Offenbarungen in Schwarz-Weiß

Photographie-Ausstellung von Gerardo Korn

Von Susanne Franz

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Am kommenden Mittwoch, 11. Oktober 2017, um 19 Uhr, wird Gerardo Korns Ausstellung “BUENOS AIRES – OFFENBARUNGEN” im Generalkonsulat und Zentrum für Wirschaftsförderung der Republik Argentinien in Frankfurt am Main, Eschersheimer Landstrasse 19-21, 60322 Frankfurt/Main, eröffnet.

Aus diesem Anlass hier unser Artikel anlässlich seiner Ausstellung in Buenos Aires im vergangenen Jahr:

“Ich wurde im Jahr 2011 von diesem Rausch erfasst”, erklärt Gerardo Korn an einem regnerischen Nachmittag im Centro Cultural Borges seine Motivation, Buenos Aires auf eine besondere Art und Weise zu fotografieren. Wir sind gerade durch seine Ausstellung “Revelaciones” gegangen, wobei sich herausgestellt hat, dass dieser so trübe Tag ganz besonders gut geeignet ist, seine menschenleeren Schwarz-Weiß-Bilder der Stadt zu betrachten, die er nachts oder abends oder in den frühen Morgenstunden aufgenommen hat, wenn das Licht diffus und magisch ist. “Buenos Aires sieht man sonst meist nur mit strahlend blauem Himmel, überall wimmelt es von Menschen”, meint Gerardo, der nach eigenem Bekunden keine Ahnung hatte, auf was er sich einließ, als er seine künstlerische Laufbahn begann. “Ich wusste damals nicht, dass ich für einige Bilder drei Jahre brauchen würde.”

Gerardo erzählt von seiner Liebe zur klassischen Fotografie und schwärmt von den Städten Paris und New York, die die Fotografie-Städte schlechthin seien. Er wollte, dass es ähnliche Bilder auch von Buenos Aires gäbe – Bilder voller Melancholie, die die Stadt in einem zeitlosen Zustand zeigen. “Gerade Buenos Aires, eine Stadt, die im Alltag oft aggressiv zu den Bewohnern ist”, reflektiert der in Argentinien geborene Sohn deutscher Eltern, der mit seiner Kunst die Beziehung der Menschen zu ihrer Stadt wiederherstellen möchte, indem er sie in einem friedlichen Zustand zeigt.

Gerardo Korns wunderschöne Bilder stellen einen besonderen Rundgang durch die Stadt Buenos Aires dar. Die meisten Motive kennt man oder hat sie schon hundertmal auf Bildern gesehen – aber noch nie so wie hier. An Stelle von Konsum steht hier Augenschmaus. Jeder einzelne Mensch steht alleine an dieser Stelle und schaut mit dem Fotografen durch das Obektiv, schaut auf einmal richtig hin und kann in Stille und innerer Ruhe mit dem Gesehenen kommunizieren.

Einer, der sofort erkannt hat, dass es sich bei den Bildern Gerardo Korns um wahre Kunstwerke handelt, war der renommierte argentinische Maler Guillermo Roux. Diesen sprach Gerardo an, als er begann, einen Ausstellungsraum zu suchen, um seine Kunst bekannter zu machen. Warum gerade Roux? Ganz einfach – die beiden sind Nachbarn und waren dies bereits seit 40 Jahren. Immer grüßte man sich freundlich aus der Ferne, deshalb war Roux zunächst überrrascht, als Gerardo bei ihm vorbeischaute und ihn bat, ob er ihm seine Bilder zeigen dürfte. Er sagt Ja – und war begeistert. Innerhalb von fünf Tagen hatte er einen Text geschrieben, aus dem auch der Titel der Ausstellung, “Revelaciones” (Offenbarungen) stammt, und Gerardo war zu Tränen bewegt. “Seit diesem Tag im April 2015, als ich bei Guillermo Roux geklingelt habe, ist mein Leben nicht mehr, wie es vorher war”, sagt Gerardo. Der große alte Maler, der mittlerweile zu einem Freund geworden ist, gab ihm die Kraft, seine Zweifel zu überwinden, und unterstützte und unterstützt ihn.

Drei der Werke, die in der Ausstellung hängen, sind Gemeinschaftsarbeiten der beiden: Fotografien von Gerardo Korn mit einer Intervention von Roux. Mit Absicht sind die Roux‘schen Elemente nur sehr sparsam eingefügt, um die friedliche Stille der Werke nicht zu zerstören. So geben sie ihnen einen surrealistischen, überraschenden Anstrich. Acht von zehn Werken, die die beiden als Zusammenarbeit angestrebt haben, sind bereits fertig, die drei, die Gerardo am liebsten mag, sind in der Ausstellung zu sehen.

Im vergangenen argentinischen Sommer hat Roux Gerardo Korn eingeladen, fotografisch und filmisch ein Werk von ihm zu dokumentieren: Er wollte eine Göttin in sein Schwimmbad malen, und dann begeisterte er sich und malte das ganze Schwimmbad aus. Der Maler, der im Rollstuhl sitzt, wurde dabei von einem Freund hin und hergeschoben und malte mit einem Pinsel, der an einem ein Meter langen Bambusstab befestigt war. “Das war der Sommer, in dem ich vier Monate in einem Schwimmbad ohne Wasser verbracht habe”, lacht Gerardo, der in Zusammenarbeit mit dem Regisseur Martín Serra in Kürze einen Entwurf des Filmes vorstellen will, der aus dem Material entstehen soll.

