Götter, Rituale und Professionen

Eine Zeitreise durch Mexiko in der Fundación Proa

Von Maike Pricelius

Bis zum 21. Februar ist in der Fundación Proa, Buenos Aires, mit ihrem Programm für zeitgenössische und moderne Kunst eine für den Ort ungewöhnliche Ausstellung zu sehen. 150 Stücke aus archäologischen Sammlungen unterschiedlicher Kulturen, die am Golf von Mexiko beheimatet waren, sind in den vier Sälen zum ersten Mal außerhalb ihrer Heimat zu besichtigen.

Die künstlerischen Erzeugnisse, wie Götterstatuen, Werkzeuge, Schalen, Schmuck und Musikinstrumente aus der Gegend um Veracruz erwecken das Imaginäre einer anderen Welt zum Leben. Die Rituale und ihre künstlerischen Erzeugnisse, die Götter und ihre Repräsentationen haben das Leben der Menschen damals in einer Weise bestimmt, wie sie heute nur noch schwer nachvollziehbar ist. Einen ungewöhnlichen Einblick gibt die Ausstellung “Dioses, Ritos y Oficios del México Prehispánico”, die Stücke aus 14 Museen Institutionen, zwei Kulturzentren und einer archäologischen Fundstätte zeigt. Sie spannt einen Bogen zwischen den profanen Aktivitäten, wie die des Töpfers, des Steinmetzes oder der Landwirtschaft, und dem von Göttern geprägten Weltbild dieser Zeit.

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Berlín en RED Verano

Salió RED Verano


Salió RED Verano, la edición número 9 de la revista virtual de RedGalería, con dos foto ensayos sobre Berlín de Marula Di Como y Maria Martha Pichel.

Recomendamos también “Advenimiento Agro Pop”, nota poética de Ernesto Arellano sobre la obra de Marcela Mouján, con fotos de Ezequiel Suranyi; y el foto ensayo de Suranyi “¿Fútbol para todos?”.

Fassaden der Krise

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Videoinstallation “Fachadas en Crisis” im Club Cultural Matienzo


Ein deutsch-argentinisch-norwegisches Gemeinschaftsprojekt wird vom 13. bis 20. Dezember im Club Cultural Matienzo (Matienzo 2424) zu sehen sein: Die von Veronika S. Bökelmann und Anett Vietzke konzipierte und realisierte Videoinstallation “Fachadas en Crisis” (Fassaden der Krise) reflektiert die argentinische Wirtschaftskrise 2001, indem sie die Sicherheits-Architektur der Metropole wie Gitter und Zäune den Wahrnehmungen einiger Bewohner der Stadt gegenüberstellt, die von Vertrauen und Argwohn, Träumen und Ängsten sprechen. Die Menschen, die hier zu Wort kommen, stammen aus den unterschiedlichsten Gesellschaftsschichten. “Fachadas en Crisis” wird u.a. vom Berliner Senat und dem Institut für Auslandsbeziehungen ifa unterstützt.

Die Eröffnung findet am 13. Dezember um 19 Uhr im Club Cultural Matienzo, Matienzo 2424, statt. Zu sehen ist die Installation bis zum 20.12. täglich von 18 bis 24 Uhr. Weitere Infos auf der Webseite des Club Cultural Matienzo oder im Blog des Projekts.

“Fachadas en crisis”

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Videoinstalación en el Club Cultural Matienzo


La instalación espacial y audiovisual “Fachadas en crisis” (Alemania/Noruega/Argentina, 2010) se presenta por primera vez en Argentina en coincidencia con el décimo aniversario del 20/12/2001.

“Fachadas en crisis” investiga las medidas de seguridad arquitectónicas y su significado para la vida social en la metrópolis Buenos Aires. La instalación articula y confronta las rígidas construcciones de rejas de la ciudad con las percepciones de diez de sus habitantes sobre los acontecimientos de la crisis económica en 2001 y las consecuencias para la vida en la ciudad. Éstos hablan de la confianza y la desconfianza, de sus utopías y sueños. La instalación conecta a personas que debido a la creciente reclusión y segmentación social entran cada vez menos en contacto. Las entrevistas reflejan la frágil relación entre los proyectos de vida individuales y las categorías del capitalismo global.

