Off Topic
Kinotheater - Theaterkino
18/10/2008Zyklus “Cine-Teatro” im Centro Cultural Rojas
Von Hanna Jochims
Becketts “Warten auf Godot”, von Samuel Beckett selbst inszeniert. Am 01.11.2008, hier in Buenos Aires. Wie das sein kann? Wo Beckett doch 1989 in Paris starb? Das Centro Cultural Rojas macht es möglich. In seiner Reihe “Cine-Teatro” zeigt es seit dem vergangenen Samstag großes Theater in digitaler Form. Jeden Samstag um 18 Uhr öffnet sich der Vorhang für Verfilmungen bedeutender moderner und zeitgenössischer Theaterstücke. Der Zyklus “Cine-Teatro” in der Sala Biblioteca des Rojas (Av. Corrientes 2038) findet noch bis zum 29. November statt. Alle Vorführungen sind gratis.
Heute, am 18.10., steht Shakespeare auf dem Programm. Seine wohl bekannteste Tragödie “Hamlet” wird in einer Inszenierung von Peter Brook gezeigt (Frankreich, 2001). Am 25. Oktober ist die “Hamletmaschine” von Heiner Müller zu sehen. Daniel Veronese, Emilio García Wehbi und Antonia Alvarado führten Regie, gespielt wurde die “Máquina Hamlet” 1995 von der argentinischen Kompanie “El Periférico de Objetos”. Und dann: “Warten auf Godot”, Samuel Becketts Meisterwerk. 1988, ein Jahr vor seinem Tod, inszenierte der irische Dramatiker sein Stück in den USA. Der entstandene Film läuft am 01. November im Rahmen des Zyklus. An den folgenden Samstagen werden Werke von Pina Bausch, der Starchoreographin der internationalen Tanzszene (8.11.), ein weiterer Beckett (15.11.), die weltbekannte französische Theaterregisseurin Ariane Mnouchkine (22.11.) und Tadeusz Kantor (29.11.) gezeigt.
Sektion / Sección: Tipp der Woche / Recomendación de la semana, Off Topic
Keine Kommentare / No hay comentarios »
Doku-Festival in Buenos Aires
14/10/2008Dokumentarfilm-Festival docBsAs/08
Von Hanna Jochims

Dokumentarfilme, früher häufig als „Kassengift” abgetan, erfreuen sich in den letzten Jahren zunehmender Beliebtheit. So melden Dokumentarfilmfestivals wie zum Beispiel das „Sunny Side of the Doc” (Frankreich) steigende Besucherzahlen.
In Buenos Aires findet vom 16. bis zum 26. Oktober das Dokumentarfilmfestival docBsAs/08 statt. Zum achten Mal werden die besten internationalen Produktionen gezeigt, diskutiert und kommentiert.
Im Teatro San Martin (Av. Corrientes 1530) und in der Alianza Francesa de Buenos Aires (Av. Córdoba 936) werden Filmemacher wie Avi Mogravi (Israel), Thomas Heise (Deutschland), Helke Sander (Deutschland) und Denis Gheerbrant (Frankreich) dem Publikum ihre Filme zum Teil persönlich präsentieren. Mogravi, der das Festival bereits zum zweiten Mal besucht, stellt sein neustes Werk vor, „Z32” (2008). Die israelisch-französische Koproduktion über einen Ex-Elitesoldaten sei eine „musikalische Dokumentartragödie”, so Mogravi.
Das docBsAs/08 bietet ebenfalls den Rahmen für das wichtigste Dokumentarfilmforum Lateinamerikas. Im „Forum Producción Documental” werden vom 20. bis zum 25. Oktober die kreativsten Filmprojekte des lateinamerikanischen Kontinents prämiert. Die Veranstalter des docBsAs/08 haben führende Experten des Genres gewinnen können. So werden unter anderen Yves Jeanneau (Sunny Side of the Doc, Frankreich), Carlos Muguiro (Festival Punto de Vista de Navarra, Spanien) und Monique Simard (Rencontres Internationales du Documentaire de Montréal, Kanada) in der hochkarätigen Jury vertreten sein.
Das komplette Programm kann auf der Webseite des Festivals eingesehen werden.
Sektion / Sección: Tipp der Woche / Recomendación de la semana, Off Topic
Keine Kommentare / No hay comentarios »
Der Frühling lockt sie wieder
11/10/2008Kostenloses Kulturspektakel in Buenos Aires
Von Katharina Guderian

Todesstoß für Kulturmuffel: Das Festival “Primavera Buenos Aires” holt auch den Faulsten vom Sofa.