“Die Welt ist mein Land”, sagt Gerardo Korn, der seine mit Kodak Professional Tri-X fotografierten Filme nach Halle in Deutschland schickt, wo ein darauf spezialisierter Betrieb sie entwickelt und digitalisiert. Die digitalisierte Version sendet Gerardo nach London, wo die Werke auf feinstem Papier ausgedruckt werden, um dann den Weg zurück nach Argentinien zu finden. Die hohe Qualität der Werke und besonders auch die gewagten, äußerst wirkungsvollen 60 x 90-Formate (die neben anderen in 30 x 45 hängen) tragen mit zu dem Zauber bei, den Gerardos Fotografien ausstrahlen.

Die Ausstellung im Centro Cultural Borges und die Veröffentlichung einiger Werke der Serie “Revelaciones” in Jorge Tardittis Luxus-Kunstmagazin “Georges” sowie das “Göttin im Schwimmbad”-Projekt sind erst der Beginn und nur ein Teil der Pläne des entspannten und zugleich mit viel positiver Energie geladenen Künstlers – momentan arbeitet er auch an einem Tango-Projekt. Sein Ziel? Die Welt, die seine Heimat ist.

Weitere Infos auf der Webseite des Künstlers bzw. bei Facebook.

Foto:
Gerardo Korn, “Barrio de Retiro, Plaza San Martín, 2012”.

La versión en castellano del artículo se encuentra aquí.

Wo Che Guevara wohnte

Gedenkplatte erinnert an Wohnort des Revolutionärs in Buenos Aires

Von Marcus Christoph


Ernesto „Che“ Guevara ist einer der weltweit bekanntesten Argentinier. Der Guerrillero, der einst in Kuba an der Seite Fidel Castros triumphierte und später im Kampf in Bolivien ums Leben kam, gilt auch heute noch als Ikone für Revolution schlechthin. Dass Guevara wichtige Jahre seines Lebens in Buenos Aires verbrachte, daran erinnerte in der Hauptstadt bislang praktisch gar nichts.

Dies ist nun anders. Denn seit Mitte Juni erinnert eine Steinplatte auf dem Bürgersteig an der Ecke der Straßen Aráoz und Mansilla im Stadtteil Palermo an den Revolutionär. Dieser hatte dort von 1948 bis 1953 als junger Medizinstudent mit seinen Eltern und vier Geschwistern in einem Zwei-Etagen-Haus gelebt, das mittlerweile durch einen mehrgeschossigen Neubau ersetzt wurde. Zahlreiche Interessierte und Schaulustige wohnten der feierlichen Einweihung bei, die von politischen Gruppen wie „Memoria Palermo“ und „Palermo K“ sowie Anwohnern organisiert worden war.

„Von dieser Stelle sind wir am 7. Juli 1953 gemeinsam nach Retiro aufgebrochen“, erinnerte sich der heute 88-jährige Carlos „Calica“ Ferrer an den Auftakt der Lateinamerika-Reise, die er gemeinsam mit seinem Jugendfreund Ernesto antrat. Für letzteren war es bereits die zweite große Reiseunternehmung, an deren Ende er 1955 in Mexiko Fidel Castro kennenlernte und sich der kubanischen Revolution anschloss.

Ein weiterer Ehrengast der Veranstaltung war Juan Martín Guevara. Der jüngste Bruder des Revolutionärs betonte, die Einweihung der Bodenplatte bedeute, mit „der Haltung der Stadt Buenos Aires zu brechen, die verleugnet, dass Ernesto Guevara hier gelebt hat, hier Arzt wurde und sich hier für das Leben vorbereitete, das heute als immenses Bild vor uns steht“.

Juan Martín Guevara äußerte seine Hoffnung, dass weitere Erinnerungsakte zu Ehren seines Bruders folgen mögen. Angestrebt ist eine Straßenbenennung nach dem Guerrillero. In diesem Zusammenhang beklagte er die Widerstände, die es dagegen sowohl im Stadtparlament als auch an der Medizinischen Fakultät der Universität von Buenos Aires (UBA) gebe. Letztere hatte sich geweigert, eine Che-Statue aufzustellen.

Auch Norberto Alayón, ehemals Vize-Dekan der sozialwissenschaftlichen Fakultät der UBA, beklagte den mangelnden politischen Willen der in der Stadt regierenden Pro-Partei, an den weltbekannten Revolutionär zu erinnern. Er hob von daher auch die Entschlossenheit der Anwohner hervor, sich trotz des politischen Gegenwindes für die Bodenplatte ausgesprochen zu haben.