Personas entrevistadas: Teresa Petrana Alaguibe (empleada doméstica, vivió en una casa ocupada por mucho tiempo), Marta Bodo (notaria y abogada), Walter Christian Citzenmaier (vive en la calle, frente a la Casa Rosada), Lic. Eduardo Grimoldi (psicólogo, especialista en angustia y crisis), Claudia Rosenberg (socióloga y actriz), Néstor Piquero (arquitecto y diseñador), María Graciela Ponce (kiosquera), César Saldaña (herrero), José Saphir (ingeniero e inventor) y Florencia Arbós (estudiante, nació en 2001).

“Fachadas en crisis” profundiza la performance teatral (IM)POTENCIA (A/NO/ARG, 2010) realizada con el apoyo de Residencias del Sur (Buenos Aires), Sophiensaele (Berlín), Black Box Teater (Oslo), Hauptstadtkulturfond (Berlín), Fond Fritt Ord (Noruega), Norsk Kulturråd, Norsk Kulturråd Scenetekst (Noruega) y el Goethe-Institut de Múnich y Oslo.

La instalación cuenta con el apoyo de Senado de la Ciudad de Berlín/Internationaler Kulturaustausch y el ifa (Instituto para las Relaciones con el Extranjero/Stuttgart).

  • “Fachadas en crisis”
  • Concepto y realización: Veronika S. Bökelmann y Anett Vietzke, Volumen Express y amigos
  • Club Cultural Matienzo, Matienzo 2424
  • Lunes a domingo 18 a 24 hs
  • Del 13 al 20 de diciembre 2011
  • Inauguración: 13.12., 19 hs

Sommerfest im San Martín-Theater

Mit Gratis-Vorstellungen am Wochenende läutet der CTBA die Sommerpause ein

Von Susanne Franz

Musik, Theater, Puppenspiel, Kino und Foto-Ausstellungen bei freiem Eintritt: Am Samstag, dem 10., und Sonntag, dem 11. Dezember, feiert der Complejo Teatral de Buenos Aires (CTBA) das Ende der Saison 2011. Eintrittskarten (je 2 pro Person) können an den jeweiligen Vorstellungsorten zwei Stunden vor Veranstaltungsbeginn abgeholt werden.

Theaterfreunde können am 10.12. um 21 Uhr und am 11.12. um 20 Uhr im Cunill Cabanellas-Saal des San Martín-Theaters (Av. Corrientes 1530) Mauricio Kartuns “Salomé de chacra” sehen; im Teatro Sarmiento neben dem Zoo von Buenos Aires (Av. Sarmiento 2715) bringt die Compañía Vilma Diamante noch zweimal Ariel Faraces “Ulises no sabe contar” auf die Bühne (10. und 11.12., 21 Uhr).

Kinder und Erwachsene können sich über Sondervorstellungen der Puppenspiele freuen, die die Puppenspielertruppe “Grupo de Titiriteros” des San Martín-Theaters unter Adelaida Mangani in den letzten Wochen im Programm hatte: “El gran circo” von Ariel Bufano wird am 10. und 11.12. um 16 Uhr im Teatro Regio (Av. Córdoba 6056) gezeigt, “El caballero de la mano de fuego…la opereta” von Javier Villafañe kommt am 10.12. um 15.30 Uhr und am 11.12. um 13 Uhr im Teatro de la Ribera (Av. Pedro de Mendoza 1821) auf die Bühne.

Drei erfolgreiche Filme werden im Programmkino Leopoldo Lugones (Av. Corrientes 1530) gezeigt: “Los labios” (Argentinien 2010, Regie: Santiago Loza; 10.12., 14.30 Uhr; 11.12., 21 Uhr), “El estudiante” (Argentinien 2011, Buch und Regie: Santiago Mitre; 10.12., 18 Uhr; 11.12., 14.30 Uhr) und “La vida útil” (Uruguay/Spanien 2011, Regie: Federico Veiroj; 10.12., 21 Uhr; 11.12., 18 Uhr).

