Atemberaubende Klänge
Click aquí para leer la versión en castellano.
Cecilia Gauna stellt ihr neues Album “Aliento” erstmals auf der Bühne vor / Zweite Vorstellung morgen im “No Avestruz”
Von Flora Roenneberg
Kerzenschein, sanftes Licht, kleine Tischchen mit Weingläsern und große bunte Sitzkissen – der gemütliche Konzertraum erlaubt den Zuhörern, tief durchzuatmen und sich zurückzulehnen. Cecilia Gaunas neues Album “Aliento” (Atem) begleitet sie dabei, mit einer frischen Brise aus lateinamerikanischen Rhythmen, zeitgenössischen Folklore-Einflüssen und einem Hauch von Klassik, Jazz und Rock. “Mein Album heißt Aliento, weil es für mich in der Musik und beim Singen einfach um Atem, Inspiration und Lebenskraft geht!” Entsprechend schmückt Cecilia ihre Musikstücke mit kreativ bewegten philosophischen Gedanken.
Betrachtet man ihre blonde Lockenmähne auf der Bühne, so fühlt man, wie sie mit warmherziger Tiefe und Poesie das Publikum umarmt und ihren Zuhörern mit unaufhaltsamer Energie Themen zwischen Traum, Liebe, Geheimnis und Wahrheit näherbringt. Ihr Lieblingslied auf ihrem neuen Album ist “El secreto”, ein Lied über vergessene Stimmen und geheime Seelen, die zusammen zwischen Wahrheit und Stille flüstern, singen und tanzen. Ähnlich meditativ und doch lebendig bewegt scheint die Atmosphäre im Publikum. Cecilia selbst ist begeistert: “Es ist ein besonderes Konzert und ein besonderes Publikum!”
Lesen Sie weiter / Seguir leyendo »



“Sollen wir es wagen, die kleine Insel der Rationalität zu verlassen und auf den Ozean des Irrationalen und Unerkennbaren hinauszufahren?” Mit dieser, an ein Zitat von Immanuel Kant angelehnten Fragestellung stimmte Rüdiger Safranski seine zahlreichen Zuhörer auf das intellektuelle Abenteuer ein, sich mit der Epoche der Romantik auseinanderzusetzen. Der deutsche Publizist und Philosoph war auf Einladung des Goethe-Instituts bei der 36. Internationalen Buchmesse in Buenos Aires zu Gast, um im Gespräch mit dem Kulturredakteur Pablo Gianera (“La Nación”) sein Buch “Romantik – Eine deutsche Affäre” zu präsentieren. Dieses ist kürzlich unter dem Titel “Romanticismo. Una odisea del espíritu alemán” auch auf Spanisch erschienen (Verlag Tusquets).
Es ist wieder soweit: die internationale Buchmesse steht vor der Tür. Vom 22. April bis zum 10. Mai können sich nicht nur Leseratten und Bücherwürmer über Neuerscheinungen und herausragende Literaturschmöker freuen. Ganz unter dem Zeichen des Bicentenario lautet das diesjährige Motto der Messe “Mit Büchern 200 Jahre Geschichte feiern”.
Den ganz großen Auftritt wird der argentinische Kultur- und vor allem Literaturbetrieb erst im Herbst auf der Frankfurter Buchmesse haben, zu der Argentinien in diesem Jahr als Gastland geladen ist. Um dem deutschen Publikum vorab schon mal die Gelegenheit zu geben, einen Einblick in das Schaffen argentinischer Autoren zu bekommen, präsentierten sich fünf von ihnen vergangene Woche auf der Leipziger Buchmesse. Und kamen anschließend nach Berlin. Denn hier wurde am Dienstag in den Räumen des Instituto Cervantes die erste Konferenz deutscher und argentinischer Schriftsteller eröffnet.
In seinem 50. Jubiläumsjahr wagt sich das Theater San Martín an die Adaptation von William Shakespeares romanesker Komödie “Viel Lärm um nichts” (Mucho ruido y pocas nueces/Much Ado About Nothing) – im Stil eines Volkstheaters mit hiesigem Lokalkolorit. Regie führt der Argentinier Oscar Barney Finn; er versetzte die Handlung ins ländliche Argentinien im 19. Jahrhundert, mit dem Ziel, der Komödie um Liebe und Intrigen einen neuen Aspekt abzugewinnen. Die Protagonisten werden an den hiesigen kulturellen und historischen Kontext angepasst, was ein paar Verschiebungen in Namen und Funktion der Rollen mit sich bringt. So ersetzt Don Leandro Lagos (Salo Pasik), der Gutsherr, den Don Leonato, der Gerichtsvollzieher Dogberry wird durch den seltsamen Kommissar Robles (Daniel Miglioranza) ersetzt und die Truppen Aragoniens werden hier von ein paar Offizieren um den Kommandanten Pedro Gauna (Fernando Margenet) repräsentiert. 