Kämpferisch war der Auftritt von Taty Almeida von den Müttern der Plaza de Mayo (Gründungslinie). Man solle nicht müde werden, dafür zu kämpfen, dass das Andenken Che Guevaras in Buenos Aires in angemessener Weise gewürdigt werde. Um ihre Verbundenheit mit dem Guerrillero zu verdeutlichen, tauschte Almeida ihr traditionelles weißes Kopftuch gegen die Baskenmütze mit dem roten Stern aus. Der Jubel der Anwesenden war ihr sicher. Mit dem Singen des Lieds „Hasta Siempre Comandante“ des kubanischen Liedermachers Carlos Puebla klang der emotionsgeladene Vormittag aus.

Foto:
Die Bodenplatte zu Ehren Che Guevaras wird gelegt. Sitzend: Carlos „Calica“ Ferrer und Taty Almeida.
(Foto: Marcus Christoph)

Text der Gedenkplatte:

EN ESTE SOLAR VIVIÓ EL CHE
ERNESTO GUEVARA DE LA SERNA
EN CONMEMORACIÒN A SU LUCHA
POR LA TRANSFORMACIÓN
Y LA JUSTICIA SOCIAL

Auf diesem Grundstück lebte der Che
Ernesto Guevara de la Serna
Im Gedenken an seinen Kampf
Für den Wandel
Und die soziale Gerechtigkeit
(aus amerika21.de)

“Werkzeug gegen Ungerechtigkeit”

Osvaldo Bayer präsentiert sein neues Buch “La Chispa”

Von Marcus Christoph


Das Interesse war groß. Die Schlange derjenigen, die eine persönliche Widmung des Autors haben wollten, schien kein Ende nehmen zu wollen: Osvaldo Bayer war mit seinen 90 Jahren noch einmal richtig gefordert bei der Vorstellung seines neuen Buches “La Chispa” (Der Funke), die am Sonnabend vergangener Woche im Gebäude der Gewerkschaft der Telekommunikationsarbeiter (FOETRA) im Buenos-Aires-Stadtteil Once stattfand.

Das Buch bezieht sich auf die gleichnamige Zeitung, die Bayer 1958 im patagonischen Esquel (Provinz Chubut) ins Leben rief. Während ihrer nur fünfmonatigen Existenz prangerte die Publikation soziale Missstände an. Sie attackierte die Großgrundbesitzer und berichtete detailliert über Landraub durch Geschäftsleute und Politiker zu Lasten der Urbevölkerung im Bezirk Cushamen. Bayer kritisierte zudem die wirtschaftsliberale Politik des damaligen Präsidenten Arturo Frondizi. In die Zeit von “La Chispa” fällt der Sieg der kubanischen Revolution, die von Bayer begrüßt wurde.

Bayer, der zuvor in Buenos Aires und Hamburg Geschichte und Philosophie studiert hatte, war nach Esquel gekommen, da er eine Anstellung bei der dortigen Lokalzeitung gefunden hatte. Wegen seiner sozialkritischen Texte wurde er jedoch entlassen und gründete mit “La Chispa” seine eigene Publikation. Sein journalistisches Schaffen hatte schließlich die Ausweisung aus der Provinz Chubut zur Folge. Zurück in Buenos Aires arbeitete Bayer dann als politischer Redakteur bei der Zeitung “Clarín”.

Breitere Bekanntheit erlangte er durch sein Buch “Patagonia Rebelde”, das den Aufstand patagonischer Landarbeiter um 1920 und dessen blutige Niederschlagung durch das Militär zum Thema hat. 1974 wurde das Werk durch Filmregisseur Héctor Olivera verfilmt. 1976 ging Bayer ins Exil nach Deutschland, von wo er 1983 nach Argentinien zurückkehrte.

In dem vorliegenden Buch sind ausgewählte Artikel Bayers gebündelt, die damals in “La Chispa” abgedruckt wurden. Zudem erläutern Texte von Kurator Bruno Nápoli und Verleger Ariel Pennisi den historischen Kontext. “Die Themen von damals wie Landraub und Ausbeutung sind auch heute noch aktuell”, begründet der Historiker Nápoli während des Podiumsgesprächs, weshalb die fast 60 Jahre alten Texte weiterhin interessant seien.

“Bei ‘La Chispa’ hat Osvaldo seinen Stil gefunden: direkt und verständlich für alle”, beschreibt Esteban Bayer, Osvaldo Bayers dritter Sohn, der selbst Journalist geworden ist und heute in Deutschland lebt. Verleger Pennisi bezeichnete “La Chispa” als Bayers “Werkzeug im Kampf gegen Ungerechtigkeit”. Mit seinem couragierten Einsatz für die Benachteiligten stelle Osvaldo Bayer eine “feste Koordinate für unser heutiges Schaffen” dar. Florencia Podestá, Dozentin für Kommunikation an der Nationaluniversität von Avellaneda, würdigte “La Chispa” als Beispiel für einen engagierten Journalismus, der der Wahrheit verpflichtet sei.

Schließlich ergriff auch Bayer selbst das Wort. Es müsse der Anspruch journalistischer Arbeit sein, dass sich die Wahrheit durchsetze. Das gelte damals wie heute. Er schloss seine kurze Ansprache mit einem Hoch auf die Freiheit, ehe er bei der anschließenden Autogrammstunde Schwerstarbeit zu verrichten hatte.