Elf Wochen lang verwandelt sich die Stadt Buenos Aires in eine einzige große Bühne. So finden die Menschen, wenn es sie nach einem langen, kalten Winter nach draußen drängt, beim diesjährigen Open-Air Festival “Primavera Buenos Aires” eine schier unerschöpfliche Flut an kulturellen Angeboten.
Vom 5. Oktober bis 13. Dezember bietet die Stadt ein facettenreiches Programm mit 150 verschiedenen kulturellen Attraktionen für Erwachsene und Kinder. Parks verwandeln sich in Konzerthallen, städtische Plätze in Theaterbühnen, Straßen in Vortragssäle. Das Angebot aus Rockkonzerten, Tangoshows, Theater, Puppentheater, Filmvorführungen und Poesie bis hin zu Vorlesungen lässt keine Ausreden zu. Spezies Kulturmuffel von Aussterben bedroht. Denn: Das gesamte Programm ist völlig kostenlos.
Im Zuge des Internationalen Filmfestivals werden in drei Stadtvierteln unter dem dunklen Dach des Sternenhimmels jeweils sonntags um 16 und 18 Uhr zwei Filme gezeigt. Unter anderem “Las Intimidades de Shakespeare y Víctor Hugo” von Yulene Olaizola, Gewinner des internationalen Wettbewerbs des diesjährigen Independent-Kinofestivals, “Cama adentro” von Jorge Gaggero und “Joaquín Sabina 19 días, 500 noches” von Ramón Gieling.
Bei einem einzigartigen Spektakel spielen am 22.11. die berühmten “Berliner Symphoniker” unter dem österreichisch-argentinischen Dirigenten Jorge Uliarte am Obelisken auf der Avenida 9 de Julio.
Der Austragungsort des “Davis Cup” verwandelt sich an zwei Wochenenden (29.-30.11. und 6.-7.12.) in ein riesiges Konzertfestival, bei dem sich Fans von moderner Folklore, Rock und Reggae austoben können. Rock, Pop, Jazz und urbanen Blues gibt es im griechischen Amphitheater in Puerto Madero fünf Mal Samstag und Sonntag um 19 Uhr zu hören. Den Start machen am 16.11. “La Portuaria” und Antonio Birabent, zum Abschluss am 30.11. spielen Hilda Lizarazu und “Estelares”.
Sechs Mal vibriert Mataderos zu typischen Tango-Klängen, jeweils Samstag und Sonntag um 18 Uhr. Guillermo Fernández eröffnet am 15.11., Susana Rinaldi beendet den Kreis am 30.11. Unter der Leitung von Raúl Garello und Juan Carlos Cuacci spielt das Tangoorchester acht Mal sonntags um 11 Uhr. Zuerst am 19.10. im Amphitheater Costanera Sur, zuletzt am 7.12. auf der Plaza Juan B. Alberdi (Villa Urquiza). Das Sinfonieorchester der Stadt tritt vier Mal samstags um 18 Uhr auf, den Start macht es am 1.11. im Pasaje Lanín, den Abschluss am 6.12. auf der Plaza Juan B. Alberdi (Villa Urquiza).
Ein Musical über das Leben der Mutter Theresa von Regisseur Manuel González Gil wird 18 Mal samstags und sonntags um 18 Uhr aufgeführt. Zuerst am 11.10. im Park Centenario, zuletzt am 7.12. auf dem Platz San Martín de Tours in Recoleta.
Als ganz neues Spektakel in diesem Jahr wird im Parque Lezama ein lebendes Schachspiel präsentiert, das sich als Mischung aus Ballett und Theater an die argentinische Tango-Tradition anlehnt. Es wird vom 9.11. bis zum 7.12. immer samstags und sonntags um 17 Uhr gezeigt.
Zwei Hebammen, ein Fotograf, ein paar Milchmänner und ein Leierkastenmann touren durch die Stadt, um die Geschichte ihrer Berufe zu erzählen. Jeweils samstags und sonntags um 16 Uhr sind zum Beispiel am 11.10. die Hebammen im Park Patricios, der Fotograf im Botanischen Garten und der Leierkastenmann auf dem Platz Gral. Manuel Belgrano.