Auch der Gratis-Zyklus “Música en el Hall” hält einige besondere Leckerbissen bereit: Start ist am 10.12. um 19.30 Uhr mit “34 Puñaladas” (Tango), um 22.30 Uhr spielen die “Cuatro Vientos”. Am 11.12. sorgt die Gesangsgruppe “Cabernet” ab 18.30 Uhr für Stimmung, und um 21.30 Uhr spielt “Babel Orkesta” auf.

Bis zum 11.12. kann man auch noch die Fotoausstellungen “El transporte en la Argentina. Fotografías 1860-1960″ und “Criaturas” von Cecilia Lutufyan in der FotoGalería des San Martín-Theaters sowie “Esta Boca es mía” von Lucía Baragli, Tomás Linch und Adrián Simeone im EspacioFotográfico des Teatro de la Ribera bewundern, die dann erst im Januar nach der Sommerpause wieder zugänglich sind.
Weitere Infos auf der Webseite des San Martín-Theaters.

Bild:

Szene aus “Ulises no sabe contar”.
(Foto: Carlos Furman)

Vom Kriegerischen über das Poetische zum Schönen

Die Ausstellung “Bellico” des argentinischen Künstlers Martín Bonadeo

Von Maike Pricelius

Über den Stufen zum Eingangsbereich des “Espacio Fundación Telefónica”, passend zum Ort, hängt ein “Langohr”. So jedenfalls könnte man den Titel “Largaoídos” der Intervention von Martín Bonadeo ins Deutsche übersetzen. Ein 3,20 m langes, metallenes Horn ist unter der Decke angebracht, an dessen Ende ein Kopfhörer baumelt, den der Besucher aufsetzt, noch bevor er die Ausstellung wirklich betreten hat. Das offene Ende ist auf den gegenüberliegenden Park gerichtet und verstärkt die Geräusche, die aus dem öffentlichen Raum in den Zwischenbereich des Eingangs fallen. Die Parkbesucher, Spaziergänger mit Hunden, alle ziehen sonst meist ungehört vorbei. Der Apparat aber, der für das Hören von Flugzeugen entwickelt wurde, überträgt die Stimmen und Geräusche bis auf die andere Straßenseite, bis zur Ausstellung “Bellico”. So eingestimmt, nach angestrengtem Hören ganz Ohr, betritt der Besucher den Ausstellungsraum.

Der Titel “Bellico” setzt sich aus zwei Wörtern zusammen, die die zwei Achsen, welche die Ausstellung durchziehen, widerspiegeln. Alexander Graham Bell meldete 1876 das Patent für das Telefon an. Sein Name steht damit für die Möglichkeit der Kommunikation in Echtzeit über große Distanzen hinweg. Der zweite Teil des Titels steht für “bélico”, kriegerisch. Aber ist die Kommunikation nicht die Antithese zum Krieg? In den Installationen und Interventionen im “Espacio Fundación Telefónica” kommen diese beiden auf den ersten Blick disparaten Konzepte zusammen. Verschiedene Konnotationen des Begriffes “Krieg” werden in den Kunstwerken beleuchtet, von der Entwicklung der ersten Kommunikationsapparate, wie Walkie Talkies, für die Kriegsindustrie, bis hin zum alltäglichen Kampf mit sich selbst, welcher die Anforderung, jederzeit und überall erreichbar zu sein, auslöst. Die Wissenschaft, das System, die Welt zu erklären, und die Entwicklung der Technik, sowie ihre Effekte auf unser Leben, bilden den Ausgangspunkt für die Überlegungen des Künstlers.

Eine Sinfonie der Telefone begegnet dem Besucher (Telemonólogos), sobald er die Eingangstür durchschritten hat. 150 Telefonhörer hängen an ihren Kabeln von der Decke und laden dazu ein, sich unter sie zu mischen und ihrem Sound zu lauschen. Unterschiedliche Aufnahmen, von Anrufen auf Faxgeräte, Besetztzeichen, bis zu Falsch-Verbunden-Ansagen lassen sich immer wieder neu kombinieren, je nachdem, wo man sich gerade aufhält und nach welchen Hörern man greift und sich an die beiden Ohren hält.