Foto:
Osvaldo Bayer beim Signieren der Bücher. Rechts sein Sohn Esteban, links von ihm Bruno Nápoli, der die Texte für das Buch zusammenstellte.
(Foto: Marcus Christoph)

Expectativas cumplidas

arteBA 2017 cerró sus puertas después de cuatro jornadas con buenas ventas


La 26° edición de arteBA cierra sus puertas con récord de adquisiciones de museos locales e internacionales, un notable crecimiento en ventas de las galerías con nueva audiencia interesada en adquirir arte contemporáneo, la asistencia de más de 300 curadores, coleccionistas y profesionales del país y del exterior y un público que de manera sostenida acompañó las cuatro jornadas de la feria y participó de una activa agenda de actividades con performances, instalaciones, premios, charlas gratuitas, conversaciones con artistas y editoriales independientes.

arteBA 2017, que se llevó a cabo desde el miércoles 24 al sábado 27 de mayo, contó con la presencia de 90 galerías de 20 países y más de 370 artistas que, gracias al proceso de selección curatorial y al nuevo layout expositivo lograron presentar al público una equilibrada oferta de arte local, internacional y grandes maestros modernos. Más del 50% de las galerías llegaron de Alemania, Austria, Brasil, Bolivia, Chile, Colombia, Ecuador, España, Estados Unidos, Francia, Japón, Kosovo, México, Perú, Portugal, Puerto Rico, República Dominicana, Uruguay y Venezuela. Un total de 17 curadores e integrantes de comités de selección fueron los responsables de elegir y convocar a las galerías en las distintas secciones de la feria: Sección Principal, con su modalidad de participación Special Project Patio Bullrich y los proyectos destacados de Cabinet AA2000; U-TURN Project Rooms by Mercedes-Benz; Solo Show Zurich; Barrio Joven Chandon; Performance Box coproducido con BP.17 y Arte x Arte; Isla de Ediciones patrocinada por Fundación Proa y con nuevo diseño del espacio a cargo del Estudio Federico Churba; Open Forum que con el apoyo de Buenos Aires Ciudad realizó importantes charlas gratuitas que pueden verse online y Dixit que, bajo el título de rro, programó acciones dentro y fuera de la feria que continuarán meses después de esta edición.

La visibilidad que tuvieron las galerías argentinas en la pasada edición de ARCOmadrid conllevó altas expectativas que fueron alcanzadas superando, en algunos casos, hasta el 50% más de ventas respecto a la última edición.

Museos locales e internacionales llegaron a la feria para sumarse al Programa de Adquisiciones en el que gracias al apoyo de Banco Ciudad, Madero Harbour, La Rural, Hotel Panamericano, la Agencia Argentina de Inversiones y Comercio Internacional y mecenas privados un récord de museos y empresas adquirieron más de 60 obras de arte para que formen parte de sus colecciones. Todas las adquisiciones pueden conocerse acá.

El miércoles 24 se entregó el Premio EN OBRA, que en la celebración de su 10° aniversario y con la coordinación de Abel Guaglianone y Joaquín Rodríguez alcanzó a recaudar, gracias al esfuerzo de muchos coleccionistas y entusiastas del arte una suma total de $220.000. El premio fue distribuído entre la galería peruana Bufeo. Amazonía + Arte y el artista Andrés Matías Pinilla de Espacio El Dorado (Bogotá, Colombia). El jurado de la décima edición estuvo integrado por Antonia Gaeta, Gabriel Vázquez, Juan Tessi y sus organizadores.

El Ministerio de Cultura de la Nación desde su stand también contribuyó con una amplia agenda de actividades para chicos y adultos con intervenciones, talleres, juegos y hasta DJ sets. Del lado de enfrente radio Blue transmitió en vivo durante las 4 jornadas de la feria y La Nación compartió desde su stand el especial de arteBA transmitido en LN+ y las entrevistas realizadas a Eduardo Stupía, Luciana Lamothe, Orly Benzacar, Gachi Prieto, Nora Fisch, Florencia Giordana Braun, Alec Oxenford y Marta Minujín para el Ciclo de Conversaciones que se pueden ver online.

Imágenes de la feria.

Internationales Flair

26. Kunstmesse arteBA vom 24. bis 27. Mai im Messezentrum La Rural

Von Susanne Franz

Vom 24.5. bis einschließlich 27.5. zelebriert die wichtigste Messe Zeitgenössischer Kunst Argentiniens, arteBA, ihre 26. Ausgabe. Von den 91 teilnehmenden Galerien aus 20 Ländern kommen diesmal mehr als die Hälfte aus Deutschland, Österreich, Frankreich, Spanien, Portugal, dem Kosovo, Japan, Uruguay, Brasilien, Bolivien, Chile, Peru, Mexiko, Kolumbien, Ecuador, der Dominikanischen Republik, Venezuela, Puerto Rico und den USA.