Magdalena Fleitas Spektakel “Salpicón de risas” mit Poesie und der Clowngruppe von Daniela Florentino lockt am 18.10. die Kleinen nach Costanera Sur und am 19.10. ins Amphitheater in Mataderos. Der berühmte Magier Globos zeigt zwölf Mal samstags und sonntags um 17.30 Uhr eine Show für Kinder. Die erste Vorführung findet am 1.11. auf dem Platz 1º de Mayo (Balvanera) statt, die letzte am 7.12. im Bosque Agronomía Plaza Jamaica.
Den Schluss des Kulturspektakels bildet ein riesiges Glockenkonzert am 13.12., das den Bewohnern vergessene Klänge ihrer Stadt in Erinnerung rufen will. Genauere Informationen bietet die Webseite der Stadt.
Sektion / Sección: Tipp der Woche / Recomendación de la semana, Off Topic
Keine Kommentare / No hay comentarios »
“Underground”-Musik
20/09/2008Jazzfestival in der Subte
Von Susanne Franz
Die Kulturabteilung “Subtevive” des U-Bahn-Betreibers Metrovías hat für den morgigen Sonntag, 21.9., einen besonderen Leckerbissen vorbereitet. ein unterirdisches Jazzfestival, in dessen Rahmen um 16, 17, 18, 19 und 20 Uhr an verschiedenen Stationen des U-Bahnnetzes über 30 Bands auftreten werden. Geboten werden die verschiedensten Stilrichtungen vom Swing über Country oder Akustik-Blues bis Bebop. So kann man zum Beispiel um 16 Uhr an der zentralen Station Carlos Pellegrini dem “Néstor Barbieri Trío” lauschen, oder an der Independencia dem “Collegium Musicum Blues Ensamble”. Je sieben Angebote gibt es um 16, 17 und 18 Uhr, um 19 Uhr sind es acht Gigs, um 20 Uhr findet ein letztes Konzert in der Station Juramento statt: Gustavo Firmenich und “Jazz 4″ spielen mit Enrique Varela “Porgy und Bess” von George Gershwin. Infos und Programm hier.
Sektion / Sección: Tipp der Woche / Recomendación de la semana, Off Topic
Keine Kommentare / No hay comentarios »
Argentinische Filmpreise 2008
16/09/2008Puenzo und Sapir erhielten je drei “Cóndor del Plata”-Auszeichnungen
Von Susanne Franz
Am Montagabend ist Lucía Puenzos Drama “XXY” bei der 56. Verleihung der argentinischen Filmpreise “Cóndor del Plata” als bester Film des Jahres 2007 ausgezeichnet worden. Darüber hinaus gewann der Streifen die Auszeichnung für das beste adaptierte Drehbuch (Puenzo), und Inés Efrón erhielt den Silberkondor der besten Schauspielerin für ihre Darstellung der Intersexuellen Alex in Puenzos Film. Auch “La antena” wurde mit drei Preisen ausgezeichnet: Esteban Sapir erhielt die Ehrung für die beste Regie, und der Streifen gewann in den Sparten Ton und Schnitt. “El otro” von Ariel Rotter wurde mit zwei Preisen belohnt: für das beste Originaldrehbuch (Rotter) und den besten Darsteller (Julio Chávez).
Sektion / Sección: Off Topic
Keine Kommentare / No hay comentarios »
Zyklus Neuer Dramaturgie
1/09/2008Szenische Lesungen im Goethe-Institut
Ab heute, Montag, den 1. September, und bis zum 7. Oktober, findet im Goethe-Institut Buenos Aires (Av. Corrientes 319) eine neue Reihe Szenischer Lesungen („Semi-Montados“) statt, in deren Rahmen Texte zeitgenössischer europäischer Theaterautoren von jungen argentinischen Regisseuren in Szene gesetzt werden. Die Aufführungen sind jeweils montags und dienstags um 20 Uhr; der Eintritt ist frei. Karten (zwei pro Person) können je eine Stunde vor Vorstellungsbeginn abgeholt werden.
Anja Hilling, Laura de Weck, Johannes Schrettle, Händl Klaus und David Lescot zählen zur neuen Generation europäischer Dramatiker. Ihre Stücke, die für die Reihe Neuer Dramaturgie ausgesucht wurden, handeln von der Suche nach dem Sinn und den Problemen ihrer Zeit: von oberflächlichen Freundschaften, vom Leben für den Lebenslauf, von Kommunikationslosigkeit und Resignation.