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Cine y Derechos Humanos

Ciclo de cine en el recuperado Cine El Plata

En conmemoración del 10 de diciembre, Día de los Derechos Humanos, la Dirección General de Museos de Buenos Aires presenta del 2 al 11 de diciembre el ciclo “Cine y Derechos Humanos”, en el cual se proyectarán películas con temáticas vinculadas a la reivindicación de la igualdad de género, garantías individuales, diversidad étnica, contra la explotación infantil, defensa de los recursos naturales, memoria y justicia para las víctimas del terrorismo de Estado, etc.

El ciclo está organizado en forma conjunta con el IMD – Instituto Multimedia DerHumALC (Derechos Humanos – América Latina y el Caribe), en el recuperado Cine El Plata, Juan Bautista Alberdi 5751, en el barrio de Mataderos. La entrada es libre y gratuita. Las localidades pueden retirarse con anticipación, de lunes a viernes de 12 a 18 hs, sábados y domingos de 11 a 19 hs.

Foto:

Corto “Eng” de Eckhard Kruse (Alemania).

Ein Ort für Alles und für Jeden

Club Cultural Matienzo: Interdisziplinarität und Kommunikation

Von Laura Wagener


Auf der Terrasse des Club Cultural Matienzo (CCM) sitzen junge Leute und essen Pizza und trinken Bier, andere bauen das jeden Mittwoch stattfindende Freiluftkino auf dem Dach auf, wieder andere bereiten die bald beginnende Radioshow vor. Ich treffe mich hier mit Juan Manuel Aranovich (30), einem der Gründer der ersten Stunde des Kulturvereins.

Juan erzählt, dass es anfänglich fünf Freunde waren, die am 7. November 2008 das Projekt “Matienzo” in Palermo/Colegiales zum Leben erweckt haben. Der Grund für die Initiative zur Gründung eines Kulturvereins war damals vor allem, dass es wenige Orte gab, an denen Musiker gratis auftreten konnten, und überhaupt wenige Plattformen, die dem Zusammentreffen von Künstlern aller Art und Kunstkonsumenten gewidmet waren.

Die Philosophie der Gründer, die sich bis heute gehalten hat, ist, dass der CCM ein Ort sein soll, der eine Balance zwischen den Akteuren verschiedener Künste herstellt. Ein Ort der Interdisziplinarität und Kommunikation, an dem jeder nach seinem eigenen Vermögen und Wollen beitragen können soll. Die Identität des Ortes soll sich anhand der durch Interessierte initiierten Programme manifestieren, nicht vorgegeben werden.

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Sauerstoff im Kunstbetrieb

Erste Kollektivausstellung von Straßenkünstlern in Buenos Aires

Von Laura Wagener

Das Gebäude in der Straße Boulogne Sur Mer 345 in Once mutet von außen erst einmal gar nicht so an, als würden sich hinter den Türen die Werke diverser zeitgenössischer Künstler verbergen. Relativ unauffällig ist sie, die “Fábrica de oxígeno”, in der früher Sauerstofftanks hergestellt wurden. Die ehemalige Fabrik verfügt auf vier Stockwerken über insgesamt 4.500 m², und die Terrasse auf dem Dach des Gebäudes ist da noch nicht mitgerechnet.

Guillermo Rozenblum, Direktor der Stiftung Rozenblum, war es, der bereits vor fünf Jahren begann, das Gebäude in einen Raum für Kunst und Künstler zu verwandeln. Das Ganze basiert auf dem Prinzip des Mäzenatentums, das heißt, ein Mäzen, oder Förderer, unterstützt ausgesuchte Künstler ohne die Forderung einer direkten Gegenleistung, um damit eine öffentlich wirksame soziale Bewegung zu unterstützen. Im ersten Stock des Gebäudes sind also bereits seit einiger Zeit Künstler wie Paula Toto Blake, Marcolina Dipierro, Marcello Mortarotti etc. ansässig, die, als Gegenleistung für den ihnen zur Verfügung gestellten Raum, ab und an der Fundación Rozenblum eines ihrer Werke spenden. So ganz uneigennützig ist die Förderung wohl also doch nicht.