Der Hauptsektor der Messe umfasst “Special Projects”‚ “Cabinet” sowie das “Junge Viertel” (Barrio Joven Chandon), daneben gibt es wieder spezielle, eigens kuratierte Sektoren wie “U-TURN Project Rooms by Mercedes-Benz”, “Solo Show” und “Dixit” sowie die “Isla de Ediciones” mit den Veröffentlichungen der Messe. Die seit dem 13.5. parallel in Buenos Aires an verschiedenen Orten stattfindende Performance-Biennale “BP.17” ist auf arteBA mit der von Rodrigo Alonso kuratierten “Performance Box” dabei.

Das Nebenprogramm “Open Forum” bietet bei freiem Eintritt – es gibt einen Extra-Eingang zu dem Messebereich – Diskussionen und Rundtischgespräche mit führenden Experten der Kunstszene. Insbesondere soll, wie auch in anderen Messebereichen wie “Dixit”, über “die Zukunft der Kunst” nachgedacht werden.

Adresse: Messezentrum La Rural, Blauer und Grüner Pavillon, Av. Sarmiento 2704. Zeit: 24.-27. Mai. Eröffnung: 23.5., 18.30 Uhr (nur mit Einladung). Öffnungszeiten: 14-21 Uhr. Eintritt: 160 Pesos, Rentner und Studenten mit Ausweis 80 Pesos. Für 2 Tage 250 Pesos, für 4 Tage 320 Pesos. 2×1 mit Club La Nación (gilt nur bis zu einer festgesetzten Grenze).

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Ausstellungskalender vom 06/05/2017

Von Susanne Franz


Am heutigen Samstag, den 6. Mai, ist das kunstinteressierte Publikum eingeladen, bei herrlichem Wetter von 14 bis 18 Uhr die Galerien und Kunsträume der Stadtviertel Palermo und Villa Crespo zu besuchen, die im Rahmen des Gallery Day ihre Tore öffnen.

Mit einem Plan kann man sich einen Rundgang zurechtlegen – oder man kann sich auch einfach von den vielen interessanten Angeboten überraschen lassen. Wichtig ist der Weg selbst: in die Galerien hineinzuschnüffeln, sich umzusehen, Fragen zu stellen, Denkanstösse zu bekommen, Fotos zu machen und zu teilen.

Eines der Highlights ist die von Federico Baeza kuratierte Ausstellung “Tristes Trópicos” der Künstler Kirsten Mosel, Nora Aslan, Sebastián Camacho und Lorena Marchetti, die um 16 Uhr in der Galerie Gachi Prieto Arte Contemporáneo Latinoamericano (Aguirre 1017, Villa Crespo) eröffnet wird.

Gallery ist ein von der Kunstzeitschrift “Arte al Día” organisierter Event, der zum festen Bestandteil des Kulturlebens von Buenos Aires geworden ist.

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Agenda de Muestras del 06/05/2017

Por Susanne Franz


Hoy, sábado 6 de mayo, desde las 14 y hasta las 18 hs, las galerías y espacios de arte del Circuito Palermo/Villa Crespo abren sus puertas y invitan al público interesado recorrerlos.

Con el mapa se puede encontrar todas las exposiciones, o se puede dejar sorprenderse por lo que haya en el camino. Lo importante es recorrer: entrar, mirar, preguntar, pensar, anotar, sacar fotos y compartirlas.

Un highlight es la inauguración de la muestra “Tristes Trópicos” de los artistas Kirsten Mosel, Nora Aslan, Sebastián Camacho y Lorena Marchetti con curaduría de Federico Baeza, a las 16 horas, en la galería Gachi Prieto Arte Contemporáneo Latinoamericano (Aguirre 1017, Villa Crespo).

Gallery es un evento organizado por Arte al Día que ha logrado establecerse como cita obligada de la agenda cultural de Buenos Aires.

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Ausstellungskalender vom 29/04/2017

Von Susanne Franz


Die zweite Ausgabe der Performance-Biennale von Argentinien, BP.17, findet vom 13. Mai bis zum 7. Juni 2017 statt und weist einige strukturelle und konzeptuelle Änderungen im Vergleich mit ihrer Vorgängerin auf.

In diesem Jahr wurden Künstler-Kuratoren eingeladen, Teil des BP.17-Teams zu werden und aus ihrer eigenen Perspektive heraus bei der Recherche sowie der Auswahl der Werke und Künstler mitzuwirken und die verschiedenen Projekte von ihrem Beginn bis zu ihrer Verwirklichung zu begleiten.

Das diesjährige Programm umfasst u.a. Aufführungen von Live-Performances, Seminare, Konferenzen und Begegnungen der Künstler mit dem Publikum. Alle Veranstaltungen sind in den BP.17 angeschlossenen Aufführungsstätten zu sehen, so dass ein Netz simultanen Geschehens und Reflektierens entsteht.

Aus Deutschland kommt der renommierte Film- und Videokünstler Julian Rosefeldt nach Buenos Aires. Auf Einladung des Goethe-Instituts Buenos Aires und der Performance-Biennale stellt er im Malba im Rahmen einer Begegnung mit dem Publikum die lineare Version seines “Manifesto” vor, in dem die Schauspielerin Cate Blanchett dreizehn verschiedene Charaktere verkörpert. “Manifesto” ist eine bewegende Hommage an dieses von vielen Künstlern des 20. Jahrhunderts verwendete Format.