Aufführungen: 1./2.9.: „Colega de Nadie“ von Johannes Schrettle, Regie: Mariano Pensotti; 8./9.9.: „Gente favorita“ von Laura de Weck, Regie: Matías Umpierrez; 22./23.9.: „Nostalgie 2175“ von Anja Hilling, Regie: Ariel Parace; 29./30.9.: „El perfeccionamiento/L’Amélioration“ von David Lescot*, Regie: David Lescot/Julio Molina; 6./7.10.: „Un lugar de oscura atracción“ von Händl Klaus, Regie: Pilar Gamboa.
(*findet in der Alianza Francesa, Av. Córdoba 946, statt)
Sektion / Sección: Tipp der Woche / Recomendación de la semana, Off Topic
Keine Kommentare / No hay comentarios »
Von der „Welle“ zur „Roten Zora“
30/08/2008Spannendes Programm auf dem 8. Deutschen Kinofestival von Buenos Aires
Von Susanne Franz

Das Festival wird mit dem Erfolgsfilm „Die Welle“ eröffnet.
Von Donnerstag, den 11., bis Mittwoch, den 17. September, findet im Kinokomplex Village Recoleta (Junín/Vicente López) zum achten Mal das Deutsche Kinofestival statt. Die Organisatoren von German Films bringen in diesem Jahr eine Auswahl von 12 Langspielfilmen nach Buenos Aires, die einen guten Überblick über die jüngste Produktion deutschen Filmschaffens ermöglichen. Wie immer ist auch das Programm „Next Generation“ mit dabei, eine Zusammenstellung von Kurzfilmen der vielversprechendsten jungen Filmemacher-Talente Deutschlands. Etabliert hat sich zudem die Sondervorstellung eines Stummfilmklassikers mit Live-Musik: Vom Goethe-Institut Buenos Aires unterstützt, wird im Rahmen des 8. Deutschen Filmfestivals frisch restauriert und koloriert „Hamlet“ von 1920/21 mit Asta Nielsen als weiblichem Hamlet (Regie: Sven Gade und Heinz Schall) zu sehen sein. Der 111-Minuten-Film wird live vom „Cuarteto Seronoser“ - Eliana Liuni, Demian Luaces, Juan Manuel Costa und Marcelo Katz - begleitet.
Eröffnet wird das Festival mit dem Erfolgsfilm „Die Welle“ (2008) von Regisseur Dennis Gansel, der mit der Schauspielerin Jennifer Ulrich, die im Film die rebellische Karo spielt, nach Buenos Aires reisen wird. Der Streifen basiert auf einem realen Fall an einer kalifornischen Schule 1967, der Romanstoff wurde und bereits mehrfach verfilmt worden ist. Fast eine ganze Schulklasse schließt sich begeistert dem totalitären Experiment von Lehrer Wenger (Jürgen Vogel) an. Dieser kann die Eigendynamik der Bewegung später nicht mehr bremsen; es kommt zur Katastrophe. „Die Welle“ weckte in Deutschland großes Interesse, nach 10 Wochen hatten bereits mehr als 2,3 Millionen Kinobesucher den Film gesehen.
Zu den Highlights des Kinofestivals zählt auch „Auf der anderen Seite“, der neue Film von Regiestar Fatih Akin, der die Geschichte von sechs verschiedenen Menschen zwischen Deutschland und der Türkei erzählt, deren Wege sich kreuzen; „Kirschblüten - Hanami“ von Doris Dörrie, ein zu Herzen gehendes Drama über Leben, Liebe und Tod mit Elmar Wepper und Hannelore Elsner; die Komödie „Stellungswechsel“ von Maggie Peren über fünf Verlierertypen, die einen Begleitservice für Frauen gründen; und „Beautiful Bitch“ von Martin Theo Krieger, ein Großstadtabenteuer für Jugendliche über die gefährliche Freundschaft zwischen der Taschendiebin Bica, genannt Bitch, und der verwöhnten Göre Milka.
