua&#8221; an der Avenida las Heras zwischen Austria und Agüero, das Ende dieses Monats eröffnet werden soll. So berichtete es die Tageszeitung &#8220;Clarín&#8221; am Dienstag.</p>
<p>Das Museum soll auf 1500 Quadratmetern und drei Stockwerken den für die argentinische Literatur fundamentalen Büchern und Schriftstellern einen Raum geben und über die Auseinandersetzung mit der &#8220;eigenen&#8221; Sprache ein Werkzeug für ein Nachdenken über Identität liefern. Wie das Museum dies gestalterisch umsetzen wird, ist mit Spannung zu erwarten, da das Museumsteam laut Clarín auf keinerlei Material wie einen Sprachatlas der spanischen bzw. der indigenen Sprachen in Argentinien zurückgreifen konnte.</p>
<p>Das neue Museum, das 12,3 Millionen Pesos gekostet hat, geht mit einer 14-köpfigen Besetzung unter Direktorin María Pía López an den Start. Fürs Jahr 2012 soll das &#8220;Museo del Libro y de la Lengua&#8221; über ein Budget von 3,5 Millionen Pesos verfügen dürfen, das aus dem Etat der Nationalbibliothek stammen soll, der in diesem Jahr 58 Millionen Pesos betrug und 2012 auf 75 Millionen Pesos aufgestockt werden soll, so &#8220;Clarín&#8221;.</p>
<p>Kunstaktionen und -ausstellungen soll im neuen Museum ein großer Stellenwert eingeräumt werden. Zur Eröffnung sind eine Videoinstallation von Albertina Carri sowie eine Ausstellung von Roberto Jacoby geplant.</p>
<p><strong>Foto:</strong><br />
Als Architekturmodell kam es dezent daher, nun ist das neue Museum Knallfuchsia gestrichen.</p>
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		<title>Online-Wahl von Menschenrechts-Logo</title>
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		<pubDate>Tue, 06 Sep 2011 18:14:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>site admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein / General]]></category>

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		<description><![CDATA[Bis zum 17. September kann man abstimmen Von Susanne Franz Bis zum 17.9. kann man an der Wahl des Logos für die Menschenrechte teilnehmen. Aus 15.375 Einsendungen aus 190 Ländern, die seit dem 3.5.2011 eingingen, traf eine Jury eine Vorauswahl von 10, aus denen nun das endgültige Logo gewählt werden soll. Mitmachen kann man auf [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Bis zum 17. September kann man abstimmen</p>
<p><em>Von Susanne Franz</em></strong></p>
<p><a href="http://www.kunstinargentinien.com/images/2011/09/logo1.jpg"><img src="http://www.kunstinargentinien.com/images/2011/09/logo1.jpg" alt="" title="logo" width="250" height="183" class="alignright size-full wp-image-8734" /></a>Bis zum 17.9. kann man an der Wahl des Logos für die Menschenrechte teilnehmen. Aus 15.375 Einsendungen aus 190 Ländern, die seit dem 3.5.2011 eingingen, traf eine Jury eine Vorauswahl von 10, aus denen nun das endgültige Logo gewählt werden soll. Mitmachen kann man auf der <a href="http://www.humanrightslogo.net/">Webseite der Initiative</a>.</p>
]]></content:encoded>
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