Foto:
“Manifesto” mit Cate Blanchett.
(Julian Rosefeldt and VG Bild-Kunst, Bonn 2016)

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Agenda de Muestras del 29/04/2017

Por Susanne Franz


La segunda edición de la Bienal de Performance de Argentina, BP.17, se llevará a cabo del 13 de mayo al 7 de junio de 2017, y presentará una serie de novedades tanto estructurales como conceptuales.

Este año fueron invitados artistas-curadores para que se sumen al equipo de BP.17 para trabajar desde una perspectiva propia, en la investigación y selección de obras y artistas, así como en su seguimiento hasta el momento de su presentación.

El programa de BP.17 incluye la presentación de obras en vivo, seminarios, conferencias y encuentros públicos con los artistas invitados. Todas estas actividades se llevarán a cabo en las diferentes sedes asociadas para generar múltiples espacios simultáneos de exposición y reflexión.

Desde Alemania, llega el cineasta y videasta Julian Rosefeldt a Buenos Aires, invitado por el Goethe-Institut Buenos Aires y la Bienal de Performance. Presentará en el Malba en el marco de un encuentro con el público la versión lineal de “Manifesto”, que presenta a la actriz Cate Blanchett en trece personajes distintos. “Manifesto” rinde homenaje a la conmovedora tradición y a la belleza literaria de este género, utilizado por artistas a lo largo del siglo XX.

Foto:
“Manifiesto” con Cate Blanchett.
(Julian Rosefeldt and VG Bild-Kunst, Bonn 2016)

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Zur Förderung der Kunst

Mit dem Programm “Impulsarte” ist La Rural zum 9. Mal bei arteBA präsent

Von Susanne Franz


Wie fördert man die lokale Kunstszene und baut sich gleichzeitig eine ansehnliche Sammlung zeitgenössischer Werke auf? Die Trägerorganisation der Messe La Rural macht es mit ihrem Programm “Impulsarte” vor: Schon zum 9. Mal in Folge nimmt der Verein im Mai dieses Jahres an arteBA, der renommiertesten Messe zeitgenössischer Kunst Lateinamerikas teil, indem er Werke aufstrebender junger Künstler auf der Messe kauft. Zugleich zeigt La Rural an seinem von DArA (Diseñadores de Interior Argentinos Asociados, Vereinigung der Designer aus dem Landesinneren Argentiniens) und Studenten der UADE (Universidad Argentina de la Empresa) gestalteten Stand die Werke, die im vorigen Jahr gekauft und in die Sammlung aufgenommen wurden. Das teilten Vertreter von La Rural vor wenigen Tagen im Rahmen eines Presse-Mittagessens mit.

Die 26. Ausgabe der arteBA findet vom 24. bis 27. Mai auf dem Messegelände La Rural statt. Auch diesmal wird das Auswahlkomitee – die Kunstexpertinnen Victoria Verlichak und Eva Grinstein und der Direktor für Außenbeziehungen der Rural Juan Pablo Maglier – vor Eröffnung der Messe ihre Wahl treffen und dabei junge Künstler und auch einige schon bekanntere Maestros bei lokalen Galerien kaufen. Auch die Neuzugänge werden dann Teil der Sammlung der Rural, zu der mittlerweile bereits 40 Werke von Künstlern wie Bruno Dubner, San Poggio, Estanislao Florido, Florencia Rodríguez Giles, Cynthia Kampelmacher, Pablo Accinelli, Javier Barilaro, Diego Bianchi, Diego Haboba, Juan Becú, Gabriel Chaile, Leopoldo Estol, Leticia Obeid oder Jimena Croceri gehören.

Juan Pablo Maglier fasste vor den Journalisten zusammen, was das Programm für La Rural bedeutet: “Das Interessante an ‘Impulsarte’ ist seine Nachhaltigkeit: Es ist beständig, verlässlich und bewahrt seinen eigenen Stil. Für unsere Firma ist das eine Verpflichtung: Die Kunst zu fördern und die junge Generation zu unterstützen – besonders die zeitgenössischen Künstler.”

Foto:
2016 kaufte La Rural das Werk “Territorio de Río Negro” von Leopoldo Estol.

Internationale Buchmesse von Buenos Aires

43. “Feria Internacional del Libro de Buenos Aires” wird am Donnerstag eröffnet

Von Susanne Franz


Drei Wochen, eine Million Besucher, 12.000 Experten aus der Buchbranche, 45.000 Quadratmeter Fläche, 1500 Aussteller aus 40 Ländern: Die Internationale Buchmesse von Buenos Aires ist ein Mammut-Event, das von vielen als das wichtigste Kulturereignis des Jahres gewertet wird. Die 43. Ausgabe der größten Buchmesse Lateinamerikas wird am Donnerstag, den 27. April, um 18.30 Uhr im Jorge Luis Borges-Saal im “Pabellón Frers” eröffnet. Die renommierte argentinische Schriftstellerin und Journalistin Luisa Valenzuela wird die Eröffnungsrede halten. Die Messe geht bis zum 15. Mai.