Open Studio

Es sind jedoch nicht nur die in den ständigen Ateliers arbeitenden Künstler, die in den Genuss der Nutzung der weiten Flächen der Fabrik kommen. Bereits zum vierten Mal rief Rozenblum dieses Jahr wieder zum “Open Studio” auf und lud über das Kollektiv “Street Arte BA” (SABA) diverse Künstler gegenwärtiger Straßenkunst dazu ein, die oberen Stockwerke und andere Teile des Gebäudes, wie die Küche und die Garage, zu ihrem künstlerischen Spielplatz zu machen. Die Organisatoren des Kollektivs vereinten über 50 Künstler aus Argentinien und anderen Teilen der Welt, ihre Kunst im Open Studio auszustellen, anzufertigen oder zu installieren.

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Ohren gespitzt

Zeitgenössisches Musiktheater “Hellhörig” von Carola Bauckholt und Vorstellung des Buches “Palimpsestos” über Mauricio Kagel

Am 15. und 16. November, jeweils um 20.30 Uhr, wird im Teatro San Martín (Av. Corrientes 1530) im Rahmen des 15. Zyklus Zeitgenössischer Musik des Teatro San Martín mit Unterstützung des Goethe-Instituts die zeitgenössische Oper “Hellhörig” (A Keen Ear/El oído despierto) der deutschen Komponistin Carola Bauckholt aufgeführt, einer Schülerin Mauricio Kagels. Das Stück für drei Sänger, ein Cellisten-Trio, Klavier und ein Schlagquartett wird vom Cellisten-Trio Blu (Deutschland), dem Schlagquartett Köln sowie den Sängern Sylvia Nopper, Truike van der Poel und Matias Horne aufgeführt. Beteiligt sind auch die Argentinierinnen Helena Bugallo (Klavier) und Erika Oña (Regie).

Am 15. November um 19 Uhr hat man darüber hinaus Gelegenheit, einer Gesprächsrunde mit Carola Bauckholt über ihre Erlebnisse als Schülerin Mauricio Kagels beizuwohnen, in deren Rahmen das bei Caja Negra erschienene Buch “Palimpsestos” mit Essays, Konferenzen und Gesprächen über und mit Mauricio Kagel vorgestellt wird. Durch das Gespräch führen der Kritiker Pablo Gianera, der Komponist Martín Liut und “Palimpsestos”-Herausgeberin Carla Imbrogno.

Altmeister des irischen Folk

Andy Irvine im Centro Cultural Borges in Buenos Aires und in Bariloche

Von Susanne Franz

Andy2.jpg“Música Celta”-Festivals, bei denen argentinische Gruppen irische, galizische oder schottische Musik zum Besten geben, haben der “keltischen Musik” in Argentinien eine große Fangemeinde verschafft. Irische Musiker kommen selten persönlich, deshalb ist der Besuch von Altmeister Andy Irvine Ende dieser Woche auch von besonderem Interesse. Es ist seine dritte Kurztournee in Argentinien. 2008 spielte er bereits in Buenos Aires und Bariloche, und einige Jahre davor gab er sein erstes Konzert in der Trastienda in Buenos Aires.

Mitglied der legendären Gruppe “Planxty”, ist Irvine einer der bedeutendsten Mandolinen-Virtuosen, Songschreiber und Sänger der Goldenen Jahre der irischen Folk-Musik und gilt heute, nach über 40 Jahren Karriere, als Ikone.

Andy Irvine gibt, begleitet vom Multi-Instrumentalisten Rens van der Zalm aus Holland, zwei Konzerte in Buenos Aires, die am Freitag, dem 18. November, um 22.30 Uhr, und Samstag, dem 19. November, um 12.30 Uhr, im Centro Cultural Borges (Viamonte Ecke San Martín) stattfinden. So lautet die Information von der Facebookseite Irvines und Zalms. Auf der Webseite des Centro Cultural Borges heißt es, dass die Konzerte an beiden Tagen um 22.45 Uhr stattfinden. Vielleicht empfiehlt es sich, im CC Borges anzurufen (5555-5358/9). Karten kosten (laut Borges-Information) 150, 120, 90 bzw. 70 Pesos.

Irvine/Zalm geben auch zwei Konzerte in Patagonien: Am 25. und 26.11. spielen sie in Bariloche im Salón Araucania (Av. Bustillo km 11,5, Tel.: 448286, Mail: salonaraucania@arnet.com.ar).