Den bekannten deutschen Schauspieler Moritz Bleibtreu kann man im packenden Gangsterfilm „Chiko“ von Özgür Yildirim sehen, der im Hamburger Drogenmilieu spielt; in „Am Ende kommen Touristen“ von Robert Thalheim wird berichtet, was im heutigen Auschwitz vor sich geht. Der spannende Thriller “Trade - Willkommen in Amerika“ von Marco Kreuzpaintner erzählt von moderner Sklaverei, Menschenhandel und Prostitution. Der Film „Nichts als Gespenster“ von Regisseur Martin Gypkens besteht aus fünf Episoden, die in jeweils verschiedenen Ländern spielen. „Rose“ von Alain Gsponer berichtet von einer alleinerziehenden Mutter und den Problemen, die sich ihr stellen, als ihr Ex wieder auftaucht.
Der diesjährige Film für Groß und Klein, der wie immer am Samstag und Sonntag des Festivalwochenendes gezeigt wird, ist ein besonderer Leckerbissen: „Die rote Zora“ von Regisseur Peter Kahane nach dem 1941 erschienenen gleichnamigen Kinderbuch von Kurt Held verspricht spannende Unterhaltung. Der Dokumentarfilm „Am Limit“ von Pepe Danquart zeigt schließlich das adrenalingeladene Leben zweier Alpinisten.
In diesem Jahr kostet die Eintrittskarte pro Einzelfilm 17 Pesos, mittwochs 15 Pesos. Ein Abo über fünf Filme kann man für 75 Pesos erwerben; eines für 10 Filme (nur im Vorverkauf) für 140 Pesos. Die Sondervorstellung „Hamlet“ kostet 20 Pesos.
Es sind noch zwei weitere Gäste aus Deutschland zugegen: Martin Gypkens stellt seinen Film „Nichts als Gespenster“ persönlich vor; und Lothar Herzog präsentiert seinen Kurzfilm „Yuppi Cars“ im Rahmen des Programms „Next Generation“.
Eine Neuheit gibt es bei diesem 8. Deutschen Filmfestival auch: Das Publikum ist zum ersten Mal aufgerufen, seinen Lieblingsfilm zu küren. Unter den teilnehmenden Kinogästen werden zahlreiche Preise verlost.
Infos zum Programm und alle Einzelheiten sind in Kürze auf der Webseite des Festivals zu finden.
Erschienen im “Argentinischen Tageblatt” vom 30.08.08.
Sektion / Sección: Allgemein / General, Off Topic
Keine Kommentare / No hay comentarios »
Positive Bilanz des BAFICI
26/04/200810. Internationales Festival des Unabhängigen Films endete mit Rekordzahlen

Der Hauptpreis im Argentinischen Wettbewerb ging an “Unidad 25″ von Alejo Hoijman.
Mit einer beeindruckenden Schlussbilanz und zufriedenen Gesichtern der Organisatoren endete am Sonntag, dem 20. April, das 10. Internationale Festival des Unabhängigen Films BAFICI. Das Kulturministerium der Stadt freute sich als Hauptorganisator über 170.000 verkaufte Eintrittskarten und 200.000 begeisterte Kinofans, die an den 12 Festivaltagen die insgesamt 1011 Vorstellungen von über 400 Filmen besuchten, womit die Zahlen des Vorjahres um 63 % übertroffen wurden.
Die offizielle Preisverleihung des BAFICI fand am vorigen Samstag im Atlas Santa Fe statt. Der Film “Intimidades de Shakespeare y Víctor Hugo” der mexikanischen Regisseurin Yulene Olaizola wurde als Bester Film im Internationalen Wettbewerb ausgezeichnet. Die Trophäe für den Besten Film im Argentinischen Wettbewerb ging an “Unidad 25″ von Alejo Hoijman.
Im Internationalen Wettbewerb wurde Diao Yinan für “Night Train” der Ehrenpreis der Jury zuerkannt. Lance Hammer erhielt für “Ballast” den Preis als Bester Regisseur, während Liu Dan für ihre Arbeit in “Night Train” als Beste Schauspielerin und Lee Kang Sheng für seine Rolle in “Help Me Eros” als Bester Schauspieler geehrt wurden.
Im Argentinischen Wettbewerb erhielt “Historias extraordinarias” von Mariano Llinás den Ehrenpreis der Jury, eine Spezialerwähnung ging an Gastón Solnickis Kagel-Dokumentation “süden”. Als Bester Regisseur wurde Gonzalo Castro für “Resfriada” ausgezeichnet.
Die FIPRESCI- und SIGNIS-Preise gingen beide an “Ballast”; SIGNIS sprach darüber hinaus zwei Erwähnungen aus: für “Correction” von Thanos Anastopoulos und für “Cochochi” von Israel Cárdenas und Laura Amelia Guzmán.