Zahlreiche Gäste aus dem Ausland haben ihr Kommen angesagt, darunter der deutsche Autor Bernhard Schlink, Carlos Ruiz Zafón, nach Cervantes der am meisten gelesene Spanier; der italienische Schriftsteller, Journalist und Dramaturg Alessandro Baricco, der US-Bestsellerautor John Katzenbach und die irische Romanschriftstellerin Cecelia Ahern. Aus der Gaststadt Los Angeles kommen Gregg Hurtiz, Jim C. Hines und Héctor Tobar.

Zum “Festival Internacional de Poesía”, das zum 12. Mal innerhalb der Buchmesse veranstaltet wird – vom 28. bis 30. April – kommen unter anderem der chilenische Dichter Raúl Zurita und die spanischen Poeten Luis García Montero und Andrés Sánchez Robayna. Das von der Jugend heiß geliebte Internationale Booktuber-Treffen – am 12. und 13. Mai – kann dieses Jahr im Rahmen seiner 3. Ausgabe den berühmten spanischen Booktuber Sebastián García Mouret als Stargast begrüßen.

Geöffnet ist die Messe montags bis freitags von 14 bis 22 Uhr, samstags, sonntags und am 1. Maifeiertag von 13 bis 22 Uhr. Der Eintritt kostet an Wochentagen 70 und am Wochenende und Feiertagen 100 Pesos. Es gibt zahlreiche Vergünstigungen. Zugänge zur Messe sind auf der Av. Santa Fe 4201, Av. Sarmiento 2704 und Av. Cerviño 4474. An der Av. Santa Fe stehen Rollstühle für Gehbehinderte bereit. Alle Infos hier.

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Ausstellungskalender vom 23/04/2017

Von Susanne Franz


Es gibt ihn noch – den argentinischen Gaucho. Und keiner hat ihn besser mit der Kamera eingefangen als der berühmte argentinische Fotograf Aldo Sessa. Der 1939 geborene Sessa hat das riesige Land Argentinien über mehrere Jahre hinweg von Norden nach Süden und von Westen nach Osten durchquert und hat in verschiedenen Provinzen über 50.000 Fotografien von Gauchos in ihren angestammten Umgebungen gemacht.

Im Centro Cultural Kirchner in Buenos Aires ist seit dem 22. März und noch bis zum 20. Juni nun eine Auswahl von 49 Fotos aus Sessas Reihe “Los Gauchos” zu sehen. In Schwarz-Weiß oder in Farbe sind hier ihre Sitten und Gebräuche, ihre Arbeitsbereiche, ihre Geschicklichkeitsübungen und die Landschaften, in denen sie tätig sind, von Feuerland bis zum höchsten Norden, von den Feuchtgebieten des Litoral bis zu den Weiten der Pampa, auf meisterhafte Weise dargestellt.

Die Ausstellung ist freitags, samstags und sonntags von 14 bis 24 Uhr geöffnet.

Die Ausstellungen der Woche:

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Agenda / Kalender

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Agenda de Muestras del 23/04/2017

Por Susanne Franz


Desde el 22 de marzo, y hasta el 20 de junio, se puede ver en el Centro Cultural Kirchner una exhibición que reúne una cuidada selección de 49 fotografías que forman parte de la serie “Los Gauchos”, del consagrado fotógrafo argentino Aldo Sessa. Conocedor de la cultura gauchesca, Sessa registró con su cámara la arquetípica figura del gaucho argentino actual. Tras recorrer durante varios años distintas provincias del país, tomó más de 50.000 imágenes de gauchos en su ámbito cotidiano.

El conjunto de imágenes en blanco y negro y color pone de relieve sus costumbres, tareas, destrezas y los paisajes, desde Tierra del Fuego a los confines del Noroeste y los humedales del litoral, pasando por la icónica llanura pampeana.

La muestra está abierta los viernes, sábados y domingos de 14 a 24 horas.

Las muestras de la semana:

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Buenos Aires im Filmfieber

Die 19. Ausgabe des Filmfestivals BAFICI ist gestartet

Von Michaela Ehammer


“Klappe zu, Vorhang auf und Film ab!”, heißt es seit Mittwoch für alle Kinoliebhaber in Buenos Aires. Die 19. Ausgabe des Filmfestivals für Independent-Filme BAFICI begeistert bis zum 30. April mit über 400 Filmen und vereint 56 Länder von fünf Kontinenten.

“Lassen Sie sich von einem grandiosen BAFICI überraschen”, freut sich Direktor Javier Porta Fouz und verspricht gleichzeitig ein noch nie dagewesenes Festival – vollgepackt mit Filmperlen, namhaften Stars und attraktiven Premieren.

Der deutsche Beitrag “Casting”, eine Komödie von Nicolas Wackerbarth, war am Mittwoch eindrucksvoller Auftakt des diesjährigen Festivals im Espacio INCAA Gaumont. Der improvisierte Fernsehfilm feierte auf der diesjährigen Berlinale seine Premiere. Wackerbarth, der gemeinsam mit Johannes Held auch für das Drehbuch verantwortlich war, begibt sich in “Casting” (2017) hinter die Kulissen einer Filmproduktion und hat daraus einen ebenso klugen wie unterhaltsamen Film gemacht, der von spannenden Wendepunkten und einer gehörigen Portion Humor geprägt ist.

