“Der Himmel auf Erden”
Ausstellung von Martín Bonadeo in der Katholischen Universität wirft viele Fragen auf
Von Susanne Franz
“Was bedeutet eigentlich der Himmel für Euch?”, fragte Martín Bonadeo die Mitglieder des IPIS der Katholischen Universität von Buenos Aires (UCA), wo der Künstler als Dozent tätig ist. Im IPIS (Instituto para la Integración del Saber/Institut für die Einbeziehung des Wissens) sitzen akademische Führungskräfte, die sich mit dem Universitätsleben übergeordneten philosophischen Fragen auseinandersetzen. In dieses Gremium trug Bonadeo seine Idee, an der Universität eine Ausstellung über den Himmel zu konzipieren.
Bei einem Brainstorming kamen viele interessante Gedanken zusammen, die Bonadeo als Ausgangspunkt für die Schau “El cielo en la tierra” benutzt hat. Man liest sie auf einer Textwand im Eingang des “Pabellón de Bellas Artes” im Erdgeschoss der UCA, bevor man die Ausstellung betritt.
Der Gedankengang beginnt beim physikalisch messbaren “Himmel” und geht dann ins Abstrakte über – der Himmel wird als Mythos, als Ort der Götter oder des Paradieses bezeichnet, und interessanterweise als etwas, das Wissenschaftler und Philosophen nicht so gut beschreiben können wie Dichter oder Künstler.
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