Die Auszeichnung “Premio Revista Ñ” ging an “Historias extraordinarias”. Auch die Zuschauer votierten für diesen Film. Der Menschenrechts-Preis “Ex Aequo” hatte zwei Gewinner: “Mi vida dentro” von Lucía Gajá und “Profit Motive And The Whispering Wind” von John Gianvito.
Erschienen im “Argentinischen Tageblatt” vom 26.04.08.
Sektion / Sección: Off Topic
Keine Kommentare / No hay comentarios »
Das kulturelle Großereignis wird am Donnerstag eröffnet - Besuch von Ilija Trojanow
Am Donnerstag, dem 24. April, wird die 34. Internationale Buchmesse von Buenos Aires offiziell eröffnet. Das von der Fundación El Libro veranstaltete kulturelle Großereignis beginnt mit branchenbezogenen Aktivitäten bereits am 21.4. und setzt sich bis zum 12.5. fort. Die Buchmesse belegt die gesamten 45.500 m2 des Messezentrums La Rural.
Fürs Publikum ist die Messe ab 24.4. von 14-22 Uhr (So-Do) bzw. 14-23 Uhr (Fr und Sa) geöffnet. Am 30.4., vor dem Feiertag des 1. Mai, ist die Messe von 14-02 Uhr geöffnet. Ab 21 Uhr ist in dieser “Nacht für die Stadt” der Eintritt frei. Sonst kostet der Eintritt an Wochentagen 8, am Wochenende und an Feiertagen 10 Pesos und ist für unter 12-jährige, von einem Erwachsenen begleitete Kinder sowie Mo-Fr für Rentner, Studenten und Dozenten gratis (außer 1.5.). Über die zahlreichen Angebote kann man sich auf der Webseite der Buchmesse informieren.
Der in Deutschland lebende Schriftsteller Ilija Trojanow stellt im Rahmen der Buchmesse seinen neuen Roman “Der Weltensammler” (Tusquets, 2008) vor. Die Buchpräsentation wird gemeinschaftlich vom Goethe-Institut Buenos Aires, dem Verlag Tusquets, der Frankfurter Buchmesse sowie der Deutschen Botschaft organisiert.
Am Sonntag, dem 27. April, um 18 Uhr, liest Ilija Trojanow im Victoria Ocampo-Saal des Ausstellungsgeländes Fragmente aus “Der Weltensammler” und diskutiert anschließend mit Gabriela Massuh und Alejandro Tantanián. Die Veranstaltung findet auf Deutsch und Spanisch statt. Der Eintritt zum Saal ist frei, aber es muss der Eintritt beim Betreten des Messegeländes bezahlt werden.
Am Mittwoch, dem 30. April, um 18 Uhr. findet im José Hernández-Saal des Ausstellungsgeländes im Rahmen des “Tags der Länder” die Veranstaltung “Les passeurs de frontières/Grenzenüberschreiter” statt, bei der sich Autoren, die in der Sprache ihres Adoptionslandes schreiben, präsentieren. Hier wird Ilija Trojanow in einen Dialog mit Vassilis Alexakis (Frankreich) treten. Das Gespräch findet mit der Unterstützung der Deutschen Botschaft und der Buchmesse Frankfurt statt. Der Eintritt zum Saal ist frei, aber es muss der Eintritt beim Betreten des Messegeländes bezahlt werden.
Am Freitag, dem 2. Mai, um 19.30 Uhr, wird dann zum Abschluss des Besuchs im Goethe-Institut, Av. Corrientes 319, der Dokumentarfilm “Vorwärts und nie vergessen. Ballade über bulgarische Helden” (2007, 45 Min.) von Ilija Trojanow vorgeführt. Im Anschluss wird es ein öffentliches Interview mit Trojanow und dem Journalisten Hinde Pomeraniec geben (mit Übersetzung).
Ilija Trojanow zählt derzeit zu den interessantesten deutschen Schriftstellern der mittleren Generation.
Lesen Sie weiter / Seguir leyendo »
Sektion / Sección: Off Topic
Keine Kommentare / No hay comentarios »
Startschuss fürs Kinofestival
12/04/200810. Internationales Festival des Unabhängigen Films (BAFICI) eröffnet
Von Susanne Franz
Mit starker deutscher und österreichischer Beteiligung ist in Buenos Aires am Dienstag das 10. Internationale Festival des Unabhängigen Films (BAFICI) eröffnet worden. Die Kinogänger erwarten bis zum 20. April 900 Vorführungen von insgesamt 427 Filmen.