Das Werk “La vida de Calabacín” (Ma vie de Courgette/Mein Leben als Zucchini) von Claude Barras leitete zudem am Mittwochabend an der Plaza Francia die an Kinder und Familien gerichtete Festivalsektion BAFICITO ein. Die Open-Air-Veranstaltung war trotz des unschönen Wetters gut besucht, und alle Zuschauer, die der Kälte trotzten, wurden durch die Präsenz des Regisseurs belohnt. Barras hat mit seinem Film, der in der Kategorie “Bester Animationsfilm” für den diesjährigen Oscar nominiert war, ein wahrhaftes Meisterwerk geschaffen. Nicht nur für Kinder erhält der Film das Prädikat “Sehenswert”. “La vida de Calabacín” (Frankreich/Schweiz 2016) erzählt auf einfühlsame Art und Weise die Geschichte des Waisenkindes Zucchini, das nach familiären Schicksalsschlägen in einem Kinderheim landet und sich dort gemeinsam mit seinen neuen Freunden auf die Suche nach Geborgenheit, Akzeptanz und Liebe begibt.

Jahr für Jahr hat sich das BAFICI zu einer bedeutenden Ausstellung der weltweiten Filmindustrie etabliert und ist heutzutage zu einem Muss für unabhängige Filmemacher, Schauspieler, Produzenten und Filmliebhaber geworden. Dies wird vor allem auch durch die Präsenz von Filmen berühmter Regisseure wie Alex de la Iglesia (El Bar), Walter Hill (The Assignment) oder Raúl Perrone (Cínicos) deutlich.

Zahlreiche Gespräche mit Filmkünstlern, diverse Ausstellungen rund um die Film- und Kinowelt sowie interessante Workshops bereichern Groß und Klein, Jung und Alt, angehende Filmemacher sowie alle Kinobegeisterten und laden dazu ein, gemeinsam mit nationalen wie internationalen Filmgrößen ein Stück zu wachsen. Auf der Gästeliste der Stars fallen in diesem Jahr vor allem Namen wie Alex Ross Perry, Heinz Emigholz, Stéphane Brizé, Johannes Nyholm oder Gabriel Abrantes auf.

Im Bereich “Focos y Homenajes” liegt der Schwerpunkt vor allem auf dem Italiener Nanni Moretti, dessen Werke schon bei der allerersten Ausgabe des Filmfestivals im Jahre 1999 zu sehen waren. Seine Kurz-, Mittel- und Langfilme, darunter etwa “Bianca” (1985), “Caro Diario” (1993) oder “Habemus Papa” (2011) stellt er alle persönlich in Buenos Aires vor. Zudem lädt der Regisseur, Produzent, Schauspieler und Schriftsteller zu spannenden Gesprächen ein.

In diesem Jahr gibt es neben den musikalischen Zyklen “La Mar en Coche” und “La Mar en acción” in der Usina del Arte noch einen ganz besonderen Schwerpunkt: “Britannia Lado B: 40 Años de Punk”. Ein Filmzyklus des britischen Punk, der vom British Council unterstützt wird und ein “Must-See” für alle ehemaligen sowie anhaltenden Punk-Fans ist. Der Zyklus umfasst Filme wie “The filth and the fury” von Julien Temple, der sich auf die Spuren der erfolgreichen Karriere der Sex Pistols begibt, oder den mystischen Film “Jubiliee” von Derek Jarman, der zu Hochzeiten des Punk entstanden ist. So wird dem Festival für Independent-Filme gehörig Leben eingehaucht!

Eintrittskarten sind zum Preis von 45 Pesos erhältlich. Studenten und Rentner dürfen sich über einen ermäßigten Preis von 30 Pesos freuen. Die Gespräche im Auditorio El Aleph des Centro Cultural Recoleta sowie alle Filmvorführungen im Freien sind gratis und erfordern keine Anmeldung. Für alle weiteren kostenlosen Vorführungen muss man sich registrieren.

Unsere BAFICI-Tipps:

  • “The Wedding Ring” von Rhamatou Keïta (Niger/Burkina Faso/Frankreich 2016)
  • “Keep that Dream Burning” von Rainer Kohlberger (Österreich/Deutschland 2014)
  • “Take me Home” von Abbas Kiarostami (Iran 2016)
  • “Cantar con sentido, una biografía de Violeta Parra” von Leonardo Beltrán (Chile 2016)
  • “New Voices in an Old Flower” von Quino Piñero (Äthiopien/Spanien 2016)
  • “The Other Side of Hope” von Aki Kaurismäki (Finnland/Deutschland 2017)
  • “KFC” von Lê Bình Giang (Vietnam 2016)
  • “La Vida de Calabacín” von Claude Barras (Frankreich/Schweiz 2016 – BAFICITO)
  • “Aprile” von Nanni Moretti (Italien 1998)
  • “The Clash: Westway to the World” von Don Letts (Großbritannien 2000 – Teil des Punk-Zyklus)

Alle Infos hier.

Foto:
Claude Barras mit seinem Filmhelden Zucchini.