Götter, Rituale und Professionen

Eine Zeitreise durch Mexiko in der Fundación Proa

Von Maike Pricelius

Noch bis zum 8. Januar ist in der Fundación Proa, Buenos Aires, mit ihrem Programm für zeitgenössische und moderne Kunst eine für den Ort ungewöhnliche Ausstellung zu sehen. 150 Stücke aus archäologischen Sammlungen unterschiedlicher Kulturen, die am Golf von Mexiko beheimatet waren, sind in den vier Sälen zum ersten Mal außerhalb ihrer Heimat zu besichtigen.

Die künstlerischen Erzeugnisse, wie Götterstatuen, Werkzeuge, Schalen, Schmuck und Musikinstrumente aus der Gegend um Veracruz erwecken das Imaginäre einer anderen Welt zum Leben. Die Rituale und ihre künstlerischen Erzeugnisse, die Götter und ihre Repräsentationen haben das Leben der Menschen damals in einer Weise bestimmt, wie sie heute nur noch schwer nachvollziehbar ist. Einen ungewöhnlichen Einblick gibt die Ausstellung “Dioses, Ritos y Oficios del México Prehispánico”, die Stücke aus 14 Museen Institutionen, zwei Kulturzentren und einer archäologischen Fundstätte zeigt. Sie spannt einen Bogen zwischen den profanen Aktivitäten, wie die des Töpfers, des Steinmetzes oder der Landwirtschaft, und dem von Göttern geprägten Weltbild dieser Zeit.

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Lange Museumsnacht 2011

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“La Noche de los Museos” mit vielen neuen Attraktionen

Von Susanne Franz

Am Samstag, dem 12. November, wird in Buenos Aires die achte Ausgabe der von der Stadt veranstalteten “Langen Museumsnacht” steigen. Im vergangenen Jahr nahmen 600.000 Porteños und Touristen an dem Gratis-Mega-Event teil, und dieses Jahr wurde die Latte noch einmal höher gelegt: “La Noche de los Museos 2011″ findet in noch mehr Stadtvierteln – nämlich 27 – und an noch mehr Orten statt als je zuvor. 174 Museen und Kulturzentren öffnen ihre Pforten von Samstagabend 20 Uhr bis Sonntagmorgen 2 Uhr.

Da die argentinische Hauptstadt dieses Jahr den Ehrentitel “Buenos Aires Capital Mundial del Libro 2011″ (BA – Welthauptstadt des Buches) trägt, werden viele Veranstaltungen auch Ehrungen von argentinischen Schriftstellern beinhalten oder das Buch bzw. die Lektüre zum Thema haben.

So verquickt die Eröffnungsveranstaltung um 20 Uhr an der Casa de la Cultura, Av. de Mayo 575, zwei berühmte Söhne der Stadt: “Borges y Piazzolla – El Tango” heißt das Konzert von Julia Zenko.

Auch um 23 Uhr stehen diese beiden im Zentrum eines Konzertes von Gabo Ferro und Pablo Ramos im Verwaltungssitz der Museen von Buenos Aires, dem schönen ehemaligen Brauhaus Munich an der Av. de los Italianos 851. Dort klingt der Abend von 24 bis 2 Uhr musikalisch mit DJ Bobby Flores aus.

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La Noche de los Museos 2011

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La Noche de los Museos 2011

El sábado 12 de noviembre se realizará la octava edición de La Noche de los Museos en la Ciudad de Buenos Aires. Organizada por el Ministerio de Cultura porteño, se desarrollará desde las 20 hs del sábado hasta las 2 hs del domingo 13. 174 museos y espacios culturales abrirán sus puertas en 27 barrios porteños.

En el marco de Buenos Aires Capital Mundial del Libro 2011, esta Noche de los Museos rendirá homenaje a los escritores, al libro y a la lectura. La apertura oficial será a las 20 hs, frente a la Casa de la Cultura, Av. de Mayo 575, con el concierto “Borges y Piazzolla – El Tango” interpretado por Julia Zenko.

A las 23 hs, Gabo Ferro y Pablo Ramos realizarán un concierto en la sede de la Dirección de Museos (Ex-Cervecería Munich), Av. de los Italianos 851. De 24 a 2 hs, la noche será musicalizada por el DJ Bobby Flores.

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