Auch wegen der relativ günstigen Eintrittspreise von 6 bzw. 4 Pesos rechnet man in diesem Jahr mit einem neuen Besucherrekord: Seit Beginn des Vorverkaufs am 1. April und bis zum Start des Festivals am Dienstag wurden bereits knapp 50.000 Karten verkauft.
Für einige Filme wie “Brother” von Aleksej Balabanov (Russland) oder “I‘m A Cyborg But That‘s Ok” von Park Chan-wook (Südkorea) gibt es bereits keine Karten mehr.
Im Jahr 2006 nahmen 260.000 Menschen am BAFICI teil, 223.000 Filmfans (Gäste eingeschlossen) füllten die Säle, 175.000 Eintrittskarten wurden verkauft.
Beim diesjährigen Festival sind erneut zahlreiche deutsche und österreichische Filme sowie deutsch-internationale Koproduktionen zu sehen. Unter anderem ist dem Regisseur Romuald Karmakar eine ausführliche Retrospektive gewidmet. 21 Werke des renommierten Filmemachers werden präsentiert, darunter “Hamburger Lektionen”, “Manila” und “Der Totmacher”.
Das Festival begann mit einem Festakt im neu eröffneten Theater 25 de Mayo in Villa Urquiza.
Lesen Sie weiter / Seguir leyendo »
Sektion / Sección: Tipp der Woche / Recomendación de la semana, Off Topic
Keine Kommentare / No hay comentarios »
Schmutzige Wäsche waschen
1/04/2008“Sucio” ist zurück im Theater El Cubo
Von Christina Liebl

“Sucio” - ein überaus unterhaltsamer Waschgang.
Immer Freitag- und Samstagnacht um halb zwölf kann man im El Cubo drei Männern bei einer ganz alltäglichen Tätigkeit zuschauen. Doch während die drei in der Anonymität des Waschsalons einen Korb Wäsche waschen, geben sie einen tiefen Einblick in ihr Innenleben.
Gemeinsam haben die Charaktere des mit dem Clarín-Preis ausgezeichneten Stücks eines: Sie sind einsam und haben niemanden zum Reden. Auf unterschiedliche Art versuchen sie den beiden Anderen zu vermitteln, was in ihrem Leben schiefgelaufen ist. Der Eine wurde in seiner Kindheit von seinen Nachbarinnen dazu gezwungen, einen Pornofilm zu drehen. Und obwohl er auf der Bühne als liebenswürdiger Mensch erscheint, ist er vorbestraft und scheinbar beziehungsunfähig.
Der Zweite hat nach dem Tod seiner Mutter der eigenen Frau erfolgreich zugeredet, mit seinem trauernden Vater zu schlafen, um diesem über den Schmerz hinwegzuhelfen. Nun versucht er, die zerbrochenen familiären Beziehung zu Vater und Ehefrau zu kitten. Während er sich den beiden Anderen im Waschsalon gegenüber gesprächig zeigt, scheitert die als Telefonat auf der Bühne gezeigte Kommunikation mit dem Vater, da keiner dem anderen zuhört, während die Ehefrau erst gar nicht den Telefonhörer abnimmt.
Der Dritte schließlich findet nur im Gesang eine Möglichkeit, seinen Gefühlen Ausdruck zu verleihen, und erzählt singend von seiner Suche nach einer Frau. Lösungen für die individuellen Probleme werden in “Sucio” nicht gefunden, aber jeder Charakter in seiner Männlichkeit und Einzigartigkeit akzeptiert.
Die minutiöse Beschreibung des Innenlebens der Protagonisten, welche auf immer neue, tragisch-komische Wendungen setzt, sorgt für den wohl unterhaltsamsten Waschgang seit Langem. Die Schauspieler Carlos Casella, Juan Minujín und Guillermo Arengo liefern eine geschlossen überzeugende Darbietung, und der Inszenierung gelingt es, die traurigen Themen des männlichen Lebens durch den Mix aus Musik, Tanz, Literatur und Theater ohne Sentimentalität in Szene zu setzen.
Erschienen im “Argentinischen Tageblatt” vom 29.03.08.
Infos (auf Spanisch) hier.
Sektion / Sección: Off Topic
Keine Kommentare / No hay comentarios »


